Hallo, also wenn du einen Kondensator mit einer Gleichspannung betreibst
ihn im ungeladenen Zustand über einen Schalter an die
Versorgungsspannung hängst, bekommst du beim Einschalten einen hohen
Strom, da der Kondensator im Einschaltmoment ähnlich einem Kurzsschluss
ist. Ist der Kondensator dann geladen ähnelt er einer Unterbrechung und
die volle Betriebsspannung liegt an ihm an. Also mal ziemlich einfach
ausgedrückt. Bei der Spule ist das umgekehrt. Die Spule hat im
Einschaltmoment einen Widerstand ähnlich einer Unterbrechung, d.h. beim
"Einschalten" der Spule liegt sofort die gesamte Betriebsspannung an ihr
an und der Strom ist annähernd null. Dafür ist nach genügend langer Zeit
der Strom nur durch unseren Leiterwiderstand und den der Spule
beschränkt.
So, die Gefahr beim "Einschalten" eines Kondensators sollte mit der
Beschreibung ja klar sein. Bei der Spule ist es weniger das
"Einschalten", eher das "Ausschalten" was wirklich gefährlich ist. Eine
Spule speichert die zugeführte Energie wie ein Kondensator. Beim
"Ausschalten" dreht sich die Spannung an der Spule um und es beginnt ein
Strom zu fließen. Wenn du für diesen Strom keinen Pfad vorsiehst über
den er sich ausgleich kann ohne deine Schaltung zu beschädigen ist es
sehr schlecht. Das wird z.B. im Physikunterricht mit eine
Hochspannungsgenerator gezeigt. Hierbei wird eine Spule aufgeladen und
anschließend abgeschalten. Der Strom fließt dabei über die Luft zwischen
zwei Metallspitzen. Ich hoffe du weißt was ich mein ;-).
So, falls du dich noch bisschen informieren willst, dann hast du hier
einen Link für eine Beschreibung des Kondensators im Einschaltmoment:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0205301.htm
Für die Spule war ich leider zu faul, aber müsste auch was auf der Seite
zu finden sein ;-).
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
Gruß Phil