Hallo Jörg,
>welchen Sinn hat ein 1M Ohm Widerstand zwischen den beiden
>Quarz-Leitungen?
Ein Pierce-Oszillator besteht aus einem digitalen Inverter, dem ein
hochohmiger Widerstand vom Ausgang zum Eingang geschaltet ist. Durch die
Wirkung der Rückkopplung wir dadurch die Eingangsspannung des Inverters
sehr stabil genau im Bereich des Umschaltpunkts gehalten. Da nach dem
Anlegen der Versorgungsspannung die sich langsam aufbauende Schwingung
am Anfang nämlich nur eine sehr kleine Amplitude aufweist, könnte sie
den Inverter sonst niemals zum Umschalten bewegen, die Etablierung einer
stabilen Schwingung wäre unmöglich.
@Ralli
>Also, schaut man in's Datenblatt vom STM32F103RB und sieht sich die
>vorgeschlagene Schaltung für den Anschluss eines Quarzes an,
>so sind die 8 MOhm für den Arbeitspunkt überflüssig, da schon
>ca. 5 MOhm im Chip "eingebaut sind.
>
>Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er also ein "Angst"-Bauelement.
>
>Schaden werden die 8 MOhm nicht, nimm 8,2 MOhm, die dürften als
>Standardwert billiger sein - oder lass sie einfach weg.
Der Widerstand ist 1M und nicht 8M, und ist in der Tat ein
"Angst"-Bauelement, daß nämlich verwendet wird, aus Angst davor, daß der
Eingangsruhestrom des Gatters von bis zu 1µA und darüber über dem
internen 5MOhm Widerstand einen zu großen Spannungsabfall verursacht und
den Arbeitspunkt unzulässig verschiebt. Der zusätzliche 1M Widerstand
begrenzt diesen Spannungsabfall und ist dennoch groß genug, um den
Oszillator nicht unnötig zu bedämpfen.
Kai Klaas