Anfaenger schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe einmal eine Frage zur Berechnung eines Vorwiderstandes für eine
> IR LED.
>
> Der AVR liefert eine Spannung von 5V und einen Strom von 20mA.
>
> Diese liegen nun an der Basis eines Transistors an.
Hoffentlich über einen Basiswiderstand :-)
> Lt. Datenblatt liefert der Transistor eine Stromverstärkung von 100 -
> 250
>
> In meinem Beispiel also einen Strom von 2000mA - 5000mA.
>
> Habe ich das soweit richtig verstanden ?
Ich denke, du hast da ein Misverständnis.
Der Transistor liefert nicht 2000 - 5000mA.
Er könnte auf seiner Collector Emitter Strecke soviel Strom durchlassen.
Der Basisstrom reicht dafür aus, dass das gehen würde. Wenn nicht der
Transistor selbst eine technologische Beschränkung hätte und wenn
derjenige, der die Collector Emitter Strecke beschickt da überhaupt
soviel Strom durchjagen kann.
Aber der Transistor erzeugt selber nichts.
Einen Transistor kannst du dir wie einen Wasserhahn vorstellen.
Durch den fliesst einmal mehr und einmal weniger Wasser, je nachdem wie
weit er aufgedreht ist. Wenn du dir jetzt noch vorstellst, dass dieses
Aufdrehen des Wasserhahns durch einen zweiten Wasserfluss gesteuert
wird, dann hast du ein einfaches Modell für einen Transistor:
Ein geringer Wasserfluss in den Steuereingang dreht den Hahn nur gering
auf, auf der Hauptstrecke kann auch nur wenig Wasser fliessen
Ein starker Wasserfluss in den Steuereingang dreht den Hahn weit auf,
auf der Hauptstrecke durch den Wasserhahn kann daher viel Wasser
fliessen.
In diesem Sinne ist der zierliche Wasserfluss am Steuereingang in einen
gewaltigen Wasserfluss auf der Hauptstrecke umgesetzt worden. Das ist
das, was die 'Verstärkung' bei einem Transistor aussagt: Wie ist das
Verhältnis von Steuerstrom zum dadurch gesteuerten Strom (Und zwar nur
auf den Transistor bezogen, ob am Hahn eine Regentonne oder ein
Wasserwerk dranhängt, dessen Abfluss du steuern sollst, wird da nicht
berücksichtig)
Wieviel Wasser aber auf der Hauptstrecke durch den Hahn fliessen kann,
hängt nicht nur von der Stellung des Hahnes ab, sondern auch davon,
wieviel Wasser deine Wasserleitung ranbringen kann. Irgendwann ist der
Punkt erreicht, an dem du den Hahn aufdrehen kannst soviel du willst, es
wird deswegen nicht mehr Wasser auf der Hauptstrecke durch den Hahn
duchkommen.