Kurze Frage zu digit Angabe

Gast #1581935
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Hallo,
ich hab mal eine kurze Frage an euch und hoffe ihr könnt mir helfen.
Ich habe einen Widerstand R=273 mit einem digitalen Multimeter gemessen.
der Fehler vom Multimeter ist angegeben mit +-(2% +3digit).
Nun habe ich ja keine Nachkommastelle.Rechne ich jetzt einfach 273*2%+3?
Hoffe ihr könnt mich kurz aufklären.

Gruß Tim
Persönliche Seite #1581964
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Vorbildlich erklärt:
http://www.elprogmbh.de/wissen/unterlagen/00000069.pdf

Soweit ich es verstehe:
Bei deinem Problem musst du zunächst den Messbereich wissen. Dann mit 
den Angaben zur Genauigkeit den absoluten Fehler für diesen Messbereich 
ausrechnen und das dann auf dein Messwergebnis anwenden, wenn du den 
relativen Fehler deines Messergebnisses haben willst.
Gast #1581979
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Hi,
wie die 2% angegeben sind weiss ich leider nicht.
Im Datenblatt steht nur bei der Spannungs bzw Strommessung v.M. 
dahinter.
Also vom Messwert.
Denke das ist bei Widerstand genauso. Der Messbereich ist LO, 2Mohm
hab auf low gemessen da ja keine spannung anliegt, ist doch richtig oder 
net?
Persönliche Seite #1581999
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Bsp. #1

Randbedingungen
273 im 0..2K Messbereich gemessen
Anzeige 0..2000 möglich

Berechnungen
+/- 2% von 2000 Ohm =  +/-40 Ohm
+/- 3digit von 2000 Ohm = +/- 3 Ohm
Absoluter Fehler: +/- 43 Ohm
Relativer Fehler: +/- 43/273 => 273 +/- 15,8 rel.%

Bsp. #2

> Der Messbereich ist LO, 2Mohm
Anzeige 0..2.000 möglich

+/- 2% von 2.000 MOhm =  +/- 0.04 MOhm
+/- 3digit von 2.000 MOhm = +/- 0.003 MOhm
Absoluter Fehler: +/- 0.043 MOhm
Relativer Fehler: +/- 0.043 MOhm/273 Ohm => 273 +/- 15751 rel.%

Anm. Beispiel #2 ist sinnlos, weil du 273 so nicht auf der 0..2.000 
Anzeige Ablesen könntest. Hat dein Multimeter einen Autorange und wenn 
ja, in welchem Messbereich war es wirklich?
Gast #1582215
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>Anm. Beispiel #2 ist sinnlos, weil du 273 so nicht auf der 0..2.000
>Anzeige Ablesen könntest.

Nicht nur Beispiel #2, und nicht nur deswegen.

Zitat aus dem Glossar der Fa. Fluke:

"Die Genauigkeit wird oft in folgendem Format angegeben: (±xx % v. Mw. 
±xx Digits). Der erste Teil gibt den prozentualen Fehler bezüglich des 
Messwerts an, d. h. er ist proportional zur Eingangsgröße. Der zweite 
Teil ist ein in Stellen angegebener Fehler, der unabhängig von der 
Eingangsgröße konstant ist. „v. Mw.“ steht hierbei für „vom Messwert“, 
und „Digits“ gibt die Anzahl der Ziffern der letzten Stelle der 
Digitalanzeige an."

Schau Dir mal daraufhin Deine "Rechnung" an.
#1582427
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Die Fehlerangabe von x%des Messbereichs hat bei Zeigermessgeräten einen 
Sinn, denn dort ist der Reibungsfehler eine entscheidende Größe und 
dieser ist als Treffgenauigkeit des Zeigers auf der Skale sichtbar, also 
in Prozent des Messbereichs anzugeben.

Bei digitalen Messinstrumenten ist der Fehlermechanismus eher in Prozent 
des Messwerts ( wegen der Teilerwiderstände und des Umwandlungsmaßstabs 
des A/D-Wandlers) plus  1,2,.. digits angebbar (wegen des 
Rundungsfehlers).

Hier würde ich den Fehler also mit 2% des Messwerts (5,4 Ohm) plus 3 
digit, also mit plusminus 8,4 Ohm annehmen.
Persönliche Seite #1582509
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Mea culpa.

Ich hatte Bsp. 1 mit angenommenen v.E. (vom Messbereichsendwert wie im 
gelinkten PDF) bereits berechnet, als es das Posting von Andreas mit der 
Frage zur Fehlerangabe und die Antwort von Tim mit v.M. noch nicht gab.

Das wolle ich als Edit für meine erste Antwort anhängen, ging aber 
nicht, weil die Forensoftware das gesperrt hatte.

Als ich das Beispiel dann als eigenen Beitrag losschickte, sah ich Tims 
Posting und habe nur noch Beispiel 2 für den 2 MOhm Messbereich fertig 
gemacht und dabei in meinem Eifer den Absatz mit dem v.M. einfach 
überlesen. Kann aber auch sein, dass das frische Putenschnitzel mit 
Kartoffeln und Milchreis bereits lockte :)

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