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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Airspeed Messung 20-50km/h


Autor: Simon Huwyler (simi)
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Salü zusammen,

hat jemand von Euch Erfahrung mit Airspeed messung oder fühlt sich aus 
einem anderen Grund berufen, Anregungen zu geben?

Folgendes will ich erreichen:

- Messung der (true) air speed
- Messbereich: 20-50km/h
- batteriebetrieben
- definierte Anströmrichtung kann vorausgesetzt werden
- Hobbyprojekt-kompatibel, also: Platinen ok, EINFACHE mech. Aufbauten 
ok, aber Spritzguss etcetc nok.
- möglichst kompakte Bauform
- Genauigkeit: Nicht soooooo hohe Anforderungen... +-20% reichen 
vermutlich
- Dynamik: Wenn's unter 5 Sekunden ist, passt's

So spontan fallen mir folgende Möglichkeiten ein:

- Flügelrad --> Selber bauen? nöööö! Kann man da was kaufen?
- Staudruckrohr --> Ist vom Geschwindigkeitsbereich gerade so an der 
unteren Grenze, was machbar ist, denke ich? 20km/h gibt halt nicht so 
viel her. Aber es gib Systeme, die das können (sollen)
- thermisch --> mein Favorit, aber nur aus 'nem Bauchgefühl heraus.

Vielleicht hat ja jemand schon zum Einen oder Andern Erfahrungen 
gesammelt und hat Tipps, bevor ich wild draurlosexperimentiere?

Gruäss
Simon

Autor: about:blank (Gast)
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Mißbrauch einer ELV-Wetterstation ?

Autor: Düsendieb (Gast)
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bei Ihbäh fertig kaufen und fertich

Autor: Düsendieb (Gast)
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Aktuell:

151 Ergebnisse gefunden für Windmesser

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Vielen Dank für die Antworten. Vielleicht noch zur Präzisierung:

Die Messdaten sollen weiterverarbeitet werden. Ich brauche also einen 
Sensor und kein Fertiggerät.

.... obwohl - man könnte ja auch eins auseinandernehmen ... resp. 
vielleicht sogar Ersatzflügelräder kaufen.

Da mach' ich mich doch gleich mal schlau.

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Als Sensor reicht n einfacher PT100 z.B.
Die Kaloriemetriesche Messung hat halt den Charme
recht klein umgesetzt werden zu können und
keine beweglichen teile zu haben, sprich kein
mechanischer Verschleiß mit recht guten Messwerten.
hab gran n Projekt realisiert bei dem so von mm/sec bis
m/sekunde gemesssen wird.
geht recht einfach, einfach ne Spannungsquelle, nen
Shunt und der PTC.
Das ganze hängst Du an ne PWM und misst halt den Strom
durch den PTC. Daraus ergibt sich seine Temperatur.
Dann noch ist-soll-vergleich und PWM-tastverhältnis anpassen,
Deine Stromaufnahme ist der Messwert ...

Ziemlich simpel, aber der Teufel steckt im Detail ;o)

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Wow, das hört sich interessant an! Vor allem die mm/s! Ist da die 
Konvektion nicht schon überwiegend?

So ungefähr habe ich mir das ansonsten auch vorgestellt.

Îch dachte dabei aber noch daran, die Temperatur des Sensors, also 
letztendlich den Widerstand - also letztletztendlich den Quozienten aus 
Spannung und strom - konstant zu regeln und dann die Leistung zu messen 
(Strom aus Shunt-Messung). Und diese Leistung dann z.B. mit der eines 
zweiten Sensors vergleichen, der in der Nähe aber im Windschatten ist, 
zu vergleichen.

Aber eben, vor diesen Details, in denen der Teufel steckt, fürchte ich 
mich ein bisschen. Deshalb dieser Post. Gut zu wissen, dass das schon 
jemand mit so einfachen Mitteln so erfolgreich hingekriegt hat! :-)

Und das mit den Flügelrädern aus Fertiggeräten ist auch 'ne Idee, die 
man weiterverfolgen sollte! Cool! Innert weniger Minuten schon wieder 
viele Anregungen gewonnen!

Merci!
Simon

Autor: horst (Gast)
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Stromverbrauch bei der Temperaturmessung? Wohl nicht so sexy...

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Wikipedia verlinkt sogar einen Artikel mit ein paar Anregungen zum 
Selbstbau ;-)

http://www.my-electronic.de.tl/Windmesser.htm

Andreas

Autor: Michael (Gast)
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horst schrieb:
> Stromverbrauch bei der Temperaturmessung? Wohl nicht so sexy...

Stromverbrauch haste immer, musst bei Temperaturmessung ja keine 100A 
verheizen, 100uA tuns auch ;)

Autor: Simon Huwyler (simi)
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@horst:
Jup.... das kann in der Tat ein Problem darstellen. Andererseits reicht 
es vielleicht, wenn ich das Ding um 2-3 Grad aufwärme? Das sollte dann 
nicht sooooo viel Leistung benötigen...

@Aferber
Ups, etwas vergass ich noch zu erwähnen: stabil muss es sein. Das Ding 
soll an einen Gleitschirm gehängt werden. Und nach der Landung wird 
draufgesessen, damit man das ganze Zeug auch wieder in den Packsack 
reinkriegt. :-) Da scheidet dieser Aufbau aus. :-)

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Simon Huwyler schrieb:
> Ups, etwas vergass ich noch zu erwähnen: stabil muss es sein. Das Ding
> soll an einen Gleitschirm gehängt werden. Und nach der Landung wird
> draufgesessen, damit man das ganze Zeug auch wieder in den Packsack
> reinkriegt. :-) Da scheidet dieser Aufbau aus. :-)

Na denn, Schnur, eine Art Mini-Fallschirm an ein Ende, eine Spiralfeder 
mit Dehnungsmessstreifen ans andere Ende. Passt sich der Anströmrichtung 
an, ist flexibel und geht daher beim Einpacken nicht kaputt (vielleicht 
die Feder in ein stabiles Röhrchen packen). Ergibt den Staudruck, dieser 
ist quadratisch zur Geschwindigkeit. 20km/h als untere Grenze dürften 
kein Problem sein, wenn Schnur und Schirm leicht genug sind.

Wenn es um Luftfahrt geht, dann brauchst du aber auch noch die 
Lufttemperatur und den (statischen) Luftdruck, ansonsten erhältst du nur 
IAS und nicht TAS. Eigentlich allen (selbstbaubaren) 
Anemometer-Varianten ist gemeinsam, dass sie die Geschwindigkeit nur 
indirekt über den Massenstrom messen. Dieser ist aber eben nicht nur von 
der Geschwindigkeit, sondern auch stark von der Dichte der Luft 
abhängig, weshalb du die anderen Grössen auch brauchst. Zusätzlich 
verändern diese sich auch während des Fluges ständig, also ist nichts 
mit statischer Kalibrierung.

Andreas

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Hey,

ich würde mir erstmal überlegen was der Klassiker Pitot-Rohr kann.

Laut Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Pitotrohr gilt:

v^2= 2*(p_dyn - p_stat) / rho

Fangen wir mal mit der Luftdichte an: Bei 20°C beträgt sie: rho = 
1,2kg/m^3

bei 20km/h haben wir nach Umrechnung in SI-Einheiten:

delta_p_min = (20/3.6)^2 * rho / 2 = 18,51 Pa *1000/100000 = 0,1852mBar
delta_p_max = (50/3.6)^2 * rho / 2 = 115 Pa * 1000/100000 = 1,1574mBar

So, ich habe mal nach nem Sensor geschaut, der einen digitalen Ausgang 
hat. Ich habe bei Sensortechnics was gutes gefunden.
Sensortechnics HCLA02X5DU für schlappe 66€. Der hat einen Bereich von 
0-2.5mbar und hat einen digitalen Ausgang.

http://www.sensortechnics.com/download/DS_Standard...

So, jetzt nochmal schnell nachrechnen wie groß die 
Geschwindigkeitsauflösung wäre:

Der Sensor hat 12bit Auflösung, also haben wir eine Druckauflösung von
2,5mbar / 4096 = 0,614µbar.

Wenn wir das jetzt zurückrechnen in eine Geschwindigkeitsdifferenz, 
kommen wir auf ca. 0.03km/h worst case, weil man bei der niedrigsten 
Geschwindigkeit den niedrigsten Fehler hat.

Natürlich ist das nur überschlagen rechnerisch, aber 0,1 oder 0,2 km/h 
Auflösung sollten mit Sicherheit drin sein.

Zu dem Drucksensor gehören dann noch 2 Röhrchen (Selbstbau Pitot-Sonde) 
und wenn dus wirklich genau brauchst ein Thermometer und schon steht die 
Heck'.

Grüße,

Stefan

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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P.S. ich habe die Sensoren (25mBar-Typ) schon mal benutzt um nen 
Geschwindigkeitslogger für einen Motorsegler zu bauen. Funktioniert 
super.

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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hmmm ... am Gleitschirm.
Für Turbinenrad oder Kaloriemetrisch brauchts ne
Stabile Anordnung, da bringts nix wenn der Sensor mal 90° mal 45° oder 
0° angeströmt wird, dann gibts nur Hausnummern.
Am Flugzeugrumpf ging das, aber am Wackelschirm hab ich so meine 
bedenken

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Hey, da kommen ja Vorschläge rein! Bremsfallschirm und Zug drauf 
messe.... geil! Da wäre ich nie draufgekommen! Was da problematisch ist, 
ist, dass man vor der Landung noch das Seil einholen und vor dem Start 
irgendie verstaut haben sollte, so, dass man es im Flug dann auswerfen 
kann.

Ja, denn eben noch der Klassiker, das Pitot-Rohr... wäre sicher auch 
eine Lösung. Auf jeden Fall würde sowas sehr wenig Leistung benötigen.

Zur Wabbeligkeit:
Warum ist eigentlich die kaloriemetrische Messung so von der 
Anströmrichtung abhängig? Mal angenommen, man könnte den Sensor auf 
einen punktförmigen PTC reduieren, dann wäre es doch egal, in welche 
Richtung die Wärme weggetragen wird? Und soooo weit davon wird doch ein 
einigermassen günstig positionierter realer PTC nicht sein?
Dieses Problem würde ich eher beim Pitot-Rohr sehen... oder?

Nebenbei: Sooooooo verrückt wabbelig ist ein Gleitschirm gar nicht. Wenn 
der Sensor falsch misst, während ich ich mich eh mehr darum kümmere, das 
Tuch in der Turbulenz halbwegs geöffnet zu halten, ist das nicht so 
schlimm. :-) Und in ruhiger Luft sind z.B. die Tragegurte sehr stabil 
und wabbeln überhaupt nicht rum. Immerhin ist ein Gleitschirm nichts 
anderes als eine "aufgeblasene" Tragfläche. Gegenüber dem Anströmwinkel 
ist der sogar noch wesentlich empfindlicher als ein Flugzeug, da er viel 
viel heftiger stallt und prinzipbedingt keine negativen Anströmungen 
verträgt. Wenn der Wind also nicht auf wenige Grad genau von vorne 
leicht unten kommt, geht's rasant abwärts.

Aber der ganz genaue "Anstellwinkel" des Gurtzeugs (resp. der einzelnen 
Gurte) lässt sich in der Tat nicht soooo genau vorhersagen - und 
Einstellarbeiten während des Fluges.... naja, die möchte ich auf ein 
Minimum beschränken! :-)

Eben genau das lässt mich ein wenig vor dem Pitotrohrzurückschrecken. 
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich einen kaloriemetrischen Sensor 
plusoumoins gerade an einer Tragegurte befestigen kann, und dann passt 
das, während ein Pitotrohr halt doch sehr genau nach vorne gerichtet 
sein muss.
...Allerdings verwenden käufliche Systeme genau dieses Sensorprinzip.

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Baro die zweite:

Sag mal wenn es doch eh nur nach unten geht, könnte man doch auch 
einfach ein Barometer nehmen. Die barometrische Höhenformel ist bekannt, 
Barometermodule sind sehr billig. Dann machst du einfach nur eine 
Ableitung, also dy/dt und fertig ist der Kram.
Der Charme an der Lösung ist dass es ausrichtungsunabhängig ist 
(hauptsache es geht nach unten), und es ist vor allem noch extrem 
kostengünstig zu realisieren, weils diese Baros wohl auch recht billig 
gibt!

Grüße,

Stefan

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Das wäre dann ein Vario. Dies werde ich in meinem Gerät auch haben 
(wenn's denn mal fertig wird), und ist ausserdem fast Standardausrüstung 
des GS-Piloten.

Aber mich interessiert in diesem Fall mein Airspeed, also meine 
Geschwindigkeit gegenüber der mich umgebenden Luftmasse. THEORETISCH ist 
dieser Vektor (fast) nur vom Gleitschirmtyp, der Zuladung (also wieviel 
ich über Weihnachten gefressen habe) und der Position der Bremsleinen 
(und des Beschleunigers) abhängig. Deswegen ist das "Gewabbel" auch 
nicht so doll, wie man es erwarten würde. Ob ich bei Windstille flieg 
oder in einem Orkan - die Luft wird immer mit 20-50km/h (abhängig davon, 
wie viel ich bremse) von vorne leicht unten kommen. Zumindest im 
Steady-State.
Und wenn die Luft dann zudem (ooooch, freue ich mich darauf, das im 
Frühling wieder zu erleben) noch nach oben steigt, sinke ich zwar nach 
wie vor innerhalb des Luftschlauchs, aber das Vario schreit dennoch, 
zeigt also Steigen an.

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Ui, ich sehe gerade, dass man genau Messungen bei schräger Anströmungen 
konstruktiv begünstigen kann. Hört sich doch wirklich interessant an!


Ausserdem wäre so ein Phallus-Symbol mit knallrotem "Remove before 
flight"-Präser darüber wirklich geil! :-D Boooah, wie ein richtiger 
Kampfjet! :-)

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Wo soll das Messgerät eigentlich eingebaut werden?
Oben im Schirm, an den Leinen oder am Pilot?

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Zur kalorimetrischen Messung würde ich (ohne es getestet zu haben), 
erstmal vermuten, dass ein kleiner knubbeliger PTC aus aerodynamischen 
Gründen da eher nicht geeignet ist.

Wichtig ist, dass du eine schön anliegende laminare Strömung an deinem 
Sensor hast. Der runde PTC-Knubbel wird eine relativ dicke Grenzschicht 
entwickeln, da er quasi eine Art Bugwelle vor sich herschiebt. Diese 
Grenzschicht isoliert den PTC zu einem gewissen Grad und verfälscht 
dadurch die Messung. Und selbst wenn ein PTC grundsätzlich funktioniert, 
wirst du vermutlich trotzdem darauf achten müssen, dass er halbwegs 
frontal von vorne angeströmt wird, um Abschattungs- und 
Verwirbelungseffekte durch die Anschlussdrähte zu vermeiden. Auf ein 
Grad kommt es dann natürlich nicht an.

Bessere Ergebnisse wird ein quer zur Strömung gespannter, möglichst 
dünner Widerstandsdraht liefern (natürlich kein Konstantan ;-). Da 
dieser Sensor dann aber nicht mehr kugelsymmetrisch ist, spielt es dann 
natürlich eine Rolle, aus welcher Richtung die Strömung kommt.

Andreas

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Mir fällt noch was ein:

Nimm doch nen Luftmassenmesser aus nem KFZ! Meiner war mal kaputt, 
deswegen weiß ich dass man sowas billig besorgen kann. Basiert auch auf 
dem Verfahren des Hitzdrahtaneometers, da kommt bestimmt schon was 
robust analog oder digitales raus. Jetzt wäre nur noch der 
Geschwindigkeitsbereich zu klären, in dem diese Teile messen, allerdings 
sollte man das ja überschlagsmäßig über die Drehzahl und den Querschnitt 
des Ansaugrohres bestimmen können...

Autor: Simon Huwyler (simi)
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@weinbauer
Mir wäre eine Montage möglichst unten beim Piloten am liebsten. An den 
Tragegurten zum Beispiel. In die Leinen raufhängen ginge prinzipiell 
auch, aber dann müsste man schon was mit Telemetrie machen. Da Kabel 
raufziehen wär nicht so günstig.

@andreas
Hm, jep, das leuchtet mir ein, was Du da schreibst. Naja, solange diese 
Grenzschichteffekte reproduzierbar sind, könnte man sie ja in die 
Kalibrierung mit einbeziehen. Allerdings stelle ich mir das in der Tat 
schwieriger vor als z.B. mit einem Pitotrohr. Da wären wohl einige 
Ungewissheiten weniger im Spiel.

Einen Draht ziehen ist schon möglich, aber der müsste wenn schon entlang 
einer Leine verlaufen, was wieder genau nicht das ist, was wir wollen. 
Quer zu den Leinen... nö. das reisst mir dann jedes Mal, wenn der Schirm 
mal wieder in der Luft zusammenklappt. Geschweige denn beim Start und 
überhaupt beim Handling.

Autor: Mario M. (mariom)
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Staudruckrohr könnte klappen, habe da mal einen Ansatz gewagt gehabt:

http://sites.google.com/site/mauererm/pitotrohr

Nur so als Anregung.

Gruss

Autor: Gast(NL) (Gast)
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Ich habe mal experimentiert mit Ultraschall 40kHz. Das gibt ein 
Wellenlänge von etwa 8 milimeter.
Sender war vertikal aufgestellt und strahlte gegen ein parallel Platte 
auf distanz 8 mm. Ich versuchte damit ein Rundstrahl in der horizontale 
ebene zu erreichen.
Links und Rechts auf gleiche abstand (etwa 40 mm) hatte ich 
ultraschallemphanger (nach oben weisend!) aufgestellt. Uber der 
empfanger war ein Kapsel mit Schlitz von 2mm. Das entspricht 1/4 
wellenlänge. Normalerweise ist der durchmesser vom Empfanger etwa 10 mm, 
wodurch quer auf der Strömung kaum etwas empfangen wird, aber mit der 
2mm Schlitz geht es doch! Mit dieser Konstruktion wurde also ein 
Unzerstörte Strömung in der Messebene erreicht.
Mit der Sender gesteuert auf 40Khz könnte ich mit Oszilloskop phasen 
differenz messen. Also ist mit einfachen mitteln ein Dopplermessung 
möglich. Mann braucht keine mechanische Teile, ein weiteres Vorteil ist 
das luftgeschwindigkeit direct gemessen wurde. Ein Druckmessung ergibt 
ja wenig auflösung bei niedrige eschwindigkeiten. Zum beispiel: das 
öffnen von das Fenster wurde mit meine experiment Doppler klar 
registriert...
Mit 2 extra Empfänger hat mann ein X-Y Messmögligkeit, also auch 
Richtung.
Ich wäre froh wenn einer mit diese Idee eine einfache Doppler bastelte. 
Das könnte ein schönes Elektor Projekt werden...

Bitte, entschuldige mein Hollandisches Deutsch :))

Autor: Gast(NL) (Gast)
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Ultraschall Professional system:

http://www.biral.com/met/wind/wh100.htm

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Mann, schlaft Ihr eigentlich auch mal?? :-)

Hm, Ultraschall? Das schloss ich von vornherein aus - war wohl etwas 
voreilig! Hört sich sehr interessant an!
Theoretisch würde bei der Dopplereffekt-Messung (eher noch als bei der 
Phasendifferenz-Messung) ein einzelner Empfänger genügen, oder?

Das Pitot-Rohr sieht aber auch wirklich cool aus! Mannomann, da eröffnen 
sich ja Möglichkeiten.... Endlich wieder mal an 'ner Drehbank stehen... 
:-)

Wie gross ist denn so ein KFZ-Luftstrommesser?

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Ups, Doppler-Messung... der Sender rennt dem Schall nach und staucht 
ihn. Der Empfänger rennt ihm davon und streckt ihn wieder. Ohne es 
durchgerechnet zu haben, denke ich, dass sich die Effekte nicht ganz 
aufheben, aber näherungsweise schon.

Wie meinst Du das mit "Doppler"? Hast Du auch Frequenzen ausgewertet?

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Schau mal, oben ist ein Maßstab angegeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Luftmassenmesser

Autor: Chris (Gast)
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Wenn du Speedmessung mit Ultraschall mit nur einem Sender machst, dann
brauchst du eine Entfernung von ca 50cm. Das geht problemlos, aber ich
glaube das Problem ist, daß du dabei, wenn es Regnet oder Schneit keine
Winddaten bekommst. Hingegen ein Transistor/Widerstand/Druck kannst
du gegen Regen/Schnee schützen, und hast dann da auch noch relevante 
Daten.

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Das Ding runter baumeln lassen ... naja.
Alle diese genannten Messanordnungen ob Ultraschall oder
PTC oder Staurohr haben ein Problem, sie müssen
relativ zur Gasströmung ausgerichtet werden wenn die Anordnung
sich da und dort hin dreht wirds nix gescheites .. das Ding braucht
also einen Schwanz für die Ausrichtung .. so in der Form eines
Torpedos o.Ä.
Dann nicht zu vergessen, das sind PräzisionsMessinstrumente,
bei Start und Landung Das Teil 100-200m über die Wiese
rappeln lassen werden die baldigst quittieren.

Wie wärs damit:
http://www.ebene19.de/superhartmut/muetze3.jpg
http://farm1.static.flickr.com/187/398652998_aa75444632.jpg
http://www.pufen.de/pufen/graphics_main/skigal-kl.jpg

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Naja, wenn mein GS nach 100 Metern noch nicht in der Luft ist, stimmt eh 
irgendwas nicht! :-)
Aber ansonsten stimmt's schon. Wenn schon baumeln lassen, dann müsste 
man es nach dem Start auswerfen und nach der Landung wieder einholen. 
Aber viel lieber wäre mir eine Montage an den Gurten. Da könnte man das 
Ding auch einigermassen stabil ausrichten.

Zu den Bildern: Du hast da was missverstanden! Ich brauch 'nen 
airspeed-Messer, keinen Auftriebserzeuger! :-) Und ich will ja nicht 
dauernd mit der Schädeldecke voraus fliegen. Das ist schlecht für die 
Sicht nach vorne! :-)

Autor: Gast(NL) (Gast)
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Der Hitzdraht  scheint mich (auf erster Sicht) für dein Zweck geëignet.
Weil der Reactionszeit wichtig ist sollte mann ein möglich dünsten Draht 
suchen.
Ein einzige Kohlstofffaser könnte reichen. Durchmesser ist etwa 0,01mm. 
Mit 10 m/s geschwindigkeit ergibt sich ein Reynoldszahl von etwa 5. Das 
ist ein laminaire Strömung, und von Karmann Oszillationen gibt es ab 
etwa Re=47 (oder 50 m/s), also kein Probleme in diesen Bereich.
Zu beaufsichtigen ist die Biegeradius des Fasers: bei R=5mm hat mann 
0,1% Erlängerung, und dass leitet bei nahe zum Bruch.
Aufgespannt zwischen Katrollen mit R=10 sollte reichen, und der Zugkraft 
sollte mit ein Feder auf etwa 5 gram begrenzt werden.

Siehe abteilung 4.1 (Forced convection circular smooth cilinder) von
http://www.cheresources.com/convection.shtml

Hieraus ergibt sich das Nusselt nummer. Aber unser Reynoldszahl ist 
kleiner als 10. Das heist eigentlich dass kaum einen einfluss von der 
windgeschwindigkeit merkbar ist.
Für ein 0,01 mm draht ergibt der Formular (mit PR~1):

Nu = 0,3 + 0,664x0,125 x squareroot(v)
Nu = 0,3 als v = 0 m/s
Nu = 0,56 als v = 10 m/s
Nu = 0,67 als v = 20 m/s
Nu = 0,75 als v = 30 m/s
Nu = 0,82 als v = 40 m/s

Das Nu Zahl ergibt der Wärmelieferung durch Konvektion in Verhätnis zu 
die Wärmleitfähigkeit von der luft.
Ich denke es ist schwierig ein brauchbares Messinstrument zu bekommen 
mit diese Karakteristiken.
Aber der Übung hat mich Spass gemacht..

Autor: Uwe (Gast)
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Um das ganze nochmal in Frage zu stellen:

Wie wär's denn mit GPS? - Damit lässt sich die horizontale und die 
vertikale Geschwindigkeit recht gut messen und falls gewünscht zur 
Gesamtgeschwindigkeit verrechnen - unabhängig von sämtlichen 
Umwelteinflüssen wie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, 
Verwirbelungen, Anströmwinkel etc.

Autor: Uwe (Gast)
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Ach - jetzt seh ich's: Du willst gar nicht DEINE Geschwindigkeit in der 
Luft messen, sondern die "Windgeschwindigkeit" um dich herum. - Dann 
vergiss das GPS schnell wieder :)

Autor: Gast(NL) (Gast)
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@Uwe:
Simon hat (etwas versteckt) gesagt: Das Ding soll an einen Gleitschirm 
gehängt werden.

Ich denke das gemeint ist das die Aerodynamik überwacht werden soll, und 
der ist von dem Airspeed abhangig.
Es soll richtig Airspeed gemessen werden, nicht die Geschwindigkeit 
relatiert zum festen Welt. Mann kann beim Gleitschirm ja Vor oder 
Rückwind haben.

Mit GPS lasst sich nach meine Meinug kein Airspeed messen.

Autor: Simon Huwyler (simi)
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Genau.

Letztendlich geht es eigentlich (u.a.)darum, die Windgeschwindigkeit 
(nach Richtung und Betrag über Grund) zu messen. Dazu benötige ich:

- GPS
- Kompass
- ev. Beschleunigungsmesser
- Airspeed-Messer (worum es hier geht)

Wie gut das ganze funktioniert, steht in den Sternen, aber interessant 
wäre es alleweil.
Es existieren Systeme, die den Wind anhand des Versatzes bei 
gleichmässigen 360°-Kurven berechnen können. Das funktioniert auch nur 
mit GPS. Dieses System würde halt im Geradeausflug (resp. - naja - 
viiiiieicht irgendwie - in beliebigen Fluglagen) jederzeit den Wind 
berechnen.

Aber ich gebe zu, das ganze ist 'ne rechte Spielerei. Andererseits kann 
so ein Airspeedmesser für vieles gut sein. Polarenberechnung (Leistung 
des GS), wie schon erwähnt, aerodynamische Überwachung (obwohl ich mich 
da lieber auf die Signale des Tuchs verlasse als auf ein Messgerät), ...

Grundsätzlich kann man auch auf den Airspeed-Messer verzichten. Dann 
kalibriert man das System einfach mal bei Windstille und hat dann 
zumindest im Trimmflug (ohne Bremsen und Beschleuniger) korrekte 
Messwerte. Aber eben, wenn ich zwei Liter Wasser mitführe, fliegt die 
Kiste gleich wieder etwas schneller.... eleganter wär's schon mit dieser 
zusäztlichen Info.

Autor: Gast(NL) (Gast)
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Carbon fiber data gibt es hier:
http://www.torayca.com/techref/index.html

Ich habe auch versucht eine einzige Faser direct zu messen:

Widerstandswert ist etwa 1000 Ohm pro cm lange.
(Und das stimmt im vergleich mit Toray)

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Was ich mit den Bildern anregen wollte war eine Montage
auf dem Helm z.B. :o)

Gehn wir mal von einer Blickrichtung i.d.R nach Vorne aus
könnte man auf dem Helm eigentlich ganz gut montieren.

mal weiter gesponnen könnt man ins Helmvisier dann
n head up display realisieren ;o)

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