Handsender verbessern

Gast #1583244
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Hallo zusammen,

ich stand vor dem Problem ein selbstgebautes Geraet fernsteuern zu 
wollen. Daher habe ich mir bei Conrad einen Velleman Handsender und die 
dazu passende Relaiskarte geholt.
Die Endstufe der Relaiskarte habe ich weggelassen und den pic der 
Empfaengerschaltung direkt an den avr meiner Schaltung angeschlossen. 
Soweit alles ok.
Problematisch ist jetzt nur, dass die Funkstecke durch eine Wand laeuft, 
und so die Reichweite von ca. 30m auf 1.5m gesunken ist.

Habt ihr eine Idee wie ich den popeligen Handsender ein wenig aufmotzen 
kann?
Waere es z.B. sinnvoll der Transistorschaltung eine hoehere Spannung zu 
geben um die Amplitude hochzuziehen? Oder verstimme ich damit die 
Resonanzfrequenz und das Teil schwingt nicht mehr?

Ich vermute, dass L2 die Antenne darstellen soll, in diesem Fall koennte 
ich doch C3 verkleinern und eine Drahtschleife einfuegen. Weis jemand 
wie man das berechnet?

Vielen Dank.

Manuel
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Moderator Persönliche Seite #1583293
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Manuel schrieb:
> Habt ihr eine Idee wie ich den popeligen Handsender ein wenig aufmotzen
> kann?

Eigentlich kannst du den wegwerfen.  Ehrlich.  Endstufe direkt an
die Antenne, igitt!

Das Problem ist, dass du bei einer Modifikation (wie der genannten
Änderung der Widerstände) absolut nicht voraussagen kannst, was
da alles passiert.  Zu befürchten ist, dass die Krücke dann Oberwellen
schmeißt wie sau.

Ich hoffe mal, du hast nicht mehr als 5 Euro für diesen Neuschrott
bezahlt.
Moderator Persönliche Seite #1583316
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Jörg Wunsch schrieb:
> Eigentlich kannst du den wegwerfen.  Ehrlich.  Endstufe direkt an
> die Antenne, igitt!

Um noch was Konstruktives beizutragen: im Prinzip müsstest du dem
Teil noch eine Endstufe spendieren, die dann die Antenne treibt.
Das Problem ist, dass man dann zumindest einige Dinge messen können
sollte, damit man sich hinterher sicher ist, dass man die Zulassungs-
bestimmungen wenigstens einigermaßen einhält.  Auch wenn es "nur"
433 MHz sind, so ist das trotzdem noch UHF, da ist es mit dem bloßen
posten eines Schaltplans nicht getan, der tatsächliche Aufbau
entscheidet hier alles.

Wenn das Ding nicht zu teuer war, wäre es das praktikabelste, den
ganzen HF-Teil davon rauszureißen und nur die mechanische Lösung mit
der Tastatur weiter zu benutzen.  Den HF-Teil ersetzt du dann auf
beiden Seiten durch Funkmodule à la RFM12.
Gast #1583440
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Hallo,

danke fuer eure Antworten.
Dass das Teil Schrott ist ist mir auch schnell klar geworden, da es aber 
sowieso nur alle paar Wochen gebraucht wird hatte ich keine grosse Lust 
viel Zeit daran zu verschwenden.

Den HF-Teil auszutauschen waere sicherlich das Beste, werde ich auch 
machen wenn die Halbierung der Widerstandswerte nichts bringt bzw. im 
falschen Band viel bringt :).

Einen Breitbandscanner habe ich hier rumliegen, sollte fuer einen ganz 
groben Test eigentlich reichen, oder?

Beste Gruesse,
Manuel
Moderator Persönliche Seite #1583492
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Manuel schrieb:
> Einen Breitbandscanner habe ich hier rumliegen, sollte fuer einen ganz
> groben Test eigentlich reichen, oder?

Wenn er schmalbandig genug ist, dass er nicht nur rauscht, wäre das
besser als nichts. ;-)  Du solltest vor allem die 2. und 3. Harmonische
(also 868 MHz und 1,3 GHz) im Blick behalten.  Wenn der Scanner noch
eine quantitative Aussage zulässt, um so besser.  Die Emission
außerhalb des Bandes darf offiziell 250 nW nicht überschreiten, das
sind -36 dBm.  Wenn du mal davon ausgehst, dass das Teil wirklich
+10 dBm auf 434 MHz erzeugt, müssten die Oberwellen also mehr als
40 dB schwächer sein.  Eine S-Stufe (falls du ein S-Meter hast)
sind 6 dB, es müssten also wenigstens 7 S-Stufen darunter sein.
Einfacher ist es, wenn du ein Dämpfungsglied von 40 dB an die Antenne
schrauben kannst: danach den Abstand des Scanners zum Sender so
wählen, dass das S-Meter auf Maximum ist, anschließend ohne das
Dämpfungsglied die Oberwellen messen.  Sie sollten nun keinesfalls
mehr Signalanzeige erzeugen, hoffentlich ein gutes Stück weniger.
Moderator Persönliche Seite #1583501
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Wenn ich mir's recht überlege: die 250 nW können sie eigentlich mit
dieser Schaltung nur erreichen, indem sie die Leistung auf der
eigentlichen Frequenz ziemlich niedrig halten, so bei einigen µW.

Damit bietet es sich als Prozedur an, dass du die Abstrahlung der
Oberwellen im derzeitigen Zustand zuerst misst und dann nach deiner
Modifikation unter gleichen Bedingungen (gleicher Aufbau, gleiche
Antennen) nochmal misst.

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