Gast
#1585094
Moin, gestern wollte ich einen Mikrophonvorverstärker mit einem Operationsverstärker bauen. Irgendwie bekomme ich es nie hin, dass er richtig funktioniert. Nachdem ich ein bisschen rumprobiert habe, kam aus dem Lautsprecher ein Ton. Irgendwas schien also auf Hörfrequenz zu schwingen. Wenn ich dann mit einer Hand in die Nähe von bestimmten Drähten kam, veränderte sich die Tonhöhe. Deshalb habe ich eine 'Antenne', einen etwa zehn cm langen Draht angebaut und alle Bauteile rausgeschmissen, die wohl nichts damit zu tun haben. Frequenzänderungen ergeben sich nur durch Annäherung an Drähte zwischen Diode und Verstärkereingang. Der aktuelle Schaltplan ist angehängt. Die ganze Schaltung ist auf einem Steckbrett aufgebaut. -Die Diode müsste eine GE-Diode sein, hat zumindest ein Glasgehäuse. -Der Operationsverstärker ist ein LM358N -Der Lautsprecher hat 8Ohm und 0,2W -Das Poti(Schiebewiderstand) steht auf etwa 1kOhm, ist aber nicht so kritisch. In einem bestimmten Bereich kann man damit die Frequenz verändern. -Das Netzteil ist ein stabilisiertes Steckernetzteil. -C2 parallel zur Schaltung hat praktisch keinen Einfluss, allerdings hält er die Spannung eine Zeit nach abschalten (abklemmen) des Netzteils aufrecht. Der Ton wird dann leiser, aber ändert die Frequenz nicht. Ich hoffe damit sind alle wichtigen Angaben gegeben. Mich interessiert jetzt, woher die Schwingung kommt und vor Allem, wieso ich an der Antenne die Frequenz ändern kann. Das Netzteil kann ich eigentlich als Ursache ausschließen, weil die Schaltung bei Versorgung durch den Kondensator das gleiche Verhalten zeigt. Anscheinend wirkt der Lautsprecher mit dem Kondensator als LC Schwingkreis. Aber woher kommt die Erregerschwingung? Bei einem idealen Operationsverstärker dürfte sich ja nicht tun. Es geht mir übrigens nicht darum, rauszufinden, wieso der Verstärker nicht funktioniert, es geht mir nur noch um die Funktion dieser Schaltung.
