Hi,
ist es aus technischer Sicht irgendwie problematisch, ein DECT-Telefon
parallel zu einer vorhandenen analogen Telefon-Anlage zu schalten?
Ich meine damit jetzt nicht so Sachen wie Mithören der Gespräche oder
Komfort-Verlust(Intern-Gespräche nur zwischen Telefonen an der
Anlage)...mir geht es eher darum, wie sich solche Geräte(Telefonanlagen,
DECT-Telefone) dem Telefonnetz gegenüber physikalisch "präsentieren"
(Hochohmig?) bzw. ob irgendwelche technischen Probleme zu erwarten
sind...verhält sich die Telefon-Anlage dem Amt physikalisch gegenüber
wie ein Telefon mit eigener Stromversorgung?
Früher wurden diverse Telefone ja z.B. aus dem Telefon-Netz gespeist.
Von denen konnte man ja sicherlich nicht 100 Telefone einfach so
parallel schalten, ohne das die Spannungsquelle zusammenbrach, oder?
Könnte man heute an einem analogen Anschluss theoretisch 100 Telefone
mit eigener Stromversorgung parallel an einem Anschluss betreiben?
Hier noch mal die theoretische Verdrahtung, die ich primär zur
Diskussion stelle:
TAE-Dose(analoger Telefon-Anschluss)
|
|-> Amt-Klemme der analogen Telefonanlage -> Diverse Telefone
|
|-> DECT-Telefon
Herzlichen Dank,
Heinz
Parallelschaltung von analogen Telefonen geht selbstverständlich, wenn
man nicht auch von allen Telefonen gleichzeitig mithören und mitsprechen
will, denn dann bricht wegen der Parallelimpedanzen die Leistung
zusammen.
Es gab ja da immer Leute, die sich heimlich was bastelten, und glaubten,
sie hätten dem Telefonanbieter ein Schnippchen geschlagen.
Aber nein, die haben sich selbst ein Schnippchen geschlagen. In jedem
analogen Telefon befindet sich ein Kondensator, der auch im Ruhezustand
immer mit am Netz liegt. Er entkoppelt den Apparat gleichstrommäßig vom
Netz, koppelt ihn aber wechselstrommäßig (wegen der Klingel).
So, und genau hier handelt man sich einen Frequenzgangverlust und damit
Übertragungsqualität ein.
Kann man so machen, sinnvoller wäre es aber vielleicht, das
DECT-Telephon an die Telephonanlage anzuschließen.
Andererseits, wenn das 'ne analoge Telephonanlage ist, dann kann die
auch nicht sehr viel mehr als die bereits angesprochene AWADO.
Brr. Steinzeit das.
Hallo,
das wäre nur sinnvoll auf ISDN-Basis, dann könnte man auswählen, welcher
Apparat bei welcher von mehreren Nummern klingelt. Bei einem analogen
Anschluss gibt es aber nur eine Nummer.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:
> Hallo,>> das wäre nur sinnvoll auf ISDN-Basis, dann könnte man auswählen, welcher> Apparat bei welcher von mehreren Nummern klingelt. Bei einem analogen> Anschluss gibt es aber nur eine Nummer.>> Gruss Reinhard
Vielleicht möchte ich aber das ein Telefon gar nicht klingelt?
Oder das Faxe auch nur an das Fax gehen?
Auch eine Analoge Anlage bietet genug Spielraum für Spielereien... warum
so etwas Steinzeit sein soll verstehe ich jetzt allerdings nicht, habe
auch einen analogen Anschluss warum auch nicht... wenn man möchte kann
man sogar über DSL/IP Telefonie und passendem Router auch mit
Analoganschluss mehrere Telefonnummern haben...
Meines Wissens ist es vom Telefonanbieter nicht erlaubt, mehrere
Telefone parallel zu schalten. Das war zumindest in der Vergangenheit
so. Das verändert die Abschlussimpedanz der Leitung und kann auch vom
Anbieter ferngemessen werden. Es ist auch deshalb nicht erlaubt, damit
keine weitere Person unbemerkt mithören kann. Die Privatsphäre war/ist
auch innerhalb der Familie ein wichtiges Gut.
Richtig in deiner Anwendung ist deshalb die mehrfach angesprochene
AWADO. Hier ist es so, dass derjenige, der das Gespräch zuerst annimmt,
die anderen dann abhängt, auch ein Weitervermitteln ist nicht möglich.
Wenn du schon einen analogen Anschluss hast, dann würde ich ein altes,
vollständig ferngespeistes analoges Telefon über die AWADO parallel zur
TK-Anlage hängen. So hast du auch bei Stromausfall oder einem Defekt der
Anlage durchgehend eine problemlos funktionierende und technisch
korrekte Telefonverbindung.
AWADO z.B.:
http://www.lantronic-et.de/product_info.php?info=p601_Automatischer-Wechselschalter-AWADo-1-2--UP.html
HildeK schrieb:
> die anderen dann abhängt, auch ein Weitervermitteln ist nicht möglich.
Dein Link sagt aber:
>>Weitergabe des Gespräches:>>Die Weitergabe des Gespräches erfolgt, indem der Erste Teilnehmer seinen >>Hörer
auflegt, nachdem der Zweite seinen Hörer abgenommen hat.
Und so hat das seinerzeit bei uns auch funktioniert als wir so ein Teil
hatten...
Läubi .. schrieb:
> Vielleicht möchte ich aber das ein Telefon gar nicht klingelt?> Oder das Faxe auch nur an das Fax gehen?
Mit einem Fax bist du sowieso völlig auf dem falschen Dampfer. Eine
eigene Nummer hat das Fax an einem analogen Anschluss nicht, und über
VOIP funktioniert Faxen nicht oder nicht zuverlässig.
Selbstverständlich kann man vieles irgendwie zurechtschustern, aber z.B.
ein automatischer Faxschalter ist und bleibt Murks verglichen mit einem
Fax mit eigener Nummer.
Gruss Reinhard