Bei dieser Schaltung ist als Arbeitsweise gedacht: die Resonanzfrequenz
des LC-Kreises L,C2,C3 liegt oberhalb der Grundwelle, dann ist die
rechte Seite des Quarzes bei der Grundwelle induktiv belastet und die
Oszillatorschaltung hat keine erfüllte Phasenebedingung.
Bei der Oberwelle ist der L,C2,C3-Kreis außerhalb seiner Resonanz,
bildet aber dann eine kapazitive Belastung des Quarzes wie sie in dieser
Schaltung gebraucht wird, wegen der Phasenbedingung des Oszillators.
Die C-Last des Quarzes hängt in dieser Schaltung stark von der Lage der
Resonanzfrequenz des LC-Kreises ab, die irgendwie zwischen Grundwelle
und Oberwelle liegt.
Nur ist bei Oberwellenbetrieb die Serienresonanz des Quarzes üblich,
denn eine exakte Lastkapazität ist bei Oberwelle schwer einzuhalten.
Wenn man hohe Frequenzstabilität haben will reicht diese Schaltung, mit
einem einfachen Inverter, wohl nicht aus. Da ist wohl eine aufwändigere
Oszillatorschaltung mit diskreten Bauelementen notwendig.
Auch der Betrieb mit Kap-Dioden wird nicht so recht gehen, denn bei
Änderung von C1 oder C2 durch die Kap-Diode ändert sich das
Rückkoppelverhalten des Oszillators.