Versorgungsspannung für Operationsverstärker

Gast #1591368
Moin,

kann man für den OPA547 z.B. eine Autobatterie als Spannungsversorung 
verwenden oder muss man eine geregelte Spannungsquelle dazwischen 
schließen?

Im Datenblatt: 
http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/BurrBrown/mXyzttvy.pdf
Power Supply auf Seite 8 habe ich nichts gefunden.

Grüße,
Daniel
Gast
Dieser OP hat eine 'dual-Supply', also braucht er eine symmetrische 
Spannungsversorgung. Wenn du ein virtuelle Masse bei 6V (oder eben die 
Hälfte der Batteriespannung) erzeugst, dann funktioniert das.
Er kann eben die Ausgangsspannung immer nur bis zur jeweiligen 
Versorgungsspannung (abzüglich eines kleinen Spannungsabfalles) 
aussteuern, also min. 0.8V und max. Batt.Spg-1.5V (ungefähr).

Ich hoffe das hilft etwas weiter.

Edit: habe mich getäuscht, er funktioniert auch mit single-Supply! ;)
Gast
Daniel schrieb:
> kann man für den OPA547 z.B. eine Autobatterie als Spannungsversorung
> verwenden oder muss man eine geregelte Spannungsquelle dazwischen
> schließen?

Einen Regler halte ich nicht für notwendig, außer du willst die 
Störspannungsunterdrückung Versorgung zu Ausgang (Power Supply Rejection 
Ratio) noch verbessern. Eventuell ist aber eine Drossel und ein großer 
low ESR-Elko die bessere Wahl.

Was du auf jeden Fall brauchen wirst ist eine gute Abblockung mit low 
ESR-Kondensatoren. Die 10uF+100nF aus der Applikation/Datenblatt werden 
je nach Last wohl nicht ganz reichen.

Falls das Ganze im Auto betrieben werden soll empfehle ich zusätzlich 
noch einen Transientenschutz. Im Auto können u.U. mehr als die 60V 
auftreten die der OPA547 noch verträgt.
Gast
Danke für die Antworten.
Die Versorgungsspannung ist auf 12 V festgelegt. Die Eingangsspannungen 
des OP sind 5V und die Ausgangsspannung soll bei 9 V liegen.
Gibt es eine Formel, um die Kondensatoren für die Abblockung richtig zu 
dimensionieren?
Gast
Der Kondensator hängt im wesentlichen von deinen Stromlastschwankungen 
(Stromspitzen) der Änderungsgeschwindigkeit, sowie der Leitungslängen 
(Induktivität) ab. Die parasitären Eigenschaften des Kondensators (ESR, 
Eigeninduktivität) gehen ebenfalls ein.

Pauschal kann man sagen die 100nF +10uF aus dem Datenblatt decken gut 
das Verstärkungsbandbreitenprodukt von 1MHz des OPs ab. Größere 
Laststromschwankungen müssen je nach Zuleitungslänge (Induktivität) zur 
Versorgung (Batterie) noch mit einem zusätzlichen Elko gepuffert werden.
100-1000uF pro Meter Leitungslänge würde ich so ca ansetzen.

Gruß Anja

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 16 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.