Ein hier über das Forum erworbenes neuwertiges Multiprogrammiergerät vom
Typ TOP2049 wollte ich dieser Tage erstmalig zum Brennen einiger 2764
nutzen, was sich allerdings als unmöglich herausstellte.
Der Blank-Test erfolgte, aber bei der Adr. 0183 war Schluß mit dem
Brennen, der TOP hing fest.
Die ca. 400 geschriebenen Bytes sind eigentlich mit dem Originaldump
identisch.
In der Folge genutzte andere 2764, aber auch 27128 und 27256 werden
genauso mit Missachtung gestraft. Die selben EPROMs funzen aber
anstandslos auf einem Prommer anderer Bauart.
Die Vpp bei gestecktem EPROM gemessen, betrug die gefoderten 12,5V.
Das war die Stelle, wo ich mich dann zur Hilfesuche entschloß!
Hat jemand Lösungsansätze für mich, womit es mir u.U. gelingt, eine
Funktion wieder herzustellen und wenn ja, welche? ;-)
Hallo,
Thomas R. schrieb:
> Sind es wirklich 12.5V typen ?
Nur die 27Cxx Typen und der 27512 sind meinee Erinnerung nach sicher
12,5V Typen.
Beim 27256 gab es nur wenige Hersteller mit 21V Typen (Intel?), beim
27128 viele und ob es den 2764 überhaupt als 12,5V Typ gab, weiß ich
nicht mehr.
PS: Ach ja, die schöne C64-Zeit und die EPROM-Karten, um die wichtigen
Programme auch schnell zu starten...
Gruß aus Berlin
Michael
Also, Thomas, zu Deinen Anschüben:
- Ja, externes NT bringt keine Änderung des Problems
- Neueste SW-Version, in diesem Fall v6.20, ist installiert.
- Selbsttest? Muss ich nochmal in die Tiefen des Menüs abtauchen...
- Ja, da die gleichen EPROMS auf einem Zweitgerät anderer Bauart auch
korrekt programmiert werden - es sind A-Typen!
- Testweise an einem anderen PC den TOP drangehangen, ergab identische
Reaktion.
Ingolf O. schrieb:
> So, der self test im TopWin v6.20 bringt:> The programmer allright test!>> Diese Aussage muß ich allerdings stark in Zweifel ziehen.
der selftest beim top2049 ist eigentlich gut genug um kontakt / hardware
fehler zu erkennen.
Bid jetzt hatte nur probleme mit M5Mxxxx (oder MBMxxxx?) eproms, alls
andere ging sobald die spannug und typ gestimmt hat.
Du kanst natürlich was anderes proggen (atmega / sram ), auch wenn der
selftest gut ist, bedeutet nicht das es 100% alle eigene bauteile prüft.
Thomas R. schrieb:
> der selftest beim top2049 ist eigentlich gut genug um kontakt / hardware> fehler zu erkennen.
Na ja, die Praxis vor Ort, läßt da aber deutlich andere Schlüsse zu.
Zumal ich einen self test ohne gestecktem Referenzbauteil, also
praktisch ins Leere gehend, doch nicht allzu ernst nehmen kann.
Ingolf O. schrieb:
> Ein hier über das Forum erworbenes neuwertiges Multiprogrammiergerät vom> Typ TOP2049 wollte ich dieser Tage erstmalig zum Brennen einiger 2764> Die Vpp bei gestecktem EPROM gemessen, betrug die gefoderten 12,5V.
Welcher EEPROM Hersteller ist es denn? Ich finde beispielsweise einen
2764 EEPROM von NEC, der 21Vpp braucht.
Hallo Michael,
lass mal das Problem, dass es an den EPROMs liegt beiseite.
Erstens habe ich definitiv den korrekten Typ aus der Devicelist
ausgewählt und Zweites ließen sich ja alle EPROMS, die im TOP2049 nicht
zu brennen gingen, auf einem völlig anderen Prommer programmieren - bei
ebenfalls 12,5V Vpp.
Ingolf O. schrieb:
> Hallo Michael,> lass mal das Problem, dass es an den EPROMs liegt beiseite.> Erstens habe ich definitiv den korrekten Typ aus der Devicelist> ausgewählt und Zweites ließen sich ja alle EPROMS, die im TOP2049 nicht> zu brennen gingen, auf einem völlig anderen Prommer programmieren - bei> ebenfalls 12,5V Vpp.
Naja, es ging mir eher darum herauszufinden welchen EPROM du genau
verwendest um selbst das Original Datenblatt durchzulesen. ;)
Ich bin ganz einfach der Meinung, dass es ein Topwin Softwareproblem
ist. Ich habe auch einen Mikrocontroller, der zwar als unterstützt
gelistet ist, aber trotzdem nicht funktioniert. Es ist ziemlich sicher
ein Softwareproblem.
Derzeit bin ich dran den TOP2049 auseinanderzunehmen und eine opensource
software zu schreiben.
http://bu3sch.de/joomla/index.php/toprammer-top2049
Ein EPROM hört sich jetzt prinzipiell nicht besonders kompliziert an und
es sollte machbar sein den Programmieralgorithmus in angemessener Zeit
neu und korrekt zu implementieren.
Die Info zum opensource-Projekt hört sich ja gut an, zumal die Software
chinesischen Ursprungs äußerst mangelhaft ist, da sie eine Vielzahl
oberflächlicher Fehler enthält. Wie tief die reichen, keine Ahnung!
Ich werde mal morgen die genauen Typbezeichnungen der EPROMs hier
reinschreiben, allerdings will mir momentan so gar nicht in den Kopf,
dass Allerwelts-EPROMS älteren Ursprungs heutzutage noch Probleme
bereiten sollten...
Ingolf O. schrieb:
> Na ja, die Praxis vor Ort, läßt da aber deutlich andere Schlüsse zu.> Zumal ich einen self test ohne gestecktem Referenzbauteil, also> praktisch ins Leere gehend, doch nicht allzu ernst nehmen kann.
Ingolf,
es geht auch ohne "Referenzbauteil", aber zurück zum thema.
Die software ist nciht der hit, funktioniert aber - mindestens solange
Jungo Windriver nicht spinnt. Ich muss immer umschalten zwischen den
drivern, da ich leider zu viele geräte habe die lustigerweise immer
unterschiedliche Windriver versionen brauchen (mögliche fehlerquelle bei
dir?).
Du kannst im Config fenster die delay vergroessern, hilft beim älteren
bausteinen - die sind manchmal etwas "zäh". Ich musste einge mal
"überbraten" - also 3-4 mal den selben buffer reinprogrammieren, ohne
blank check natürlich, damit alle bits am ende passen.
Die selben eproms gingen gar nciht im Batronix Barlino, und eigentlich
durch die sehr genaue auflistung/unterstüzung der bauteiletypen sollte
der Batronix funktionieren.
Du hast den top2049 von jemande hier im Forum gekauft, ehm, sicher das
der vorhin ging? Hast du andere bausteine schon getestet ? (um den
fehler einzugrenzen).
Hallo Thomas,
speziell Deine Aussage zum Jungo kann ich als in der Tat problembehaftet
bestätigen. Ich konnte auch nicht die drei TopWin-Versionen v3.xx, v5.xx
und v6.20 parallel installieren und nutzen, und da habe ich mich
letztendlich für die neueste entschieden. Ansonsten gab´s einen
Bluescreen mit windrv6.sys-Fehlermeldung.
Den Tipp mit dem delay werde ich aufgreifen und auspobieren.
Beim Kauf (der Deal ist sicher noch nachzulesen!) des TOP2049 bin ich
gemäß der Beschreibung natürlich von einem vollfunktionsfähigen Gerät
ausgegangen!
Will allerdings auch nicht so recht glauben, dass dieses Problem
Auslöser des Verkaufes war.
Werde einen 3. Versuch starten und den TOP an einem NB mit XP betreiben,
wo ich mal die Erstinstallation mit der TopWin v5.xx vornehme.
Dann werde ich mal paar EEPROMs und Flash-ICs suchen und testen.
Las eben Deine Verkaufsofferte und das Du den TOP3100 vorliegen hast.
Dazu gleich mal die Frage, stammt der aus dem mir gen. Ebay-Shop und was
hast Du an Zoll bzw. überhaupt hinlegen müssen? Kannst auch per PN
wieder antworten! ;-)
@Michael Buesch
Die gescheiterten Brennversuche wurde mit nachfolgenden ICs vorgenommen:
- M2764AFI von ST / 3 Stück
- M2764AFI von SGS / 1 Stück
- TMS2764-25JL von TI / 2 Stück
- D2764A von Intel / 2 Stück
- Am2764ADC 1 Stück
- M27128AFI von ST / 2 Stück
- M27256FI von ST / 2 Stück
Nachtrag:
Meine aktuelle Testkombination (TOP2049 am NB unter XP und TopWin v5.93)
hat prinzipiell keine Änderung des Problems gebracht!
Allerdings ist mir ein Zusammenhang zwischen Delay und Anzahl
programmierter Bytes aufgefallen - je kürzer das Delay, um so mehr Bytes
werden gebrannt.
Bei 1ms brennt er bis ca. 0400, bei 10ms 006C.
Da die Vpp aber nicht zusammenbricht, könnte das u.U. ein therm. Problem
sein?
Ingolf O. schrieb:
>> Las eben Deine Verkaufsofferte und das Du den TOP3100 vorliegen hast.> Dazu gleich mal die Frage, stammt der aus dem mir gen. Ebay-Shop und was> hast Du an Zoll bzw. überhaupt hinlegen müssen?
nur Einfuhrumsatzsteuer 19%
> @Michael Buesch> Die gescheiterten Brennversuche wurde mit nachfolgenden ICs vorgenommen:
M27643FI
M27128AFI
NMC27C64Q
U2716-C35 (die sind wirklich alt, ceramic mit gold pins)
die habe gerade getestet mit dem top2049 und wie schon gesagt, keine
probleme gehabt (mit standard delay settings).
Ist das der den du gekauft hast ?
[Beitrag "Re: [V] Programmer Top2049"]
Ja, Thomas, das ist er!
Du schriebst ausserdem, dass Du Deinen TOP nachgelötet hast. Kann das
als generelle Empfehlung gelten oder war Deiner Montagsproduktion?
Nachdem ich den Tipp las, das Gerät zu öffnen, um Lötperlen und
Zinnreste zu entfernen, bevor Schaden entsteht, habe ich das Siegel mal
verletzt.
Ausser Staub fand ich aber nichts Bemerkenswertes, nur einige wenige
Lötungen, die nicht optimal aussehen und deswegen sicherheitshalber
nachgelötet werden. Mag aber kaum glauben, dass es das war...
Ich mag zwar sehr die topxxxx geräte, allerdings ist und war es immer
deren problem zu bestücken/löten (die machen es selber ...)
Der top3100 ist etwas besser, fpga und µC sind von hand gelötet (und
sauber), alles andere aber die übliche "top" qualität (also nachlöten).
Da du eh nicht zurückgeben kannst, löte einfach alles nach, und dann
gucken wir weiter.
Ingolf O. schrieb:
> Ebay-Shop und was> hast Du an Zoll bzw. überhaupt hinlegen müssen?
Das kommt ganz drauf an wie der Händler das verschickt. Wenn er es als
Geschenk verschickt und der Zoll es glaubt ohne es zu öffnen, dann hast
du Glück. Das ist mit Sicherheit nicht ganz legal, aber ich hab es ja
nicht in der Hand wie der Händler es versendet. :)
> @Michael Buesch> Die gescheiterten Brennversuche wurde mit nachfolgenden ICs vorgenommen:> - M2764AFI von ST / 3 Stück> - M2764AFI von SGS / 1 Stück> - TMS2764-25JL von TI / 2 Stück> - D2764A von Intel / 2 Stück> - Am2764ADC 1 Stück> - M27128AFI von ST / 2 Stück> - M27256FI von ST / 2 Stück
Ok, hast du auch schonmal mit einem anderen Bauteil wie einem Atmel
Mega8 probiert? Der sollte ohne Probleme funktionieren.
Thomas R. schrieb:
> Ich mag zwar sehr die topxxxx geräte, allerdings ist und war es immer> deren problem zu bestücken/löten (die machen es selber ...)>> Der top3100 ist etwas besser, fpga und µC sind von hand gelötet (und> sauber), alles andere aber die übliche "top" qualität (also nachlöten).>> Da du eh nicht zurückgeben kannst, löte einfach alles nach, und dann> gucken wir weiter.
Ich kann bestätigen, dass out-of-the-box sehr viele kalte Lötstellen in
meinem TOP2049 vorhanden waren.
So, ich habe mal schnell den Algorithmus fuer den m2764a mit 12Vpp in
toprammer zusammengeklöppelt.
Ich habe wie gesagt kein solches EPROM. Deshalb kann ich es auch nicht
testen. Aber ich habe die Signale kurz im Scope geguckt und es schaut
recht OK aus.
Also wenn du es ausprobieren möchtest:
Download von toprammer mit GIT:
git clone http://git.bu3sch.de/git/toprammer.git
Dann zum Auslesen des EPROM:
./toprammer -b ./bit/m2764a.bit -B -V2 -e eprom.img
Zum Programmieren:
./toprammer -b ./bit/m2764a.bit -B -V2 -E eprom.img