Ich habe hier noch 8 alte Mainboard´s von alten PC´s lohnt es sich die
auszuschlachten oder ist die arbeit umsonst?
Aus was für geräten lohnen sich die Platinen eigentlich sonst noch zum
ausschlachten?
Hab ich auch mal gemacht, war aber nur vergeudete Zeit weil man
sich dann noch die Mühe machen muss beschriftete Sortimente
anzulegen. Man kann höchstens die Baugruppen ca. 10Jahre aufheben
für den Fall das man mal das eine oder andere Teil benötigt.
Ansonsten ist das ganze für die Tonne.
Was sich lohnen könnte sind Transformatoren, Motoren, Displays, eben
alles was gut und teuer ist weil die in der Bucht scheinbar noch ein
bisschen gutes Geld bringen die man dann in ordentlich sortierte
Bauteile investieren kann oder einfach komaversäuft.
Thisamplifierisloud schrieb:
> Batterie-Sockel kann man immer mal gebrauchen.> Ist leicht auszulöten.
Wofür braucht man denn ne 3V Batterie?
Ich nutze immer den Strom vom USB Port bzw. vom Netzteil.
Trafos, Display, Stecker, DC-DC Converter sind das was ich aus solchen
alten Dingen herausholle. Lohnt sich oftmals aufm Flohmarkt nach alten
Geräten ausschau zu halten um dann für 2€ an den Trafo zu kommen.
Von der Rückseite her mit nem Heißluftgerät die Platine erhitzen, damit
krieg ich aus nem Mainboard fast alle Komponenten innerhalb von 10 min
raus, selbst PCI/ISA-Slots.
Aussortieren kann man die Bauteile dann immer noch.
;-)
SMD-Kondensatoren und -Widerstände. Die Arbeit, diese zu säubern,
ausmessen und sortieren ist zu aufwändig. Kauf Dir lieber welche im
1000er-Pack neu.
Da bist Du dann auch sicher, dass sie noch funktionieren.
Auch würde ich keine Elkos auslöten. Die sind meist schon am Ende ihrer
Lebenszeit angelangt.
Was aber immer interessant ist, sind ICs (wenn es Datenblätter dazu
gibt). Auch alles um die Schaltregler herum ist nett (Transistoren,
Drosseln).
>Welche teile von einem PC Mainboad lohnen sich denn überhaupt nicht
Die Spezialchips die da drauf verbaut sind, sind zu hundert Prozent
Kundenspezifisch und Datenblätter gibts dafür sowieso nicht.
Würde nur Sinn machen wenn man Teile für ein IDENTISCHES Board benötigt.
"Transformatoren, Motoren,"
Urgggs, das ist genau das Zeug was viel Platz zum Lagern braucht....
aber auf einem PC Mainboard eh selten zu finden ist....
"Die Spezialchips die da drauf verbaut sind, sind zu hundert Prozent
Kundenspezifisch und Datenblätter gibts dafür sowieso nicht."
Das stimmt nicht immer. zB Spannungsregler, Flash, Clockchips, 74er
Logik lassen sich hier und da finden....
"Auch würde ich keine Elkos auslöten. Die sind meist schon am Ende ihrer
Lebenszeit angelangt."
Jein, mit ESR-Messer machts Sinn, sonst nicht. Da sind doch mitunter
hochwertige zu finden....
"SMD-Kondensatoren und -Widerstände. Die Arbeit, diese zu säubern,
ausmessen und sortieren ist zu aufwändig. Kauf Dir lieber welche im
1000er-Pack neu."
Auf die Weise kann man sich aber ein ziemliches Sortiment an Werten und
Baugroessen anlegen... Und saeubern kann man die beim Einbau.
faustian schrieb:
> "SMD-Kondensatoren und -Widerstände. Die Arbeit, diese zu säubern,> ausmessen und sortieren ist zu aufwändig. Kauf Dir lieber welche im> 1000er-Pack neu.">> Auf die Weise kann man sich aber ein ziemliches Sortiment an Werten und> Baugroessen anlegen... Und saeubern kann man die beim Einbau.
Ja, das unvollstaendig ist, evtl ein Bauteil oder zwei pro typ enthaelt
und deren genaue Eigenschaften voellig im verborgenen bleiben...
Gruesse
Marvin
>Ja, das unvollstaendig ist, evtl ein Bauteil oder zwei pro typ enthaelt>und deren genaue Eigenschaften voellig im verborgenen bleiben...
Der typische Bastler braucht im allgemeinen keine genauen Eigenschaften.
Und wenn doch, dann kann man sich paar genauere Teile aus dem
bestehenden Sortiment ausmessen. Und wenns um ganz spezielle
Eigenschaften geht (Temperaturgang, Kohle oder Metallschicht, oder was
weis ich), dann kann man sich ja was kaufen.
Selbst wenn man sich so die bei Reichelt/Conrad üblichen Sortimente
kauft, sind die nicht unbedingt als komplett zu bezeichnen, denn am
unteren und oberen Rand der Werte-Skala werden dann schonmal gern ein
paar Werte weggelassen, so daß z.T. manchmal noch nichtmal die E6-Reihe
so richtig komplett ist.
Und welcher Bastler braucht schon 1000er Einheiten pro Wert - die wird
er womöglich in seinem ganzen Leben noch nicht mal bei den gängigsten
Werten brauchen, es sei denn, er hat solch ein spezielles Projekt, was
gleichmal eine Handvoll eines bestimmten Typs braucht.
Wenn man sich mal die Teile zusammenrechnet, die so ein PC-Board hat,
dann kommt man bestimmt lässig auf einige 10,-€, die man sonst beim Kauf
hinlegen müsste, vor allem, wenn man auch was mit den etwas
PC-spezifischeren Teilen was anfangen kann.
Ich kombiniere beides - Streifen und Schuettgut ;) Und ein umfangreiches
Sortiment SMD-Zeug nimmt nicht mehr Platz weg als zwei mittelgrosse olle
Trafos ;)
Früher habe ich die Boards auf den Halogenscheinwerfer gelegt und den
ganzen SMD- Kram einfach abgepinselt. Meist ist es aber einfacher, die
Teile nach Bedarf auszulöten, weil man dann alles noch schön
übersichtlich auf dem Board findet. Wer hat schon Muße, in einem
Häufchen SMDs nach einem Wert zu suchen...
Meine Strategie:
-Boards liegen auf einem Stapel als Lager
-Beim Bestücken von Platinen löte ich mir passende
Teile(und dabei gerade Elkos und Tantals) vom Board
-Stiftleisten und Sockel von ISA bis HDD, auch die Fassungen für Cache-
und Ram aus alten 286ern werden mit dem Halogenscheinwerfer ausgelötet
- Chips habe ich bisher nicht verwenden können
SMD- Widerstände sind bequemer aus dem Sortimentkasten zu verarbeiten.
Vom Versuch, ein SMD- Kondensatoren- Sortiment zu erwerben, hat mich
Pollin abgebracht mit den vielfach bekannten 2 Werten auf 2 Rollen :-{
ulf.
der illegale Müllweiternutzer.
PLL, Quarz, Mosfets, den Prozessor (goldanteil, nostalgie, meine
Prozessorsammelung), die Rams, eventuell ein paar lowesr Elkos.
Mit dem Heisslufön geht das ganz schnell, empfindliche Bauteile (Elkos)
auslöten.
Es gibt ganze Heerscharen von Kindern in Afrika, die unsere alten
Mainboards ueber einem kleinen Epoxyfeuerchen (goldigbraun-)roesten und
die Teile abkloppen. Abgesehen davon, dass sie durch einatmen die Luft
wieder von Schwermetall und Plstikabbrand reinigen, kommen sie so
vielleicht auf 50cent Verdienst pro Tag. ...
> Aus was für geräten lohnen sich die Platinen eigentlich sonst noch zum> ausschlachten?
Sehr lohnenswert wären Platinen als alten Induktionsherden, allerdings
wird man die noch kaum finden.
Da steckt alle Mögliche drauf: Starke und zugleich schnelle IGBTs,
hochstromfeste Kondensatoren, Spulen, Kühlkörper, schnelle Optokoppler,
usw.
Ansonsten hängt es auch davon ab, welche Bauteile man brauchen kann.
Als reiner Schwachstrom-Elektroniker wird man mit den
Ferrit-Übertragern, Leistungstransistoren und dem Zeilentrafo aus einem
alten Fernseher wohl wenig anfangen können.
Wenn man aber doch ab und zu mal mit Schaltwandlern oder
Schaltnetzteilen experimentiert, sind insbesondere die Ferritkerne ganz
nützlich.
Nur nebenbei:
Solche Ferrit-Übertrager kann man praktisch immer auseinanderbauen, wenn
man sie ca. für eine halbe Stunde in Wasser kocht. Das lässt den Kleber
weich werden und man kann die Kernhälften auseinanderziehen.
Aber bitte keinen Topf ö.ä. nehmen in dem noch Lebensmittel zubereitet
werden sollen...
Ich nehme dafür immer einen alten Wasserkocher.
Meiner Meinung nach auch lohnenswert sind alte PC-Netzteile zum
Ausschlachten: Da stecken Leistungstransistoren oder Power-MOSFETs drin,
natürlich Ferrit-Übertrager, ein Schaltnetzteil-Controller (meist
TL494). Netzfilter, Elkos, etc.
Platinen mit irgendwelchen CMOS- oder TTL-Logik-Chips kann man auch
immer aufheben: Diese Teile sind zwar nicht teuer, aber meist braucht
man genau einen als Ersatzteil zur Reparatur von irgendeinem Gerät, den
man nicht in seinem Teile-Sotriment hat. Und wenn man dann kurz davor
eine Platine mit so einem Bauteil weggeschmissen hat, ist das ärgerlich.
Dazu kann man das mit dem "Welche Platinen lohnen sich zum
Ausschlachten" gar nicht so allgemein sagen:
Wer 1000€ im Monat für sein Hobby Elektronik ausgibt, wird sich wohl die
meisten Bauteile in großer Stückzahl gekauft haben und braucht die Teile
aus alten Platinen nicht (es sei denn ,sie sind wirklich übermäßig
wertvoll).
Für einen Bastler, der von Hartz IV lebt und vielleicht 20€ im Monat für
Elektronik ausgibt, oder für Schüler/Studenten, die auch nicht so viel
Geld zur Verfügung haben, sind alte Platinen aber eine nützliche Quelle
für alle möglichen Bauteile.
So unterschiedlich kann das sein...
Ich baue sehr viele Teile aus alten Platinen aus (ich bin Schüler), auch
eher wertlose Teile wie Widerstände und Kondensatoren.
Insbesondere die 100nF-Kondensatoren finden sich in großen Mengen auf
alten Platinen. Und warum soll ich die wegschmeißen und für immerhin ca.
5 Cent pro Stück neu kaufen, wenn ich sie doch in ca. 15-30s pro
Kondensator ausgelötet habe?
Basteln ist doch keine Akkord-Arbeit, vor allem soll es Spaß machen...
Auch ich bin ein großer Fan von "Schlachtfesten". Ich glaube, daß ich
noch
keinen Transformator, keine Grätzbrücke, keine 7-Segment-Anzeige und
keinen
Kühlkörper gekauft habe. Das erspart mir eine ganze Menge Scheine und
Münzen.
Eine Heißluftpistole leistet mit dabei gute Dienste.
Weiterhin hat man kostenlose Übungsstücke, um das Einlöten von
"vielbeinigen" SMD-Schaltkreisen zu üben.
Ein anderer Beweggrund ist, daß man heute kaum noch Ladengeschäfte in
der Nähe hat und viel Geld für Versandkosten drauf gehen würde.
Markus F. trifft mit seinem Artikel den Nagel auf den Kopf.
MfG Paul
"der illegale Müllweiternutzer."
PROST!!!!
"Insbesondere die 100nF-Kondensatoren finden sich in großen Mengen auf
alten Platinen. Und warum soll ich die wegschmeißen und für immerhin ca.
5 Cent pro Stück neu kaufen, wenn ich sie doch in ca. 15-30s pro
Kondensator ausgelötet habe?"
Das Ausloeten geschieht im wahrsten Sinne des Wortes beim Ausloeten
groesserer Teile von selbst, das Sortieren ist der Aufwand ;)
Es lohnt sich eher wegen der 1uF bis 10uF Keramiken, die sind noch nicht
ganz so billig als Neuware....
Bei alten Computer Mainboards sind auch die Stecker interessant:
USB - Buchsen
PS/2 - Buchsen: sehr schön wenn man alte tastatur killt dann hat man für
eigene Projekte schöne steckverbindungen.
ISA/PCI - Stecker
etc...
Alte Mainboards nutze ich kaum als Bauteilelieferant. Da löte ich nur
die Batterieehalter aus und gelegentlich die Elkos wenn ich mal wieder
einen brauche.
Wo es sich lohnt, etwas mehr Arbeit zu investieren sind Geräte, die in
größeren Stückzahlen als E-Schrott anfallen und die brauchbare oder
exotische Bauteile enthalten.
Hatte letztens einige zig Netzteile aus denen ich große NTC's (2Ampere),
Steckverbinder, FET's und dazugehörige Freilaufdioden samt Kühlkörper
und 400VA Ringkerntrafos in größeren Mengen extrahiert habe. Bei solchen
Sachen lohnt es schon mal den Lötkolben anzuwerfen finde ich.
Auch interessant waren die Uhren die von diesen Netzteilen versorgt
wurden. Da fanden sich die selben Steckverbinder wie auf den Netzteilen,
VFD's und einige "Kleinigkeiten" wie Überspannungsableiter und kleinere
NTC's.
Alles in allem würde ich sagen, das es sich (für mich) erst dann lohnt,
wenn ich Bauteile in größeren Mengen bekomme die ich dann einsortieren
kann, ohne 'ne Schachtel für ein einzelnes Bauteil zu benötigen.
Standardbauteile kauf ich mir lieber im Versand, da weiß ich, daß sie in
Ordnung sind. Für mich lohnt da der Aufwand des Auslötens nicht.
Frank
Eine eigene Frage?
Dieser Thread ist über 16 Jahre alt.
Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.