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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Umbau Wecker


Autor: anbi (Gast)
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Hi, ich bin absoluter Elektronik-Laie, und suche daher hier eine Lösung 
für mein Problem:

Ich möchte in exotischen Ländern nicht auf einen digitalen Wecker 
verzichten, der die ganze Nacht leuchtet und mit einer Batterie 
angetrieben werden soll.

Soetwas scheint es nicht zu geben. Jedenfalls habe ich mir einen 
Billigwecker gekauft, angegeben war Batteriebetrieb. Allerdings habe ich 
erst bei dem Öffnen der Packung gesehen, dass das Gerät nur mit 220V 
funktioniert und die 9 V Batterie "nur" als Ganghilfe funktioniert, z.B. 
als Überbrückung bei Stromausfall.

Kann ich den Wecker theoretisch so umbauen, dass er nur mit der 9 V 
Batterie funktioniert (ich also das Stromkabel entfernen kann) und die 
ganze Nacht der Wecker die Uhrzeit anzeigt? Da meine Reisen 2 Wochen 
nicht übersteigen, müsste eine Batterie doch ausreichen.

Vielen Dank für eine Antwort.
Anbi

Autor: Wegstabenverbuchsler (Gast)
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Umbauen wird "man" den schon können (ob du das als Laie kannst weiß ich 
nicht).

Die reine Schaltungslogik wird sicherlich nicht mit 230V laufen, sondern 
auch auf 9 V = oder 12 V= runter transofrmiert werden.

> Da meine Reisen 2 Wochen nicht übersteigen,
> müsste eine Batterie doch ausreichen.

Naja, den Stromverbrauch kann man ja messen auf der Ausgangsseite des 
Netzteils. Un die Kapazität eines Akkus oder einer Batterie kan man auch 
ermitteln, um damit das "müßte" ganz schnell zu widerlegen oder zu 
bestätigen.

Autor: Christof Rieger (Gast)
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Prinzipel kann man schon einen Batteriebetrieb bastel wenn man das Gerät 
öffnet und weiß was man tut. Nur verbrauchen die Leuchtanzeigen sehr 
viel Strom. Ich glaube eine 9V Blockbatterie würde nicht mal die Erste 
Nacht überstehen.

LG Christof

Autor: MegaGünther (Gast)
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Bist du sicher, dass dein Wecker nicht auch mit 110V arbeiten würde? 
Solange du nicht mitten im Dschungel umherreist, ist doch fast überall 
eine Steckdose vorhanden. Wie schon geschrieben wurde, wird ein Wecker 
der ausschließlich mit einer 9V Blockbatterie betrieben wird, mehrere 
LED-7-Segment Anzeigen wohl kaum über mehrere Tage betreiben können....

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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mal eben schnell im Kopf überschlagen:

2,5V  5 mA  32 Segmente [4 sieben-segment + 2 Punkte] macht 400 mW die 
die Anzeige schluckt

mal schnell die Wikipedia unter dem Schlagwort "Batterie" nachgesehen:

Kapazität in mAh Zink-Kohle 9 V Block: 190…330
Kapazität in mAh Alkali-Mangan 9 V Block: 500…600

macht also (wenn ich 400 mAh rechne) ca. 1 Stunde Batteriebetrieb aus.

Selbst wenn meine Abschätzung zum Stromverbrauch um das doppelte zu hoch 
wäre (davon gehe ich mal selbst bei Multiplexbetrieb nicht aus), und 
selbst wenn da immer nur die Hälfte aller Segmente leuchtet (das kommt 
durchschnittlich vermutlich hin) ergibt das nur eine Streckung von 
Faktor 4 (also 4 Stunden).


Wenn du das also mit Batterien betreiben möchtest für 14 Tage, dann 
brauchst du blos (24 / 4) * 14 = 84 Stück 9-Volt Blöcke auf deine Reise 
mitzunehmen.

Dann velleicht doch die "dicken" Mono-Batterien als 
Alkali-Mangan-Ausführung, die können bis zu 20.000 mAh (haben also bis 
zur 50-fachen Kapazität gegenüber dem 9V Block!). Davon bräuchtest du 
dann nur 2 Stück von  mitnehmen.

Autor: Winfried (Gast)
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Eine sparsame LED-Anzeige wird vielleicht 60mW brauchen, macht nach 24 
Stunden 1,4Wh. Eine 9V Batterie hat etwa 5Wh, das reicht dann 3,5 Tage. 
Diverse Verluste eingerechnet, sind es vielleicht nur 2 Tage.

Bei nicht stromsparoptimiertem Design wird schon nach wenigen Stunden 
die Batterie leer sein.

Fazit: Mit einer 9V Batterie kommst du nicht weit.

Autor: Hans O. (piwibit)
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anbi schrieb:
> ich bin absoluter Elektronik-Laie

Nicht böse gemeint, aber mein Rat:

Schritt 1: Nimm deine Uhr
Schritt 2: Bringe sie dem Verkäufer zurück,
           weil sie nicht wie angegeben auf
           Batteriebetrieb funktioniert.
Schritt 3: Kaufe einen Wecker, der Deinen
           Anforderungen entspricht.


Guts nächtle
Hansemann

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Hans O. schrieb:
> anbi schrieb:
>> ich bin absoluter Elektronik-Laie
>
> Nicht böse gemeint, aber mein Rat:
>
> Schritt 1: Nimm deine Uhr
> Schritt 2: Bringe sie dem Verkäufer zurück,
>            weil sie nicht wie angegeben auf
>            Batteriebetrieb funktioniert.
> Schritt 3: Kaufe einen Wecker, der Deinen
>            Anforderungen entspricht.

zu 3. den wird es wegen des Stromverbrauchs nicht geben...

Irgendwo gab es mal übliche Funkwecker mit Bewegungsensor, sowas könnte 
ein Kompromiss sein.
Aber unbedingt fragen, ob sich das Teil auch von Hand stellen läßt, 
DCF77 dürfte da auch nicht zu empfangen sein...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Michael U. schrieb:
> zu 3. den wird es wegen des Stromverbrauchs nicht geben...

Ich habe mal einen solchen besessen. Allerdings auch mit "Work-Around":

Die Zeit wurde zwar staendig auf den 7-Segment-Anzeigen angezeigt, 
jedoch so dunkel dass es wirklich nur nachts zu sehen war. Auf 
Tastendruck kam man dann in den Genuss der vollen Helligkeit. Ist ewig 
her, aber ich meine mich erinnern zu koennen dass das Dingen 6 Mignons 
haben wollte. Es gab auch mal so LED-Retro-Armbanduhren, die aehnlich 
funktionierten.


Nun hat der TO ja nur von einem "digitalen Wecker" gesprochen, LCD mit 
Hintergrundbeleuchtung muesste ihn demnach eigentlich auch zufrieden 
stellen. Und das sollte man auch ueber 2 Wochen mit Batterie hinkriegen.


> Irgendwo gab es mal übliche Funkwecker mit Bewegungsensor, sowas könnte
> ein Kompromiss sein.

Die kenne ich wiederum nur mit Bewegungssensor um den Alarm 
abzuschalten. Klingt aber nach einer guten Idee... Und dann gibt es ja 
noch diese Wecker, die anhand von Bewegungen die Schlafphase erkennen 
wollen um nicht ausgerechnet in einer Tiefschlafphase zu wecken. Wie die 
das mit der Beleuchtung handhaben weiss ich aber auch nicht. ;)


Volker

Autor: anbi (Gast)
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Hallo, allen die sich die Mühe gemacht haben, mir eine Antwort zu 
schreiben, herzlichen Dank. Die Berechnungen fand ich schon interessant!

Michaels Tipp würde ich gerne beherzigen, es gibt aber keinen Wecker, 
der batteriegetrieben, die komplette Nacht leuchtet (und ich brauche ihn 
nur nachts).

Da es aber anscheinend keine einfache und schnelle und auch billige 
Lösung zu geben scheint, werde ich mir wohl weiterhin Adapter für den 
Stromstecker besorgen und mitnehmen, denn Dschungelreisen stehen 
tatsächlich nicht an.

Nochmals vielen Dank und falls jemand noch eine Idee hat, ich werde 
regelmäßig ins Forum schauen!
Andre

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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Muss der Wecker wirklich "leuchten". Es ist ja offensichtlich, dass das 
Leuchten hier den höchsten Energiebedarf hat, nicht von ungefähr kommt 
es, dass handelsübliche Wecker mit LCD-Anzeige und "Bedarfsbeleuchtung" 
eine Laufzeit von Monaten bis Jahren haben.

Wenn das Leuchten ein Muss ist, sollte man wenigstens eine getrennte 
Stromversorgung für die Uhr und für das Licht haben. Sonst muss man bei 
dem häufigen Batteriewechsel ständig die Uhr neu stellen, auch lästig. 
Sowas gibt es vielleicht nicht von der Stange, klingt aber nicht 
beliebig kompliziert. Dann noch fünf Kilogramm Mignonbatterien 
eingepackt und los gehts. Wenn im Zielgebiet die Sonne scheint, wären 
vielleicht Solarzellen eine Lösung, um die Menge der zu 
transportierenden Batterien zu begrenzen ;-)

Autor: Winfried (Gast)
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Nimm einen normalen LCD-Wecker und beleuchte die Anzeige von außen mit 
einer hocheffizienten weißen LED, die z.B. bei 1mA schon hell genug ist. 
Das sind dann ungefähr 4mW, womit eine 9V Zelle theoretisch 1250 Stunden 
hält. Mit Verlusten vielleicht noch 1000 Stunden.

Autor: Winfried (Gast)
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Nachtrag: Auch ein normaler Analogwecker geht natürlich, den du so 
beleuchtest. Der wird sogar noch besser zu erkennen sein.

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