Signal auswerten

Gast #1601211
Hey Leute, ich hab folgendes Problem.

Ich will von einem BMW e36 den Tankfüllstand auswerten. Und ich will 
nicht unbedingt den µC an den Tankgeber selber anschließen. Von daher 
hab ich gedacht, ich schließe den µC an den Digitalen Ausgang an, der 
zum Bordcomputer führt.

Das Signal ist nur sehr komisch.

Bei 15.7 Litern kommt folgendes Signal raus:


Bei 9,6 Litern das hier:

Weiß jemand was das sein könnte?


Danke
Gast
Ach ja ich sollte dazusagen dass ich noch eine andere Messung gemacht 
habe, und ich da bei 42ms gelandet bin :/

Wenn ich bei genau 48 ms wäre, wären alle 3ms ein Bit... dann wärs 
logisch, aber so...
Mike schrieb:
> Ach ja ich sollte dazusagen dass ich noch eine andere Messung gemacht
> habe, und ich da bei 42ms gelandet bin :/
>
> Wenn ich bei genau 48 ms wäre, wären alle 3ms ein Bit... dann wärs
> logisch, aber so...

Bei 3ms pro Bit wuerden die Laengen 42ms und 48ms schon Sinn machen, 
naemlich dann, wenn die beiden letzten Bits (dann vermutlich LSB) von 1 
auf 0 gesprungen sind. Aber Deine Zeiten pro High-/Low-Pegel sind 
allesamt nicht durch 3 teilbar... :/

Ist eine Aufzeichnung mit 1ms/Div moeglich?


Volker
Gast
Ich hab leider grade nur ein Analoges Oszi da, ich werde mal schauen das 
ich nen Logic Analyser hinhänge.
Muss mal sehen wo ich einen herbekomme, hab nur einen selbergebauten für 
den Parallelport.

Vieleicht sind es ja auch 4 Byte,wo wir dann bei 1,5 ms wären.

Aber dank dir schonmal :)
Mike schrieb:
> Vieleicht sind es ja auch 4 Byte,wo wir dann bei 1,5 ms wären.

4 Bit meinst Du, oder? Das waere aber schon reichlich wenig. 
Eigentlich reichen ja 8 Bit noch nichtmal um Dir den Fuellstand auf den 
Zehntel Liter genau anzuzeigen... Was er ja zu tun scheint...


Volker
Moderator
Wenn jedes Bit etwas 4ms dauert, klappt es mit folgender Dekodierung:
Ein High-Pegel steht für eine 1, ein Low-Pegel für eine 0. Es werden,
beginnend mit dem niederwertigsten Bit, 12 Bits übertragen. Der Wert
gibt den Füllstand in 1/20 Liter an.

[pre]
Gelesen       Gespiegelt    Hex  Dez  1/20
010111001000  000100111010  13a  314  15,7
000000110000  000011000000  0c0  192   9,6
[pre]
Gast
Das klinkt verdammt logisch, aber ich hab grad den wert 19,9 gemessen, 
und da habe ich 2ms-low 11ms-high 11ms-low 7ms-high 11ms-low

Da müsste ja 5,15 rauskommen.... das is aber zu wenig...
Gast
Hab grad gesehen, eigentlich kommt bei mir 01110011000 raus,
Also gespiegelt 00011001110, trozdem falsch, aber kann ne 
messungenauigkeit sein, kann sein, dass die 11 ne 12 ist. Dann stimmts 
nämlich.

Danke das ist echt genial was du rausgefunden hast!!!

Tausend dank!!!!
Moderator
Mike schrieb:
> Hab grad gesehen, eigentlich kommt bei mir 01110011000 raus,
> Also gespiegelt 00011001110, trozdem falsch, aber kann ne
> messungenauigkeit sein, kann sein, dass die 11 ne 12 ist.

Beim ersten High- und dem letzten Low-Impuls (beide 11ms) hast du ja
auch mit 3 Bitintervallen gerechnet (111 bzw. 000). Dann ist es ja nur
logisch, dass du auch der zweite 11ms-Low-Impuls 3 Nullbits darstellt,
so dass sich 011100011000, also die erwarteten 19,9l ergibt.

Noch etwas zu den Bitzeiten: Was ist das für eine Schnittstelle? Wenn
sie eine getrennte Taktleitung hat, müssen die Bitzeiten nicht konstant
sein, was die Abweichungen bei deinen Messungen erklären könnte. Insbe-
sondere dann, wenn das Schnittstellenprotokoll auf den Mikrocontrollern
softwaremäßig abgewickelt wird, sind die Zeiten praktisch nie konstant.
Du solltest dann mit dem Oszi auf dem anderen Kanal die Taktleitung
anzeigen lassen und schauen, welchen Zustand die Datenleitung jeweils an
den Taktflanken hat. Bei deiner eigenen Auswertung würdest du dann
natürlich ebenfalls den Takt berücksichtigen.

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