Hallo, ich habe ein Problem. Ich habe einen Drucksensor SM5420 von
Silicon Microstructures.
Zusätzlich habe ich ein STK500 von Atmel.
Meine Aufgabe ist nun, den Druck auszulesen und es auf einem LCD
anzuzeigen. Tendentiell habe ich einen Plan wie das gehen soll, aber
praktisch verstehe ich nicht, wie ich den Sensor an das Board bekomme.
Der Schaltplan zeigt 5 belegte Pins, +IN, Out+, Out-, -IN1, +IN2.
Leider sagen mir diese Bezeichnungen gar nix. Auch gibt das Datenblatt
keine weiteren Hinweise, wie ich die Pins zu verwenden habe. Sind das
eventuell irgendwelche Standards ?
Also von Schaltbild her würde ich -IN1 nd -IN2 als GND und VTG sehen.
Eine 5V Spannung soll anliegen. nur wo bekomm ich die Werte, die ich
auslesen soll ? Und in welcher Form ?
Danke für jeden Hinweis :)
Danke Axel,
Ich habe schon etwas weiter gesucht, und glaube nun zu verstehen, wie
mein Sensor funktioniert. Der SM5420 ist en piezoresitiver Sensor.
Datenblatt: http://www.amsys.de/sheets/amsys.de.sm5420%28e%29.pdf
Ich habe auch in andere Datenblätter reingeschaut, von anderen
Drucksensoren.
jedoch irritiert mich der Schaltplan. So wie ich das sehe ist dort kein
Ground, keine Erdung angeschlossen, und ich muss auf die drei IN Port
jeweils meien 5V legen. bei den beiden OUT Pins, werde ich 2
Ausgangsspannungen erhalten, die ich dann irgendwie in den vorliegenden
Druck umrechnen kann.
Oder liege ich völlig falsch ?
Nur so meine Meinung dazu, mit dem Ding ist das etwas aufwendig, da mußt
erst mal einen guten Instrumentenverstärker davor schalten, da es nur
eine Messbrücke beinhaltet, und die haben nur einige Millivolt
Out-spannung,
wirklich einfach geht mit dem MPXA4100, gibt bei Conrad, aber nicht ganz
billig, aber kommt drauf an "Was" Du messen willst,
mfg
mcnanuk schrieb:
> jedoch irritiert mich der Schaltplan. So wie ich das sehe ist dort kein> Ground, keine Erdung angeschlossen, und ich muss auf die drei IN Port> jeweils meien 5V legen. bei den beiden OUT Pins, werde ich 2> Ausgangsspannungen erhalten, die ich dann irgendwie in den vorliegenden> Druck umrechnen kann.>> Oder liege ich völlig falsch ?
Du liegst ziemlich falsch. ;)
Eingang und Ausgang haben keine gemeinsame Masse. Das entspraeche bei
einer Messbruecke ja einem wegfallenden Widerstand.
Wenn Du 5V an Pin 8 und GND auf Pins 4 und 5 legst, kannst Du zwischen
Pins 2 und 6 eine Spannung messen, die Deinem Messwert entspricht.
Volker
n+peter schrieb:
> Nur so meine Meinung dazu, mit dem Ding ist das etwas aufwendig, da mußt> erst mal einen guten Instrumentenverstärker davor schalten, da es nur> eine Messbrücke beinhaltet, und die haben nur einige Millivolt> Out-spannung,> wirklich einfach geht mit dem MPXA4100, gibt bei Conrad, aber nicht ganz> billig, aber kommt drauf an "Was" Du messen willst,
Leider hab ich nicht die Wahl welchen Sensor ich nehme. Dieser ist mir
vorerst mal vorgegeben.
Messen soll das ganze später den Absoluten Luftdruck in einem kleinen
Ultralight Flugzeug. Da Zweifel ich eh noch dran, dass der Sensor genau
genug ist. Aber das wird sich zeigen, wenn ich das Ding erst mal am
Laufen habe.
ich muss auch zugeben, dass das mein erster Luftdrucksensor ist, und ich
noch im trüben stochere.
Volker Schulz schrieb:
> Wenn Du 5V an Pin 8 und GND auf Pins 4 und 5 legst, kannst Du zwischen> Pins 2 und 6 eine Spannung messen, die Deinem Messwert entspricht.
Woher weiss man das ? Ich habe mir die Theorie zur Messbrücke
angeschaut, und hätte daraus geschlossen, dann ich 4 und 4 zu einem
Kreis zusammenschliessen muss. (Wobei ich zugeben muss, dass mir das
komisch vorkam, keine GND anzulegen.)
Ich hoffe Ihr könnt mir noch ein paar Hinweise geben, oder mir ne
Literatur empfehlen. Ich werde nun mal weiter versuchen hinter die
theorie zu steigen :)
Danke nochmals
mcnanuk schrieb:
> Volker Schulz schrieb:>> Wenn Du 5V an Pin 8 und GND auf Pins 4 und 5 legst, kannst Du zwischen>> Pins 2 und 6 eine Spannung messen, die Deinem Messwert entspricht.>> Woher weiss man das ? Ich habe mir die Theorie zur Messbrücke> angeschaut, und hätte daraus geschlossen, dann ich 4 und 4 zu einem> Kreis zusammenschliessen muss. (Wobei ich zugeben muss, dass mir das> komisch vorkam, keine GND anzulegen.)
Das weiss man weil man im Datenblatt die Messbruecke sieht. ;)
Betrachten wir den "Kreis" mal als "Quadrat". Die Bruecke steckt im
Sensor und die Pins sind an den Ecken angeschlossen (also zwischen den
Widerstaenden). Mit dem Druck aendert sich einer der Widerstaende
innerhalb der Messbruecke, was dann als Ausgangsspannung abzulesen ist.
Dahinter braeuchtest Du dann noch einen Oprationsverstaerker, der Dir
die Ausgansspannung auf 0-Vref verstaerkt.
Volker
mcnanuk schrieb:
> Vielen Dank es funktioniert.>> jetzt nur noch rausfinden, wie ich aus dem Output den Luftdruck> berechne...
Das sollte zu schaffen sein... Output ist ja linear zum Druck. ;)
Volker
hmmm muss ich davon ausgehen, dass der angezeigte Wert dem aktuellen
Druck entspricht, d.h. ich brauche einen geeichten Barometer.
Und ich muss dann in einer bestimmten Höhe den Druck kennen, und diesen
dann als Maximum nehmen. Damit kann ich dann pro 0,1 mV
Spannungsänderung die entsprechende Höhe berechnen ?
Oder kann ich da irgendwie etwas aus dem Datenblatt entnehmen. Das ist
noch sehr kryptisch was da alles draufsteht.
Wie ich schon schrieb, solltest Du einen OPV hinter den Sensor klemmen
um Dir Deinen Messbereich auf 0-Vref zu bringen. Ansonsten verlierst Du
doch viel zu viel an Aufloesung.
Und dann waere es in der Tat hilfreich, wenn Du ein Referenzmessgeraet
hast und zwei verschiedene Druecke misst und damit Deine Schaltung quasi
"eichst".
Volker
Danke Volker für deine Hilfe.
Im Prinzip brauch ich doch nur einen OPV, wenn ich das Signal dann
später an mein Atmel Board geben will. So mit meinem Voltmeter kann ich
das Signal ja schon verarbeiten.
Nur was ich nicht verstehe, wie ich jetzt von der Ausgangsspannung dann
auf den Druck, bzw später die Höhe kommen soll.
Eine frage auch noch zum Datenblatt:
Wenn da Burst Preassure : 5X steht, bedeutet das dann 5 Bar ? also 5 mal
den normaldruck ? Ich will das gute Ding ja nicht zerstören. bzw, werde
ich den Druck mittels einer Vakkuum Pumpe sowieso nur verringern. Aber
rein Interesse halber.
Ich komm mir völlig blöde vor, da mir das alles irgendwie nix sagt, aber
ich das Gefühl habe, dass für Leute die öfter damit arbeiten, das alles
total easy ist, und total klar.
Ich fange ja erst an mit Sensoren etc. Bisher habe ich mich immer nur
mit fertiger Hardware abgegeben, und habe einfach C-Programme
geschrieben auf dem STK 500. Nur jetzt soll ich eben alles alleine
machen, und fühle mich grade etwas überfordert.
Wie komm ich denn hier irgendwie weiter ?
mcnanuk schrieb:
> Danke Volker für deine Hilfe.>> Im Prinzip brauch ich doch nur einen OPV, wenn ich das Signal dann> später an mein Atmel Board geben will. So mit meinem Voltmeter kann ich> das Signal ja schon verarbeiten.
Jein. So ein Voltmeter hat ja (jedenfalls wenn es ein digitales ist)
auch einen A/D-Wandler drin. Die Aufloesung wird also auch hier mit OPV
besser.
> Nur was ich nicht verstehe, wie ich jetzt von der Ausgangsspannung dann> auf den Druck, bzw später die Höhe kommen soll.
Zuerst musst Du rausfinden, welche Spannung Du ohne Druck (also bei 0
PSI) hast. Sollten 0V sein, kann aber laut Datenblatt zwischen -35mV und
+35mV liegen. Die Spannung bei Maximaldruck ist dann Offset (Wert bei 0)
+ 100mV.
Hast Du also einen Offset von 0V und den Sensor mit 15 PSI max., dann
hast Du bei 15 PSI eine Spannung von 100mV. Misst Du 50mV entspricht das
einem Druck von 7.5 PSI... Und so weiter.. macht Sinn?
> Eine frage auch noch zum Datenblatt:>> Wenn da Burst Preassure : 5X steht, bedeutet das dann 5 Bar ? also 5 mal> den normaldruck ? Ich will das gute Ding ja nicht zerstören. bzw, werde> ich den Druck mittels einer Vakkuum Pumpe sowieso nur verringern. Aber> rein Interesse halber.
Das wird 5-facher Maximaldruck sein. Also bei der 15 PSI Version waere
der Berstdruck 75 PSI.
Volker
Volker Schulz schrieb:
> macht Sinn?
Total... jetzt hab ich es verstanden. Diesere Offset hat mich arg
irritiert.
Also wird mein nächster Schritt sein, ein Vakkumgefäß zu basteln und
meine Pumpe mal auf Hochtouren zu bringen. Mal sehen was rauskommt.
Da ich bei Normaldruck im raum 85mV gemessen habe, wird es wohl ein 15
PSi Teil sein. Aber ich werde da mal die Aufschrift prüfen. Hier war
mich nichtt klar, dass mein Sensor nur eine Range abdeck, ich dachte
irgendwie dass vielleicht alle Möglich seien. was aber im anchhinein
doch eher quatsch war.
Danke nochmals... bis zur nächsten Frage:)
Okay da kommt die Frage schon. Ich habe jetzt nochmal genau auf den
Sensor geguckt.
Erwartet hätte ich eine Aufschrift:
SM5420 - XXX - A- P- T
Wobei mir die XXX Zahl wohl sagen soll um welchen Sensor es sich
handelt.
Doch was steht drauf: SM5420 1H2001
Google sagt nix dazu grrmpf. komisch komisch.
Ich denke es ist deer 15 PSI Sensor, denn das wäre für meine Aufgabe
passend. Aber sicher kann ich da wohl nicht sein.
mcnanuk schrieb:
> Ich denke es ist deer 15 PSI Sensor, denn das wäre für meine Aufgabe> passend. Aber sicher kann ich da wohl nicht sein.
Nur wenn eine Messung bei 15 PSI 100mV ueber der Messung von 0 PSI
liegt. ;)
Volker