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Forum: Offtopic Carglas und Handydisplay


Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Gerade hielt ich ein altes Handy in der Hand - das Display hat eben 
deutliche Gebrauchsspuren. In dem Moment kam die Carglas-Werbung: 
Steinschlagschaden etc. und die Idee:

Wie wäre das - Handydisplay entfetten, Carglas-Zeugs darauf, schön 
glattfönen-- neues Display? Was meint Ihr? Was der Autoscheibe recht 
ist..

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du kannst normales Poliermittel benutzen, das hilft auch.  Das Zeug
ist fein genug, als dass es keine neuen Kratzer macht, und es
verschleift die das Licht brechenden Kanten existierender Kratzer.
(Hilft sogar für verkratzte CDs, wobei man natürlich vorsichtig
sein muss, damit man nicht die viel empfindlichere Seite mit der
Metallisierung beim Verreiben in Mitleidenschaft zieht.)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> (Hilft sogar für verkratzte CDs, wobei man natürlich vorsichtig
> sein muss, damit man nicht die viel empfindlichere Seite mit der
> Metallisierung beim Verreiben in Mitleidenschaft zieht.)

Dazu müsste man aber, wenn man die richtige Seite poliert, fast einen 
Millimeter Material abtragen.

Wenn man die falsche Seite (die mit dem Label drauf) poliert, kann 
hingegen die CD gleich in die Tonne.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus t. Firefly schrieb:
> Wenn man die falsche Seite (die mit dem Label drauf) poliert, kann
> hingegen die CD gleich in die Tonne.

Genau um die ging es, ja.  Wenn man die optische Seite polieren
will, legt man die CD natürlich mit der anderen Seite auf den Tisch.
Wenn sich dort jetzt irgendetwas Kratzendes befindet, und man
rubbelt mit einem Tuch und Poliermittel auf der optischen Seite
herum, riskiert man natürlich, dass man die Datenseite zerkratzt.

Autor: Max M. (xxl)
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Nimm zum Polieren Zahnpasta.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Max M. schrieb:

>Nimm zum Polieren Zahnpasta.

Das nicht gerade, aber es gibt durchaus sehr feine Schleifpasten, z.B. 
um Ventile im Zylinderkopf einzuschleifen. Da müßte man eben nach 
geeigneten Mitteln suchen.

Ich arbeitete mal im Service, wo auch Geräte mit sehr großer 
Plexiglasoberfläche montiert wurden. Zur Abnahmeprüfung mußte die 
Oberfläche tip top sein. Dazu gab es einen speziellen 
Kunststoffreiniger, allerdings waren die Flaschen völlig unbeschriftet. 
Deshalb kann ich nichts genaues zur Wirksamkeit sagen, aber sehr feine 
Kratzer gingen damit raus. Die Flüssigkeit war völlig klar, enthielt 
meiner Meinung nach keine Schleifmittel.

Ich nehme an, daß da wie bei PVC-Fußbodenreiniger eine hauchdünne 
Polymerschicht aufgetragen wird. Bei kräftigeren Spuren wird aber auch 
das nicht helfen.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Bei extremen Kratzern im Display hilft nur eins.

Beim Farb- oder Autozubehörhändler Schmirgelpapier holen.
( Körnung 10000 !) dann nass schleifen und anschließend polieren.

Lackpolitur reicht um anschließend den Hochglanz zu bringen.
( X mal ausprobiert. )

Autor: Günther Grundböck (grundy)
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gibt eigene minituben mit polierpasta für handys, bis zu 5€ wolln manche 
für ne 5ml tube
bei conrad gibts um das gleiche geld acrylglaspolierpaste mit 75ml 
(zumindest vor paar jahren hab nicht nachgeprüft obs die noch gibt) war 
dasselbe zeug
für auto gibts auch lack polierpaste zum entfernen von oberflächlichen 
kratzern ist bisschen gröber
zahnpasta ist etwas feiner als die acryl-polierpasten, ist perfekt für 
den letzten schliff

Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Fällt mir sehr schwer zu glauben, was ich da teilweise lese.. Aber mit 
einem unkritischen Probierstück kann man ja mal testen.. :-)

Autor: Max M. (xxl)
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>Das nicht gerade, aber es gibt durchaus sehr feine Schleifpasten, z.B.
>um Ventile im Zylinderkopf einzuschleifen. Da müßte man eben nach
>geeigneten Mitteln suchen.

Das Poliermittel sollte schon dem Material angepasst sein.
Mittel für gehärteten Stahl dürfte da den erwarteten Erfolg
vermissen lassen. Zahnpasta wird auch für die CD-Reparatur
wärmstens empfohlen. Die ganze Poliererei ist allerdings
auch ganz schön mühsam bis man da zufriedenstellende
Ergebnisse erhält. Maschinell gehts natürlich schneller.
Dafür braucht man so eine Polierscheibe, eine Aufnahme
für die Bohrmaschine und das materialgeeignete
Poliermittel(f. Plexiglass).

Hier mal ein Beispiel für die Scheibe:
Ebay-Artikel Nr. 230432181893

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Das Problem bei Kratzern ist doch, daß da Material fehlt.

Um eine neue, glatte Oberfläche zu bekommen, muss der
gesamte Rest abgetragen werden, und zwar möglichst plan.

Nur mit Politur ist das nicht zu machen.

Da hilft nur Schleifen, evtl. mit harter Unterlage.
( Schleifklotz )

Natürlich muss die Schleifpapierkörnung extrem fein sein.

Außerdem sollte mit Wasser als Kühlung geschliffen werden.
( Viele Kunststoffe kriegen irreparable Mikrorisse, wenn
sie zu warm werden.)

Auch beim Polieren kann man den Kunststoff leicht überhitzen.
( Nicht nur mit der Maschine, auch mit der Hand kann das
passieren. )

Aber mit ein wenig Geduld läßt sich der Neuzustand herstellen.
Die mögliche Reibungsaufladung kann aber auch recht heftig werden.
( Evtl. ein Problem beim Handy. )

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Max M. schrieb:

>>Das nicht gerade, aber es gibt durchaus sehr feine Schleifpasten,
>>z.B. um Ventile im Zylinderkopf einzuschleifen. Da müßte man
>>eben nach geeigneten Mitteln suchen.

Da gibt es Pasten mit sehr sehr feiner Körnung.

>Das Poliermittel sollte schon dem Material angepasst sein.

Ja, und wofür ist Zahnpasta angepasst? Und was ist da drin?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@Bernd Funk:

Dir als Handwerker in der Schlosserei traue ich die Displayreparatur 
unbesehen zu. Du solltest einen Nebenerwerb eröffnen.

>Nur mit Politur ist das nicht zu machen.

Ist klar.

>Da hilft nur Schleifen, evtl. mit harter Unterlage.
>( Schleifklotz )

Das wird sicher nicht so leicht gehen, da die Displays in der Regel 
keine plane Oberfläche haben.

>Außerdem sollte mit Wasser als Kühlung geschliffen werden.
>( Viele Kunststoffe kriegen irreparable Mikrorisse, wenn
>sie zu warm werden.)

Du denkst doch nicht etwa an den Schwingschleifer?

Ich denke aber, das was in der Richtung gehen wird.

Eventuell, hilft auch ein Grundpoliermittel für den Autolack (ohne 
Wachs). Heute gibt es fast nur noch Fertigmixturen zusammen mit Wachs 
für einen einzigen Arbeitsgang, aber das ist halbherzig. Mit der 
Grundpolitur, bekam ich einen uralten stumpfen Autolack wieder auf 
Hochglanz. Da hängt am Polierlappen die halbe Farbe dran, aber das ist 
ein gutes Zeichen.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Ein winziges Stück Schleilpapier, so etwa 1 x 1 cm groß,
dann gehts auch mit der Fingerkuppe zum Schleifen.

Das Polieren geht auch mit der Hand.
( Zahnpasta, Lackpolitur oder so, Chrompolitur ist schon zu grob.)

Wichtig ist halt das extem feine Schmirgelpapier
immer wieder auszuwaschen.

Mit einem Dremel kann man den Kunststoff auch fertigpolieren,
aber dann mit Stoffschwabbel.
( Die massiven Filzteile sind schon zu hart. )

Aber ganz langsam stellen, und wenig Druck, um das
Material nicht zu überhitzen.
( Diese Kunststoffe haben eine ganz schlechte Wärmeleitfähigkeit,
da wird die oberste Schicht heiss und man fühlt das nicht. )

Aber solche Sachen sollte man am Besten erstmal an einem
Abfallteil üben.

Autor: Günther Grundböck (grundy)
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was mir grad einfällt noch: dieses autoscheibenreperaturzeug gibts auch 
um wenig geld bei pearl, ist ein sehr dünnflüssiger stoff der unter 
uvlicht/sonne schön klar aushärtet, vieleicht das mal probieren, so ein 
fläschchen dürfte für 10-20 handys reichen
oder einfach neue displayabdeckung / gehäuse holen :-) kommt 
wahrscheinlich auch ned teurer

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Bernd Funk schrieb:
> Das Problem bei Kratzern ist doch, daß da Material fehlt.
>
> Um eine neue, glatte Oberfläche zu bekommen, muss der
> gesamte Rest abgetragen werden, und zwar möglichst plan.

Nicht unbedingt.  Ein leichter Gradient stört auf diese kurzen
Entfernungen überhaupt nicht, nur die scharfen Kanten stören.
Daher muss man die nur etwas "rund lutschen".  Bei einer
Fensterscheibe würde das nicht mehr funktionieren (weil man in
einigen Metern Entfernung sitzt und noch viel weiter dahinter
sehen können möchte), aber hier ist das betrachtete Objekt nur
ein paar Millimeter hinter der Scheibe.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Günther Grundböck schrieb:
> was mir grad einfällt noch: dieses autoscheibenreperaturzeug gibts auch
> um wenig geld bei pearl, ist ein sehr dünnflüssiger stoff der unter
> uvlicht/sonne schön klar aushärtet, vieleicht das mal probieren, so ein
> fläschchen dürfte für 10-20 handys reichen
> oder einfach neue displayabdeckung / gehäuse holen :-) kommt
> wahrscheinlich auch ned teurer

Das wird wahrscheinlich nichts.

Autoscheiben sind aus Echtglas, diese UV- Kleber sind für
diesen Werkstoff gedacht.

Bei Kunststoff, Acrylglas und ähnlichen Sachen hilft polieren.

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