Welches Cat5e für Festverlegung?

Gast #1602882
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Hallo,

welche Art von Cat5e Kabel sollte ich nehmen, wenn ich damit 50m quer 
durchs Haus will und damit recht nah an Telefon- und TV-Kabeln vorbei 
muss? UTP, FTP, F/UPT, SF/UTP?
Oder ist das egal solange Cat5e draufsteht?
Zunächst soll nur eine 100Mbit Verbindung aufgebaut werden, allerdings 
solle sich das ganze irgendwann auch auf 1Gbit erweitern lassen, damit 
ich dann nicht wieder ein Kabel verlegen muss.

Grüße, Johannes
#1602917
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@Klaus Falsch! Ein Kollege von mir hat sich da erst schlau gemacht. Das 
ganze ist ne Wissenschaft für sich. Wenn man die geschirmten Kabel 
nämlich falsch anschliesst kann die "Qualität" des Kabels gegenüber 
eines UTP massiv abnehmen. Zusätzlich kann es Probleme mit Strom über 
die Schirmung geben. Aber das ist wohl eher bei Firmen mit mehreren 
Stockwerken interessant.
Ich war auch lang der Meinung, dass geschirmt grundsätzlich besser ist.

Geh doch gleich auf Cat6. Das macht preislich glaub nicht mehr viel aus.
Gast #1603481
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S/FTP, also Folienschirmung jedes einzelenen Adernpaars plus 
Gesamtschirm aus Geflecht ist eine gute Wahl. Schützt nicht nur das 
Netzwerk gut gegen Einstrahlung, sondern auch gegen Abstrahlung. 
Besonders parallel laufende Telefonleitungen wird das freuen.

>Wenn man die geschirmten Kabel nämlich falsch anschliesst kann die
> "Qualität" des Kabels gegenüber eines UTP massiv abnehmen.

Wenn man zu blöd ist, die Verkabelung ordnungsgemäß zu installieren, 
dann bekommt man mit jeder Art Probleme.

Für die Dosen empfehle ich Telegärtner AMJ45. Du wirst die paar Euro 
Mehrausgabe schon bei während der Installation nicht bereuen, kannste 
glauben...
Gast #1603633
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Ach wer braucht denn schon Dosen. Das Kabel geht vom Modem im Keller bis 
zum Router im zweiten Stock in einem Stück durch. (Nicht unbedingt 
schön, wenn das Kabel so von der Decke baumelt, aber da kommt es eben 
raus :-)
Gast #1603810
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>Ich habe übrigens auch schon SFTP-Verlegekabel an RJ45 geklemmt.
>Zumindest mit meinem Kabel ging das hervorragend.

Muß aber welches mit sehr kleinem Querschnitt gewesen sein. Ansonsten 
popelt man sich die Finger blutig, um es in die Modularstecker 
reinzubekommen. Bei den für Cat.5e üblichen Querschnitten ist das so gut 
wie unmöglich.
Gast #1603852
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Icke schrieb:
> Muß aber welches mit sehr kleinem Querschnitt gewesen sein. Ansonsten
> popelt man sich die Finger blutig, um es in die Modularstecker
> reinzubekommen. Bei den für Cat.5e üblichen Querschnitten ist das so gut
> wie unmöglich.

Also das Cat5e mit AWG24 passt eigentlich ganz ordentlich in meine 
Stecker, und halten tuts auch nicht schlecht.
Gast #1603998
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@Icke:

>Wenn man zu blöd ist, die Verkabelung ordnungsgemäß zu installieren,
>dann bekommt man mit jeder Art Probleme.

Wie installiert man denn "ordnungsgemäß"?

- Schirm des Kabels an beiden Enden in der Dose auflegen?
- Schirm nur an einem Ende auflegen?
- Werden die Dosen selbst geerdet?
- Oder erdet man über Schirmung des Patchkabels von der Dose zum 
Computer?
- Womit misst man eigentlich, ob es gefährliche Potentialunterschiede 
zwischen verschiedenen Dosen/Computern und dem Switch im Keller gibt?
- Mein Switch hat ein SNT ohne Schutzleiter. An welchen Stellen 
verbindet man in der Verkabelung dann die Erdung mit der Schirmung?

Die Fragen sind ernst gemeint, ich bin offensichtlich "zu blöd", möchte 
aber das Wissen erlangen, um selber mal ein paar Kabel zwischen Keller 
und 1. Obergeschoss ziehen zu können...

Gruß, Horst
#1604028
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Horst schrieb:

> - Werden die Dosen selbst geerdet?
> - Oder erdet man über Schirmung des Patchkabels von der Dose zum
> Computer?

Die Verbindung RJ45-Dose <-> PC sollte als ungeschirmtes Patchkabel 
passieren, eben um Masseschleifen zu verhindern.

Das festverlegte Kabel wird ja normalerweise auf ein Patchfeld geführt, 
und dort wird geerdet. Die eigentlichen Patchkabel dann auch wieder 
ungeschirmt.

> - Mein Switch hat ein SNT ohne Schutzleiter. An welchen Stellen
> verbindet man in der Verkabelung dann die Erdung mit der Schirmung?

Patchfeld. Siehe oben :)
Gast #1604083
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>- Womit misst man eigentlich, ob es gefährliche Potentialunterschiede
>zwischen verschiedenen Dosen/Computern und dem Switch im Keller gibt?
Das ist Aufgabe des Elektrikers. Und der ist i.A. auch dafür 
verantwortlich, einen vernünftigen Potentialausgleich zu schaffen. 
Sollte das z.B. aus baulichen Gründen nicht möglich sein, dann ist 
TP-Verkabelung grundsätzlich nicht geeignet. Die Verwendung 
ungeschirmter Leitungen zur Umgehung des Problems würde ich vorsichtig 
ausgedrückt als "Workaround" bezeichnen. Man kann es auch "Murks" 
nennen. Spätestens bei Gigabit-Links wird das nicht mehr richtig 
funktionieren, i.d.R. arbeitet auch ein 100-MBit-Netz bereits 
suboptimal. Defekte an den Switches oder Netzwerkkarten sind auch nicht 
selten eine Folge. Bei nicht behebbaren Potentialunterschieden ist LWL 
die bessere Wahl oder notfalls ein spezieller Potentialtrenner.
Wie Reinhard schon richtig ausgeführt hat, wird die Erdung nur zentral 
am Patchfeld vorgenommen. Die Masse der Dosen wird an den Schirm des 
Kabels (oder bei UTP an den Massedraht) geführt. Beim Auflegen der Adern 
muß man peinlich darauf achten, daß die Verdrillung bis auf wenige 
Millimeter vor der Klemmstelle erhalten bleibt. Eine zu frühe Aufhebung 
der Verdrillung ist die häufigste Ursache für schlechte Links.

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