Gast
#1604106
Hallo, ich will in meiner Abschlussarbeit an einem Frontend für 2,5 GHz einige Messungen durchführen, um die Leistungsfähigkeit des Frontends beurteilen zu können. Nun habe ich leider nicht alle notwendigen Messmittel zur Verfügung. Ich wollte mal fragen ob ihr die Kompromiss-Messungen mit den Geräten die da sind für sinnvoll haltet und ob ihr hilfreiche Tipps für mich habt, die könnte ich nämlich dringend brauchen. In Senderichtung interessiert der P1dB sowie der OIP3. Mein Frontend hat im Basisband zwei 50 Ohm angepasste Eingänge (I und Q, 10 MHz), einen IQ-Mischer und in der HF einen Ausgang (2,5 GHz). Sowohl im Basisband als auch in der HF gibt es Verstärker und Bandpassfilter. Mein 3 GHz Signalgenerator hat jedoch nur einen Kanal. Also muss ich dem SG 25 Ohm in Serie schalten und dann noch mit einem T-Glied auf die beiden 50 Ohm Eingänge. So bekommen I und Q-Pfade ein nicht phasenverschobenes Signal und in der HF habe ich nach dem I/Q Mischer zwei Seitenbänder ohne Träger. Für den P1dB erhöhe ich die Leistung am Signalgenerator dB für dB und messe mit dem Spektrumanalyzer am Ausgang. Messergebniss ist die Ausgangsleistung des SG - 3dB (wegen dem 25 Ohm Widerstand in Serie) über der HF-Ausgangsleistung. Denke das sollte so korrekt sein. Die OIP3 Messung kann ich nicht so recht einschätzen. Normalerweise würde ich zwei Signalgeneratoren benötigen (two tone test). Nun habe ich aber zum einen zwei Eingänge, einen I/Q Mischer und halt nur einen Signalgenerator. Ich könnte also wie beim P1dB über ein T-Glied den I- und Q-Kanal bedienen und hätte in der HF zwei dicht beeinanderliegende Seitenbänder (ohne Träger) = two tones (???). Es treten ja definitiv Intermodulationsprodukte auf. Beide Signale treten allerdings erst nach dem I/Q-Mischer auf und hätten somit einen unterschiedlichen Intermodulationseinfluss auf HF-Pfad und Basisband-Pfade. Ich schätze, ich kann so keinen echten OIP3 messen (Extrapolationsmethode) oder doch? Ich kann aber so trotzdem mehrere Frontends miteinander vergleichen...immerhin. Solangsam wird es lang, bitte haltet durch :) In Empfangsrichtung interessiert ebenfalls OIP3, Dynamikbereich und SNR. Empfindlichkeit kann ich nicht beurteilen, weil es nur das nackte Frontend ist, ohne BER o.ä. Nun wirds schon schwierig. Mein Signalgenerator der mir in Senderichtung das Basisbandsignal und somit die Seitenbänder geliefert hat, kann mir jetzt nur einen Träger liefern, wobei ja normalerweise beim I/Q Mischer kein Träger vorhanden wäre und nur ein Seitenband. Hah, Idee!!, ich kann also mit dem Signalgenerator ein Seitenband simulieren. Das müsste ja dann trotz fehlendem Träger ins Basisband gemischt werden, bei entsprechendem Frequenzversatz zum LO. So messe ich OIP3 und somit das obere Ende des Dynamikbereichs. Das untere Ende ist das Rauschen in der Rauschbandbreite des Basisband-Tiefpassfilters. Also Spektrumanalyzer an die Basisbandausgänge und die Leistung des Rauschteppichs messen, besser noch die Kanalleistung in der Bandbreite des Basisbandtiefpasses? SNR und Rauschzahl lässt sich mit den Mitteln wohl nicht sinnvoll messen, aber S+N/N wäre ja immerhin eine Aussage. Was denkt ihr?? Was kann ich besser machen, was sollte ich gleich seinlassen?? Gruß Simon