>plane gerade einen PC, der ununterbrochen und zuverlässig laufen soll.
Dann bau ihn wie einen Server.
>Am schnellsten fallen Festplatten, Lüfter und Netzteile aus.
Richtig. Auf Lüfter zu verzichten, ist trotzdem nicht sinnvoll, denn zu
hohe Temperaturen sind der Killfaktor Nr.1 für PC-Bauteile. Die richtige
Wahl machts. Folgende Erfahrungen/Grundsätze haben sich bei mir bewährt:
- Finger weg von Billigkomponenten. Auch Markenhardware fällt mal aus,
die Wahrscheinlichkeit liegt aber um Größenordnungen niedriger.
- so weit wie möglich auf Steckkarten verzichten. Grafik und Controller
sollten auf dem Mainboard integriert sein.
- Festplatten grundsätzlich redundant auslegen (RAID 1). Für Server-
bzw. 24/7-Betrieb spezifizierte Modelle auswählen.
- Netzteil stark überdimensionieren, etwa um Faktor zwei. Der
Wirkungsgrad verschlechtert sich dadurch etwas, aber die
Ausfallwahrscheinlichkeit sinkt überproportional.
Redundante Netzteile sind auch nicht verkehrt, aber dann schon von
Anfang an einen passenden Ersatzeinschub auf Lager legen. Ansonsten
wirst du zum Zeitpunkt des Ausfalls Schwierigkeiten mit der Beschaffung
haben, weil es dann gerade DEIN Modell nicht mehr gibt. Als Nebeneffekt
wird das Netzteil außerdem niemals einen Defekt erleiden, da laut
Murphys Gesetz die Einsatzwahrscheinlichkeit auf Vorrat gehaltener
Ersatzteile gegen Null tendiert.
- Auf gute Kühlung Wert legen. Das fängt schon bei der Wahl des Gehäuses
an. Großvolumige Tower mit sinnvoller Luftführung und
Einbaumöglichkeiten für große Lüfter nehmen, z.B. die Mesh-Serie von
Chieftec.
Möglichst große (120mm) aber langsamdrehende (1000-2000 rpm) Lüfter mit
Kugellagerung verwenden, am besten die von der Firma Papst.
Festplatten aktiv kühlen und mit mindestens einer Bauhöhe Abstand
positionieren, sodaß die Luft auch durchströmen kann. Direkt
übereinander "gestapelte" Platten sind ein absolutes NoGo, auch wenn das
unverständlicherweise sogar von manchen Markenherstellern praktiziert
wird. Die Platten möglichst weit unten im Gehäuse plazieren (wo es am
kühlsten ist).
Kabel so verlegen, daß sie den Luftstrom nicht behindern.
Darauf achten, daß auch die Spannungswandler und die Chipsätze auf dem
Mainboard ausreichend Kühlung abbekommen.
- in staubbelasteter Umgebung leicht auswechselbare Luftfilter vorsehen
und den Rechner nicht in Bodennähe aufstellen, sondern erhöht (Podest
oder Tisch).
- viiieeeel Zeit lassen beim Zusammenbau.