LEDs parallel-->unterschiedlich hell

OP #1611381
Seltsames Phänomen hab ich hier:

3 LEDs parallel geschaltet mit Vorwiderstand an 6 Volt.
Die LED, die direkt bei den Anschlusskabeln sitzt, ist am schwächsten, 
die, die am weitesten entfernt ist, leuchtet am stärksten.
HÄ???

Hab die hier auf einem Steckbrett verschaltet. Aber mit dem 
Leitungswiderstand auf dem Brett hat das ja nix zu tun.
Jetzt hab ich mal die Anschlusskabel an die Seite der am stärksten 
leuchtenden LED gesetzt, aber das Leuchtmuster bleibt so.
Absolut seltsam.
Liegt das dann am Aufbau der LEDs selbst?

Hab grad noch mal die am schwächsten Leuchtende gegen mehrere identische 
ausgetauscht. Es ist tatsächlich so, manche leuchten heller, manche 
dunkler.
Irre!
Gast
Schau dir mal die nichtlineare Kennlinie von ner Diode an, dann wird 
vielleicht klar warum kleine Toleranzen des Bauteils bzw. kleine 
Spannungsunterschiede so große Wirkung haben...

Ansonsten: Willkommen in der Welt der Elektrotechnik, es gibt noch viel 
zu entdecken! :-)
Gast
Ich glaube du irrst dich Tine.

Eine LED fällt aus -> weniger Strom durch Vorwiderstand -> weniger 
Spannung über dem Vorwiderstand -> mehr Spannung über den Dioden - mehr 
Strom durch die Dioden (ich behaupte mal 50%, da sich der Strom der 
defekten LED aufteilt) -> übrige zwei LEDs ganz schnell hinüber!
Gast
doch:

nehmen wir an ich hab 5V und möcht die LED mit 10mA betreiben. 2V fallen 
an dem Teil ab, also 3/.01 = 300Ohm

Hab ich nun 3 LEDs parallel, sollten also insgesamt 30mA fließen, 
Vorwiderstand 3/.03 = 100Ohm. Fällt eine LED aus, teilt sich der Strom 
auf die 2 hinterbliebenen auf, die dann alsbald das zeitliche segnen 
werden.
Gast
ja bei Reihenschaltung ists ja so: hab ich obige 3 LEDs fallen insgesamt 
6V ab. Betreibe ich die Dinger also an 9V, nehm ich bei 10mA wieder 
(9-6)/.01 = 300Ohm. Wird eine LED leitend, fallen insgesamt nur noch 4V 
ab, dann fließen aber (9-4)/300= 0,16mA

Das werden die 2 anderen LEDs nicht lang verkraften und auch umgehend 
den Löffel abgeben
Schrotty schrieb:
> @Michael:
>
> "know your halbleiter"???

Na ja.
Hattest du schon jemals eine LED, die beim Ausfall leitend wurde?

ALso ich nicht. Wenn eine LED ausfällt, stinkt sie erst mal und dann ist 
es zappenduster. Da tunneln noch nicht mal mehr ein paar einsame 
Elektronen durch das durchgebrannte Substrat.
Ich war grade mal so frei, das zu testen, da ich auch schon davon 
gehoert habe, dass ausfallende Power-LEDs nicht hochohmig werden.

Also hab ich grade mal eine billig-LED mit 150 mA "langsam" gegrillt. 
Das teil hat nachher so bis 300 mA geleitet, danach ist es voll 
durchgebrannt und nun leitet sie tatsaechlich nicht mehr.

Gruesse

Marvin
Gast
... es sei denn der PN-Übergang legiert durch, was durchaus auch 
vorkommen kann.
Ist sogar häufiger der Fall, als die Unterbrechung. Nur bei ganz fiesen 
Kurzschlüssen (die der Baslter üblicherweise macht, indem er den 
Vorwiderstand z.B. ganz vergisst), legiert zuerst die Diode durch und 
macht nen Kurzen und dieser wiederum verursacht, dass der Strom immer 
weiter steigt, wenn er nicht begrenzt ist. Und erst dieser starke Strom 
veranlasst, dass die Diode vollends abraucht und dann ne Unterbrechung 
hat.
Aber normalerweise stirbt ein Halbleiter durch ein Durchlegieren des 
PN-Übergangs.

Wie Michael schon sagte:
"Know your halbleiter" ^^
Gast
Oh Marvin, super, dass du das gleich getestet hast.
genau in dem Moment, als der Strom durch die LED größer wurde, ist sie 
durchlegiert (Kurzschluss). Und dann erst kam, vermutlich, weil der 
Strom nicht, oder zu hoch begrenzt war, der Hitzetod in Form von z.B. 
Ablösen der Bonddrähte.
Gast
LED's werden, entweder mit separatem vorwiderstand, oder wens genau sein 
soll, und die spannung vorhanden ist, mit einer konstantstromquelle 
betrieben... alles andere ist mumpitz...

besorg dir ein widerstand ein LM317 als konstantstromquelle verschalten 
und du hast eine saubere lösung die faktisch auf ewig funktioniert...
David schrieb:
> LED's werden, entweder mit separatem vorwiderstand, oder wens genau sein
> soll, und die spannung vorhanden ist, mit einer konstantstromquelle
> betrieben... alles andere ist mumpitz...

Das kommt drauf an... Es gibt ja durchaus Anwendungsfaelle, bei denen 
eine inhomogene Helligkeit nicht stoert. Indirekte, flaechige 
Beleuchtung z.B...


Volker

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