Die Info hab ich von Altium direkt, als User stehe ich im Newsletter :)
Und persönlichen Kontakt gibts immer mal wieder (per Telefon).
Die Preise ab März werden sich mit einjähriger Software-Assurance für
die PCB-Front-End-Version bei etwa 5k2 bewegen, wenn ich's richtig im
Kopf hab. Momentan sind's 3k2.
Zu den 3D-Funktionen, erstmal eine Erklärung: Ein 3D-Element kann wie
oben geschrieben ein Rechteck, ein Zylinder oder eine Kugel sein. Man
kann auch einen Abstand vom Board angeben, einfärben, Transparenz
einstellen. Aber wie ebenfalls oben geschrieben, sind das rudimentäre
Elemente, die man verwendet, um wenigstens grob die mechanischen Ausmaße
aufzuzeigen. Wer etwas komplexeres als einen Widerstand oder einen
kleinen IC damit machen will, braucht Zeit, Geduld, und ne gute
Tischplatte (zum Reinbeissen). Man kann ebenfalls aus den 2D-Daten des
Overlays (Bestückungsdruck bzw. zeichnerische Bauteilkontur für
Bestückungsplan) die Elemente generieren lassen, was die Sache etwas
vereinfacht.
Für die komplexen Sachen ist man mit einem externen 3D-MCAD-Programm,
welches STEP exportieren kann, wesentlich besser bedient, da es besser
aussieht (wenn man sich ein bisschen Mühe gibt).
Ausserdem hat das noch einen weiteren Vorteil. Wir arbeiten verstärkt
mit 3D-Modellen (daher konstruiere ich die ICs usw. alle bei uns). Macht
man vom Board ein STEP-Modell (für die Mechanik-Abteilung -> die
können's dann ins Gehäuse setzen), bei dem mehrere der o.g. "primitiven"
3D-Körper für ein einzelnes Bauteil eingesetzt wurden, kann es beim
Import des STEP-Modells ins Mechanikprogramm vorkommen, dass die
Einzelelemente sich leicht überschneiden (jedes Programm hat eine
interne Auflösung, welche Ungenauigkeiten hervorruft). Ist meistens
nicht schlimm, kann aber auch mal Aufwand für's Korrigieren bedeuten.
Bei einem ordentlichen STEP-Modell eines Bauteils passiert das halt
nicht.
Ebenfalls können freie STEP-Modelle ins Board geholt werden (z.B.
Gehäuse) und an der Platine ausgerichtet werden. Das Ausrichten ist
manchmal schwierig, aber wenn man das ein paar Mal gemacht hat, kommt
man zurecht.
Im Anhang mal Beispieldaten. Dabei habe ich das Board (Altium 3D
View.png) im AD erstellt und in der 3D-Ansicht abgebildet. Das Board
habe ich als STEP exportiert und in SolidWorks importiert (SWX
Import.png).
In SolidWorks habe ich dann quasi eine Bodenwanne eines Schalengehäuses
erzeugt (basierend auf dem importierten Board). Davon habe ich wiederum
ein STEP erzeugt, welches ich dann in AD als freies Modell eingefügt
habe (Altium Complete.png). Man kann die freien STEP-Modelle direkt
einbetten ins PCB-Dokument, oder nur drauf verlinken, was den Vorteil
hat, dass die Mechanikabteilung beispielsweise bei einer Änderung ein
neues STEP erzeugt, das alte überschreibt und der AD dann eine
Mitteilung bringt, dass sich die Daten geändert haben und einen
Re-Import vorschlägt.
Fazit: Die 3D Features sind schon ganz gut, natürlich gibts Mankos, aber
wie ich finde durchaus brauchbar.
Die Mechaniker sehen bei ordentlichen Modellen der Leiterplatten gleich,
wo es schaben könnte, die Fertigung sieht gleich mal, wie die Baugruppe
aussehen wird, usw.
So, hab jetzt hoffentlich nix vergessen...
Für weitere Fragen bin gern zu haben :)
Ralf