Ich suche ein vernünftiges Buch, damit sich Leute mit wenig Computer-
und Technikkenntnissen ein wenig Hintergrundwissen aneigenen können. Es
geht also nicht um eine Schritt-für-Schritt-Windows-Einführung o.ä.,
sondern um ein paar Brocken über die Technik im und um den Computer.
Ich muss leider immer wieder feststellen, dass viele (vermeintliche)
Computerprobleme daher rühren, dass die Leute nicht mal die
grundlegendsten Zusammenhänge verstehen und dadurch auch mit teilweise
seltsamen und unrealistischen Fragen und Forderungen an den Support
herantreten und natürlich keinerlei Möglichkeit haben, das Problem
selbst analytisch anzugehen.
Du must dir im klaren sein, ob du Einsteigerliteratur zur Bedienung von
Windows suchst oder zu systemübergreifenen Hintergrundwissen. Manche
Leute wissen ja noch nicht mal was eine Datei ist.
>Ich muss leider immer wieder feststellen, dass viele (vermeintliche)>Computerprobleme daher rühren, dass die Leute nicht mal die>grundlegendsten Zusammenhänge verstehen und dadurch auch mit teilweise>seltsamen und unrealistischen Fragen und Forderungen an den Support>herantreten und natürlich keinerlei Möglichkeit haben, das Problem>selbst analytisch anzugehen.
Mit Büchern wirst Du da kaum etwas erreichen! Das Problem ist die
fortschreitende Technikfeindlichkeit hier in Deutschland. Die Leute
wollen nichts von Computern wissen, sie wollen damit _ohne nachdenken
zu müssen_ einfach das gewünschte Resultat erzielen. Du kämpfst gegen
Windmühlen.
> Das Problem ist die fortschreitende Technikfeindlichkeit> Die Leute wollen nichts von Computern wissen, sie wollen damit _ohne> nachdenken zu müssen_ einfach das gewünschte Resultat erzielen.
Was ist an der Einstellung denn so schlimm?
Ich will im Prinzip auch nicht wisen, wie im Inneren der
Antriebsaggregat meines Autos funktioniert. Ob das mit Einspritzung,
Kompression, mit Verwirbelung oder mit was-weiß-ich irgendwelche
Leistung oder Mehr-Leistung auf die Antriebswelle bringt, interessiert
mich nur "so nebenher" (damit ich vielleicht angeben kann damit "ich
habe ein Kompressor-Einspritzer mit Turbo-Injektion im
Sauerstoffkanal"). Für mich ist halt unter der Motorhaube irgenwas was
komische Geräusche macht, und wo sich ganz viele Strippen und Schläuche
langschlängeln.
Meine Einzige "Verbindung" zum "inneren" eines Autos (dessen
Antriebs-Aggregat) sind die Bedienelemente Gas, Bremse (und vielleicht
noch Kupplung). Wenn ich einen Automatik-Wagen mit Tempomaten habe: umso
besser.
Ich mzuß vielleicht noch wissen, wie ich Energie zugeführt bekomme, also
Benzin, oder Gas, oder Strom, oder transgalaktisches Ekto-Plasma in das
Fahrzeug hinein bekomme.
Der Rest des ganzen Antriebs-Gefriemels kann mir ehrlich geaagt ziemlich
"wurscht" sein. Diesbezüglich bin ich eigentlich auch ziemlich
"technik-feindlich". Und ob da morgen ein Elektromotor oder ein
Flux-Kompensator oder 1000 kleine Hamster im Laufrad die notwendige
Antriebskraft liefert, ist mir auch ziemlich egal (aus "User" Sicht,
nicht wegen irgendwelcher "Umwelt" Diskussion).
>Der Rest des ganzen Antriebs-Gefriemels kann mir ehrlich geaagt ziemlich>"wurscht" sein. Diesbezüglich bin ich eigentlich auch ziemlich>"technik-feindlich". Und ob da morgen ein Elektromotor oder ein>Flux-Kompensator oder 100 kleine Hamster im Laufrad die notwendige>Antriebskraft liefert, ist mir auch ziemlich egal (aus "User" Sicht,>nicht wegen irgendwelcher "Umwelt" Diskussion).
Ein Auto mit einigen wenigen Bedienelementen und ebenso wenigen
Funktionen mit einem hochkomplexen System "Computer" zu vergleichen, ist
genau das Grundproblem! Klar, man kann in wenigen Minuten einen Computer
so weit verstehen, dass man einen einfachen Text schreiben und den dann
ausdrucken kann. Man nimmt dann halt Notpad! Aber man darf dann
natürlich nicht verlangen: verschiedene Schriften verwenden, Blocksatz
bzw. linksbündig, eingefügte Grafiken, automatische Verzeichnisse etc.
pp.. Ganz zu schweigen von der Tabellenkalkulation. Dafür gibt's einen
Taschenrechner.
Das war schon bei den Videorekordern so: wer nicht verstehen wollte, wie
die Aufnahmezeiten oder VPS programmiert wird, musste halt entweder
manuell die Aufnahmetaste drücken oder die Sendung "online" schauen.
Wie gesagt, Autos mit Computern zu vergleichen ist unangemessen.
Meine Argumente: Man kann von einem Computeranwender nicht verlangen,
den internen Aufbau des PCs zu verstehen. Außerdem kann man nicht
verlangen, die Programmierung der Anwendungen zu verstehen. Aber wenn
der Computerbenutzer halt nicht lernen will, wie der Computer angewendet
wird, dann muss er sich halt mit den Funktionen, die ihm zugänglich
sind, zufrieden geben.
Naja, der Vergleich hinkt ein bisschen.
Das Auto kommt von einem Hersteller, quasi als Komplett-Paket, bei dem
man nichts mehr einstellen, einrichten oder verändern muss/darf, damit
es läuft.
Bei PCs zum Beispiel bietet gerade der modulare Aufbau aus verschiedenen
Komponenten seinen Reiz, es gibt dabei aber manchmal auch Probleme.
Grad wenn die Hersteller unterschiedliche Ansichten haben und sich nicht
an vereinbarte Standards und Schnittstellen halten (z.B. externe
Festplatten, die mehr als 0,5 A ausm USB ziehen wollen ;-) ).
Das wird ein Grund sein, warum Apple so "beliebt" ist, der User braucht
überhaupt keine Ahnung zu haben, Apple sagt ihm, wo er einkaufen kann
(istore), mit was er Musik hört (itunes, ipod), was er auf seine Geräte
(iphone,ipad) installieren darf (natürlich aus dem istore).
Irgendwann endet es damit:
http://www.youtube.com/watch?v=UK-q-hSy1bM
;-)
>Was ist an der Einstellung denn so schlimm?
-Warum ist es bei uns im Sommer wärmer als im Winter
-Warum leuchtet manchmal nur ein Teil des Mondes
-Warum fallen die Leute auf der Südhalbkugel nicht runter
Braucht man alles auch nicht zu wissen, und einige in diesem Forum
werden es wohl auch nicht wissen. Hauptsache man kann Klingeltöne
herunterladen...
> Das war schon bei den Videorekordern so: wer nicht verstehen wollte, wie> die Aufnahmezeiten oder VPS programmiert wird, musste halt entweder> manuell die Aufnahmetaste drücken oder die Sendung "online" schauen.
ein gutes Argument.
MEin erster Kassettenrecorder hatte folgende Tasten:
Start, Stop (Pause), Vorwärts schnell, rückwärts schnell, Aufnahme.
Mehr brauchte ich nicht, und das funktionierte prima. Mein heutiger
Videorecorder hat solche einfachen Bedienelemente leider nicht (mehr).
Wenn ich heute auf die Fernbedienung meines Videorecorders schaue, habe
ich da gefühlte 120 Tasten mit merkwürdigen klingionischen Symbolen
drauf, welche ich nur zum kleinsten Teil brauche. Die
Bildschirm-Menueführung zum EINFACHEN "Programmieren" der Funktionalität
taugt ebenfalls nix. Und auch die Bedienelemente am Videorecorder sind
nicht wirklich praktisch. Es sind irgendwelche "shuttle" Räder, welche
weder intuitiv noch gescheit bezeichnet sind, sondern eher zur Steuerung
eines Raumschiffs dienen können.
Und das soll nun ein Fortschritt sein? na prima ...
Neee, sowas WILL ich einfach nicht verstehen. Ich will eine EINFACHE
Menueführung, und EINFACHE TAsten auf der Fernbedienung und am Gerät
selbst. Wenn ich eine Spur-Nachführung (für manche
nicht-englischsprachigen Menschen nicht verständlich als "tracking"
bezeichnet) machen möchte (hab ich im Leben bisher nur 2-3 mal bei total
verhunzten Aufnahmen benötigt), dann brauch ich weder eine Taste dazu an
der FB, noch einen Knopf an dem gerät selbst. Es mag wegen mir dazu eine
automatische Funktion geben, oder ich habe in einem Untermenue der
Bildschirm-Darstellung eine VESTRÄNDLICHE FUnktion MIT Erläuterung, und
will da nicht erst mal parallel dazu das Papier-oder online-Handbuch
durchstudieren, was ich da eigentlich machen will oder soll
Es gibt noch einen anderen Weg. Wer keine Ahnung hat und das auch
nicht lernen kann oder will, kann ja jemanden fragen der sich damit
auskennt, allerdings für ordentlich Kohle, damit man damit Komasaufen,
oder den nächsten Puff auf den Kopf stellen, kann. Schließlich muss
sich die Mühe der Wissensaneignung irgendwie ja gelohnt haben.
Nicht mal der Tod ist umsonst. Scheiß auf Nächstenliebe.
Mir als PC-Auskenner ist es meistens sogar lieber, wenn Leute denen ich
die Kisten wieder fit mache sich nicht auskennen. Wenn was nicht geht
sagen die 'Geht nicht, hueelfe *verzweifel*' und bringen mir die Kiste.
Wenn die da erst rumdoktorn wuerden... ;)
Max M. schrieb:
>>Mir als PC-Auskenner ist es meistens sogar lieber,> Kann ich mir vorstellen, weil man sich dann wie ein Gott fühlt.
Du solltest nicht immer von dir auf andere schliessen.
Max M. schrieb:
>>Du solltest nicht immer von dir auf andere schliessen.>> Aber umsonst arbeitest du trotzdem nicht, oder?
Doch. Ich rede hier von Freunden.
Nix ist schlimmer als ein System wieder flott zu machen in dem vorher
jemand so lange rumgepfuscht hat bis die Kiste nicht mal mehr bootete.
Dann gehts erstmal los das ganze Halbwissen rück abzuwickeln und aus
ner Aktion, die normalerweise 5 Minuten gedauert hätt werden 5 Stunden,
dann besser Finger weg und Kumpel rufen der Ahnung hat.