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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Neue Lampe(außen) an alte Verkabelung.Vorschriften?


Autor: Horst (Gast)
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Hallo,

ich habe an der Haustür eine alte Lampe, die mit so alten braunen Litzen 
angeschlossen ist(eine Art Flachbandkabel, 3-Adrig, grob geschätzt ca. 1 
oder 1.5mm Aderndurchmesser). Momentan sind die Litze einfach so in 
einer kleinen Lüsterklemme befestigt -> meiner Ansicht nach Pfusch!

Da die alte Lampe ziemlich verrottet ist, wollte ich Ersatz besorgen. 
Jetzt interessieren mich mal die Vorschriften. Soweit ich mal gelesen 
habe, wäre der ordnungsgemäße Weg Aderendhülsen an die Litze zu pressen 
und diese dann mit Lüsterklemmen zu befestigen. Wären auch Wago-222 
denkbar? Also Litze in Wago - Starres Kabelstück in Wago - Starres 
Kabelstück in Lampe?

Muss man dann eine Dose an die Außenwand setzen?

Und wie sieht es aus mit der alten Leitung? Welchen Durchmesser müssen 
die Litze haben, um ohne eigene Absicherung angeschlossen werden zu 
können?

Die Fragen sind rein theoretisch bzw. dienen zur besseren Vorbereitung 
bei Verhandlungen, ich werde schon in Ermangelung einer ordentlichen 
Crimp-Zange keine Aderendhülsen auf die Litze pressen...da käme bei mir 
nur Pfusch bei heraus!

Gruß,
Horst

Autor: Brandschutzbeauftragter (Gast)
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Lass die Lampe lieber mal an der Wand weiter rosten. Den Rest besorgt 
dann deine Versicherung......

Autor: Flo (Gast)
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Also zum Thema Dose: Die Installation mit der Lüsterkleme muss halt 
geschützt sein, ob das jetzt im Gehäuße deiner neuen Lampe passiert oder 
in einer Dose, ist eigentlich egal.

Der Aderndurchmesser mit 1 - 1,5 mm müsste eignetlich für 5 Ampere 
locker reichen, ich denke dein Außenlicht wird keine 1500W haben oder?

Wago222 geht überall dort auch, wo Lüsterklemmen im Einsatz wären. ;-)

Zur Absicherung müsste man erst mal schaun, auf welchem Stromkreis die 
Außenlampe drauf ist, ich fänds persönlich besser, wenn die extra 
abgesichert ist, einfach weils Außenmontage ist.

Meine Meinung ohne Anspruch auf Normkompatibilität ;-)

Autor: Peter (Gast)
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gegen diese Wagos ist nicht einzuwenden, da spart man sich auch die 
Presshülze.

Auch wegen der Leitung hätte ich keine bedeken, auch wenn es nur 0,75² 
ist, da es ja ein fest angeschlossener Verbraucher ist sollte das ok 
sein. (ein Radiowecker hat auch kein dickeres kabel und ist an eine 
Steckdose mit 16A angeschlossen).

Eine abzeigdose braucht du nur wenn die Leitungen nicht von der Lampe 
abgedeckt bzw wenn Wasser eindringen kann. Wenn die Lampe aber über den 
Wagos ist und dort auch kein Wasser hinkommen kann sollte es passen.

Wichtig ist bei einer Metalllampe das die Erdnung ordentlich gemacht 
wird.

Autor: Sommel (Gast)
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Mein Opa hat immer gesagt: Wenn man Mist anfässt, fängt er an zu 
stinken.

Autor: Albrecht H. (alieninside)
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Horst schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe an der Haustür eine alte Lampe, die mit so alten braunen Litzen
> angeschlossen ist(eine Art Flachbandkabel, 3-Adrig, grob geschätzt ca. 1
> oder 1.5mm Aderndurchmesser). Momentan sind die Litze einfach so in
> einer kleinen Lüsterklemme befestigt

Ja was denn nun, feindrähtige Litze, oder drei massive Kupferadern?

> -> meiner Ansicht nach Pfusch!
>
Wenn es sich tatsächlich um feindrähtige Litze handelt dann ja, 
ansonsten kann man darüber streiten, ich kenne diese Flachkabel im 
Mauerwerk nur mit Massivleitern, das wurde in den 70er-Jahren so gemacht 
und da wird es noch etliche 100000 weitere Häuser geben bei denen das so 
ist.

> Da die alte Lampe ziemlich verrottet ist, wollte ich Ersatz besorgen.

Ich habe vor kurzem ebenfalls so eine Außenleuchte im Eingangsbereich 
ersetzt, das Flachkabel sah auch da nicht besonders schick aus, ich habe 
es dann einen Zentimeter gekürzt, die Adern neu abisoliert, Lüsterklemme 
drauf und das Ganze dann noch mit Siemens Wickelband 
(selbstverschweißendes Isolierband) umwickelt, das Loch wieder 
zugespachtelt und die Lampe angeschraubt, das hält wieder 35 Jahre ...

Ich bin ja sonst für jede Sicherheitsdiskussion zu haben, vor allem im 
Innenbereich, aber da mache ich mir jetzt eigentlich recht wenig Sorgen, 
massives Mauerwerk, nicht brennbarer Putz, Lampe außer Reichweite von 
Kindern, Schutzerde geprüft ..., na ja blieb ja auch kaum eine andere 
Möglichkeit, wenn man nicht das komplette Mauerwerk aufreißen wollte.

> Jetzt interessieren mich mal die Vorschriften. Soweit ich mal gelesen
> habe, wäre der ordnungsgemäße Weg Aderendhülsen an die Litze zu pressen
> und diese dann mit Lüsterklemmen zu befestigen. Wären auch Wago-222
> denkbar? Also Litze in Wago - Starres Kabelstück in Wago - Starres
> Kabelstück in Lampe?
>

Rein mechanisch passen Aderendhülsen bis zu einem gewissen Durchmesser 
schon in Wagoklemmen, vom Hersteller vorgesehen ist diese Konstruktion 
aber sicher nicht, wird auch nicht besonders gut halten -> wenn man am 
Kabel zieht hat man die Adern in der Hand und die Hülse bleibt in der 
Klemme, für reine Basteleien im Niedervoltbereich (Lautsprecherkabel und 
weit und breit keine Lüsterklemme in Sicht) habe ich das allerdings auch 
schon gemacht, man bekommt die feindrähtige Litze ja sonst praktisch 
nicht in die Wagoklemme.

Es gibt aber von Wago auch spezielle Leuchtenklemmen, die sowohl für 
feindrähtige als auch eindrähtige Leiter geeignet sind:

http://www.wago.com/cps/rde/xchg/SID-275A9E48-6009...

> Muss man dann eine Dose an die Außenwand setzen?
>

Wenn genügend Platz da ist und man damit nicht mit der Verschraubung der 
Lampe ins Gehege kommt, macht sich eine flache Unterputzdose sicher gut.

> Und wie sieht es aus mit der alten Leitung? Welchen Durchmesser müssen
> die Litze haben, um ohne eigene Absicherung angeschlossen werden zu
> können?
>

Für eine "normale" Glühlampe im Außenbereich bis 100W (gibts ja eh nicht 
mehr), würde ich an 1.5mm^2 Querschnitt denken.

> ...

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