Hallo,
manchmal ist man von der Informationsflut überschwemmt und bekommt
plötzlich nichts mehr auf die Kette.
Kann mir jemand sagen, ob die Übertragungsfunktion der angehängten
Schaltung so zu konstruieren ist?
Der erste Teil als PT1 und der zweite als Konstante, das Ergebnis ist
das Produkt.(?)
Danke!
theoretisch könnte das sein,
die Gefahr besteht allerdings, dass aus dem PT1-Glied ein Teil des Strom
herausfließt, was beim idealen PT1-Glied nicht der Fall ist. Dann musst
du das ganze Netz über DGLs lösen.
Dein Ansatz funktioniert also nur, wenn R2 und R3 so groß sind, dass der
Großteil des Stromes durch den Kondensator fließt. Ich würd auch sagen:
Die Güte der Näherung ist Frequenzabhängig, denn bei niedrigen
Frequenzen fließt nur wenig Strom durch den Kondensator, weil er voll
ist.
Mach lieber daraus eine:
Serienschaltung von R1 mit einer
Parallelschaltung von C und (R2+R3)
damit kannst du die Kondensatorspannung sauber ausrechnen, und dann am
Schluss den Spannungsteiler ansetzen.
> Kann mir jemand sagen, ob die Übertragungsfunktion der angehängten> Schaltung so zu konstruieren ist?
Im Prinzip schon, nur sind alle deine Faktoren falsch.
Mehr wird erstamal nicht verraten.
Helmut S. schrieb:
> Im Prinzip schon, nur sind alle deine Faktoren falsch.> Mehr wird erstamal nicht verraten
ich seh keine falschen Faktoren, sorry.
nur der Ansatz mit der Multiplikation ist gewagt.
Danke für eure Hinweise.
Das war so eine spontane "Eingebung" :-D , weil bei einem
Übertragungssystem 2. Ordnung ja auch einfach zwei RC-Glieder
nacheinander geschaltet werden und anschließend multipliziert.
Ich versuche mal was über DGL zu stricken.
"Zwei zusammengeschaltete Tiefpässe mit gleicher Grenzfrequenz ergeben
aber keinen Tiefpass höherer Ordnung derselben Grenzfrequenz. Für die
Dimensionierung eines Tiefpasses mit gewünschter Grenzfrequenz stehen
spezielle Formeln und Tabellen zur Verfügung.
Zusätzlich tritt das Problem auf, dass ein Tiefpass in einer Kette vom
Ausgangswiderstand des vorgeschalteten und dem Eingangswiderstand des
nachgeschalteten Tiefpasses beeinflusst wird. Diesem Effekt kann mit
Impedanzwandlern entgegengewirkt werden."
--> http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefpass#Tiefpass_n-ter_Ordnung
>Kann mir jemand sagen, ob die Übertragungsfunktion der angehängten>Schaltung so zu konstruieren ist?
falls ich mich nicht verrecnet habe:
R3 1
G(s) = ----------- * --------------------------------
R1+R2+R3 R1 [ R2+R3 ]
1 + -------------- C s
R1 + R2 + R3
Die Zeitkonstante entsteht also durch die Parallelschaltung von R1 und
(R2+R3).
der Schritt mit dem "Lösen" ist seltsam.
Nimmst du da eine Sprunganregung? Transformier doch einfach die
Gleichung drüber mit den Rechenregeln - bis dahin sehe ich auf jeden
Fall keinen Fehler.
G(s) ist die Transformierte der Impulsantwort.
Du bekommst durch irgendeinen Trick auch eine Gleichung 2. Ordnung, wie
es im Nenner ausschaut. Das kann auch nicht stimmen.
Ich denke auch der Magic-Lösen-Trick geht schief.
Armin schrieb:
> der Schritt mit dem "Lösen" ist seltsam.> Nimmst du da eine Sprunganregung? Transformier doch einfach die> Gleichung drüber mit den Rechenregeln - bis dahin sehe ich auf jeden> Fall keinen Fehler.
Hm.. Ups. Habe das ganze per DSolve gemacht, eigentlich dumm, da man ja
wirklich die Gleichung davor schon Laplace-Transformieren kann (und muss
augenscheinlich).
> G(s) ist die Transformierte der Impulsantwort.
Das würde hinkommen, da ich unten im Nenner ein s mehr habe (Also
multipliziert mit 1/s).
Ja ja, haben das gerade erst gehabt ;)
bei deiner Lösung sieht man schön, dass es sich immer noch um ein
PT1-Glied handelt, jap.
Bei der Lösung von BiPa sieht man das, was ich am Anfang gesagt habe
schön: Wenn R2 und R3 im Vergleich zu R1 richtig groß werden, gilt der
Ansatz wieder, der von BiPa im ersten Beitrag gepostet wurde. Es fließt
in etwa kein Strom mehr aus dem Glied raus und deswegen ist es
entkoppelt und der Spannungsteiler unabhängig davon einfach
hintendrangeklebt.
Will man R2 und R3 eher klein wählen, braucht man einen Impendanzwandler
--> wiki
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