Man kann so die Art des Niederschlages messen aber sicherlich nicht
genau genug die Menge berechnen. Alle optischen Distrometer berechnen
defakto die Niederschlagsmenge als Integral über die Zeit. Theoretisch
meine ich aber das man auch per Reflexionsverfahren das gleiche machen
kann wie bei einem Laser-Distrometer, ich sehe zumindest keine
Verletzung der Physik die es definitiv verhindern würde. Problematisch
ist eben bei der Mengenberechnung das man ein exakt optisch begrenztes
Sichtfenster benötigt, weswegen ja Laser benutzt werden die ein sehr
dünnes und paralleles Lichtband benutzen, so das man eine exakte 2D
Fläche optisch aufspannt durch die der Niederschlag fallen kann.
Bei der Reflexionsmessung pulst du mit einer zb. Rechteckspannung die
Sendediode die Licht aussendet. Auf Empfangsseite kommt erstmal ein TIA,
Transimpedance Amplifier zur Verstärung des empfangenen modulierten
Lichtsignales der Empfängerphotodiode. Dieser TIA sollte DC Licht, also
zb. Sonnenlicht möglichst gut abblocken und desweiteren so viel
Verstärkung wie gesamt notwendig haben. So verringerst du das
Gesamtrauschen der Empfängerschaltung und erhöhst den SNR und damit
Genauigkeit. Das Signal danach wird synchron gleichgerichtet. Dh. man
wechselt die Polatität eines AC Signales zu einem gegebenen Takt. Ist
das AC-Signal identisch zum Takt entsteht nach dieser Gleichrichtung ein
DC-Signal das proportional zur Amplitude des empfangen reflektierten
Lichtes ist. Im Idealfall wird der synchrone Gleichrichter mit dem
gleichen Takt gefüttert wie die Sende-LED. Der Idealfall bedeutet das
die Empfängerschaltung=TIA und synchrone Gleichrichtung eine
Phasenverschiebung von 0 Grad haben. Diesen Idealfall wird es nicht
geben da das meistens auch noch Temperatur abhängig ist. Um das zu
vermeiden benutzt man eine IQ-Demodulation. Man hat also zwei synchrone
Gleichrichter deren Takte um 90 Grad phasenverschoben zueinander sind,
mit der gleichen Frequenz mit der man die SendeLED pulst. Nach den zwei
Gleichrichtern hat man das sogenannte Quadratur- und Inphase Signal als
DC Spannung. Aus diesen beiden Spannung kann man mit speziellen Formeln
phasenverschiebungsfreie Werte für die absolute Phasenverschiebung und
Amplitude des empfangenen Signales berechnen. Das alles erhöht den SNR
und damit die Genauigkeit der Objekterkennung.
Gruß Hagen