mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anzeichen einer Brummschleife. Gerät ist Schutzisoliert.


Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich habe gerade ein sehr sehr komisches Problem.

In Verwendung sind 3 Geräte.
Laptop                                 mit PE
Funkstation                            ohne PE
Funkkopfhöhrer mit Batterien also auch ohne PE

Das System funktionierte Gestern einwandfrei.
Heute morgen steckte ich die Funkstation aus der Steckdosenleiste. Diese 
ist momentan belegt.

Als ich eben Musik höhren wollte höhrte ich ein Brummen. Wenn ich den 
Laptop ohne Stromversorgung nur mit Akku betreibe ist das Brummen weg. 
Wenn ich den Stecker in eine andere Steckdose stecke wird das Brummen 
leiser bzw. lauter.

Woran kann dies liegen?

Brummschleife ist ausgeschlossen, da die Funkstation keinen PE hat.

Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sehr komisch.

Wenn ich meine externe Festplatte rausziehen, welche NICHT mit dem 
Laptop verbundne ist ist das Brummen weg.

Die exteren Festplatte ist an nem Server, welcher übers Netzwek 
(Ethernet) mit meinem Rechner verbunden ist. Kann ich dort eine 
Verbindung haben?

Alles an der selben Leiste.

Autor: Christian T. (shuzz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Brummen kann ja zwischen Laptop und Festplatte erzeugt werden.
Irgendwo im Laptop koppelt es in die Audioleitungen ein und das war's 
dann...

Autor: André H. (andrekr)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aber der Laptop hängt nicht am Ethernet, oder?

Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Laptop hing am Ethernet.
Wusste aber gar nicht, dass Ethernet mit dem PE verbunden ist, dachte 
immer Ethernet sei hochomig.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  A. R. (redegle)

>Der Laptop hing am Ethernet.

Und was das der Grund für das Brummen?

>Wusste aber gar nicht, dass Ethernet mit dem PE verbunden ist, dachte
>immer Ethernet sei hochomig.

Ethernet hat Galvanische Trennung. Wen man aber Pech hat, ist der 
Schirm gleichspannungsmässig nach PE geerdet. :-0

MfG
Falk

Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ah ok danke Falk

Der Strom geht manchmal doch lange Wege.

Autor: uwegw (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ uwegw
Danke für den Tipp.
Wollte mir eigendlich ncihts kaufen um eine Brummschleife zu verhindern. 
Mich interessiert nur wie sie zu stande kommt.

@ Falk

Hab mir nochmal dadrüber Dedanken gemacht.
Über mein Ethernet ist zwar der Laptop mit der externen Festplatte 
verbunden.
ABER die Funkstation ist Schutzisoliert. Wo kommt also die Verbindung 
mit dem PE her?
Selbst wenn ich das Ethernetkabel aus meinem Laptop rausziehe höhre ich 
weiterhin ein Brummen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Als ich eben Musik höhren wollte höhrte ich ein Brummen.
Definiere "Brummen".
Oder ist das evtl. eher ein "Knistern", "Brutzeln", o.ä.

> Woran kann dies liegen?
Da koppelt wohl einfach was in den Vorverstärker deines 
Funkkopfhörersenders ein (Schaltnetzteil, Festplatte, Handy, 
Mikrowelle...). Verändere mal die Positionierung des Senders.

Autor: Heiko (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oder über einen Kondensator des/der Netzeingangsfilter geht eine Störung 
über Phase/Nullleiter - muss ja nicht immer eine Masseschleife sein...

MfG, Heiko

...sowas hat mich schonmal 1 LCD, 1 Mega32 und 1 FTDI232 gekostet - und 
eine Menge vorsichtige Lötarbeit, um die Platine nicht zu ruinieren.

Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>> Als ich eben Musik höhren wollte höhrte ich ein Brummen.
>Definiere "Brummen".
>Oder ist das evtl. eher ein "Knistern", "Brutzeln", o.ä.

Es höhrt sich in etwa so an, als würde ich einen 100Hz Sinus an meinen 
Lautsprecher anschließen + ein überlagertes Knistern.
Also ein sich klar periodisch wiederhohlendes Signal. Ich höhre auch ein 
Rauschen. Dies ist aber "normal" und vor allem leiser.

>> Woran kann dies liegen?
>Da koppelt wohl einfach was in den Vorverstärker deines
>Funkkopfhörersenders ein (Schaltnetzteil, Festplatte, Handy,
>Mikrowelle...). Verändere mal die Positionierung des Senders.

Die Lautstärke des Brummens ist Abhängig davon, wo ich den Stecker 
einstecke. Währen es Einstreuungen dürfte sich das Signal nicht 
verändern, da die Position immer gleich blieb.

>Oder über einen Kondensator des/der Netzeingangsfilter geht eine Störung
>über Phase/Nullleiter - muss ja nicht immer eine Masseschleife sein...

>MfG, Heiko

Bei der Festplatte könnte das selbstverändlich sein, dass ich einen 
Kondensator zwischen L N und PE habe, welcher kapazitiv mit dem PE 
verbunden ist.

Aber wie kommt dann die Störung auf die Funkstation. Diese hat nur 2 
Anschlüsse L und N.







Ich muss mich in einem Post gerade bei Lothar Miller entschuldigen.
Es ist unglaublich. Sobald ich das Festplattennetzteil in die Nähe der 
Funkstation bringe wird das Brummen stärker. Habe wohl beim Umstecken 
das Netzteil leicht verschoben.
Sowas ist aber doch nicht normal oder?

Stichwort EMV.
Sollten dort nicht Maßnahmen getroffen worden sein.
Ok das Netzteil war sehr bilig.


EDIT:
Linke auf besagtes Netzteil:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=98366;PROVID=2402

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
A. R. schrieb:
> Aber wie kommt dann die Störung auf die Funkstation. Diese hat nur 2
> Anschlüsse L und N.

Also ich vermute mal folgendes:
Der Brückengleichrichter im Schaltnetzteil der Festplatte ist nicht 
entstört (wie es sich für ordentliche HiFi-Geräte gehören würde).
Die entstehende Hochfrequenzpulse beim sperren der Dioden koppeln über 
Leitungen oder auch gestrahlt in die Funkstation an irgendeinem 
Zwischenkreis ein. Dort wird das HF-Signal an einer 
Halbleiterdiodenstrecke wieder demoduliert ... und voila der 100Hz 
Brummton ist da und kann dann auf einer anderen Frequenz weitergesendet 
werden.

Gruß Anja

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ich muss mich in einem Post gerade bei Lothar Miller entschuldigen.
Nicht nötig, du hast mir im tiefsten Inneren ja doch geglaubt, sonst 
hättest du es nicht probiert...
> Es ist unglaublich.
Es ist naheliegend ;-)

> Stichwort EMV.
> Sollten dort nicht Maßnahmen getroffen worden sein.
Wohl ein Fall für die Bundesnetzagentur.
Nur ist jetzt die Frage: was muss dort kontrolliert werden?
Das Netzteil oder der Sender  :-o

Autor: A. R. (redegle)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Anja

Danke für die ausführliche Erklärung. Das erklärt auch direkt meine 
Frage, wie sich ein 100Hz brummen über diese Distanz übertragen lässt.

>> Stichwort EMV.
>> Sollten dort nicht Maßnahmen getroffen worden sein.
>Wohl ein Fall für die Bundesnetzagentur.
>Nur ist jetzt die Frage: was muss dort kontrolliert werden?
>Das Netzteil oder der Sender  :-o

Ich denke, weitere "rechtliche" Schritte sind nicht notwendig.

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lothar Miller schrieb:
> Wohl ein Fall für die Bundesnetzagentur.

Muß nicht sein: die EMV-Tests finden in 10m (Haushalt) oder sogar 30 m 
(Industriegerät) Abstand statt. Wenn das Netzteil dort den EMV-Test 
besteht (Abstrahlung) heißt das noch lange nicht daß in unmittelbarer 
Nähe keine Empfänger gestört werden.

Gruß Anja

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Anja schrieb:
> Wenn das Netzteil dort den EMV-Test besteht (Abstrahlung) heißt das
> noch nicht daß in unmittelbarer Nähe keine Empfänger gestört werden.
Jaja, schon schlimm, das mit der EMV... ;-)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.