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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Brummen in Audioschaltung


Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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Hallo,

ich habe folgendes Problem: das angehängte Layout zeigt eine Schaltung, 
die ich aufgebaut habe, welche mir es ermöglicht bestimmte Anweisungen 
auf einem Display anzuzeigen und gleichzeitig akustisch auszugeben. Die 
Sprache wird dabei mittels des ISD2560 ausgegeben und mit einem LM386 
verstärkt. Das Problem liegt nun darin, dass ich ständig ein Brummen auf 
den Lautsprechern habe egal ob Sprache ausgegeben wird oder nicht, 
jedoch geht es während der einzelnen Sprachsequenzen ziemlich stark 
unter. In den Pausen ist es hingegen ziemlich laut und nervig. Kann mir 
jemand einen Tipp geben, wie ich das Brummen minimieren kann???
Habe schon überlegt einfach den LM386 in den Pausen mit dem MC 
„künstlich“ schlafen zu legen also VCC am LM386 mit einem Transistor zu 
und wegschalten….wäre natürlich nur eine Notlösung…

Bin dankbar für jede Hilfe

Autor: Jens G. (jensig)
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entweder schlechte Masseführung (Masse der gleichgerichtete 
Wechselspannung des Trafos geht z.B. mit über irgendwelche 
Signalmasseleitungen, bzw. quer durch die Schaltung ....), 
Brummeinstreuung aus der Luft (sollte sich ändern, wenn man mit der Hand 
die Schaltung abschirmt, und dabei die Hand mit Masse in Berührung 
bringt - hat nix mit Handauflegen zu tun ;-), oder der µC koppelt 
irgendwas ein (evtl. ebenfalls vermatschte Analog und Digitalmasse).

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Schalte zwischen SPK+ und SPK- einen 32Ohm oder 47Ohm Widerstand als 
Abschluss für den Soundchip. Die 560K verringerst du auf 5.6K und das 
Poti hat dann am Ende noch 1K. Die 100nF in den Eingängen sind dann 
entsprechend um die 10er Potenz zu erhöhen. Direkt über die 
Betriebsspannungsanschlüsse vom LM386 PIN6+4 noch einen 47µF Elko zum 
Stützen. X1-2 und R6 direkt an PIN4 löten, die Zuleitung zum PIN4 des 
LM386 auftrennen und mit einem (dickeren) Draht mit C9 am Sp.Regler 
verbinden. Die Masse vom ISD (PIN12+13) auch direkt durch den C17 dicht 
puffern und die Verbindung direkt mit einem extradraht zum 
Masseanschluss des Sp.Reglers ziehen. So werden Spannungsabfälle auf der 
Masseleitung zum Soundchip und zum NF-Verstärker vermieden. Das Brummen 
kommt sicher eher von der extrem hochohmig ausgelegten Symmetrischen 
Eingangsbeschaltung, die sicher nicht zu 100% symmetrisch sein wird. 
Schon mal im Datenblatt vom LM386 nachgesehen, was dort gemacht wird? Du 
musst nicht sysmmetrisch in den LM386 reingehen...

Viel Erfolg
Axelr.

Autor: X- Rocka (x-rocka)
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jau, könnte zu hochohmig sein.

ansonsten : anderes externes Netzteil testen.

Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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Danke für die Tipps!!! Ich werd das mal probieren... Hatte auch schon an 
einen asymetrischen Aufbau wie im Datenblatt angegeben gedacht. Mir war 
jedoch immer so, dass der symetrische Aufbau performancemäßig besser ist 
(Rauschunterdrückung etc.) aber das scheint ja hier nicht der Fall zu 
sein.

Autor: holger (Gast)
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>Hatte auch schon an
>einen asymetrischen Aufbau wie im Datenblatt angegeben gedacht.

Dann nimm den. Lass den Kondensator zwischen Pin 1 und 8 weg.
SP- vom Soundchip nicht mit anschliessen.
Den - (Minus) Eingang vom LM386 legst du hart auf Masse. Danach reisst 
dir das
LM386 Kerlchen die Ohren weg. Also Poti vor den + (Plus) Eingang.

Autor: Max M. (xxl)
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Zunächst mal die Info das dein Anhang kein Layout sondern
ein Schaltbild, auch Schaltplan genannt, ist.

C8 in deinem Netzteil sollte 470µF oder 1000µF haben.
Könnte sein, das ein 100Hz Oberwelle noch auf der Betriebs-
spannung liegt und die Schaltung ungünstig beeinflusst.
C9 dagegen kann deutlich kleiner bemessen werden.
4,7µF oder was in der Hersteller- Spezifikation
empfohlen wird.

Wenn es ein Leiterplatten-Layout gibt, poste das
doch mal um evtl. Probleme beurteilen zu können.

Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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holger schrieb:
>>Hatte auch schon an
>
>>einen asymetrischen Aufbau wie im Datenblatt angegeben gedacht.
>
>
>
> Dann nimm den. Lass den Kondensator zwischen Pin 1 und 8 weg.
>
> SP- vom Soundchip nicht mit anschliessen.
>
> Den - (Minus) Eingang vom LM386 legst du hart auf Masse. Danach reisst
>
> dir das
>
> LM386 Kerlchen die Ohren weg. Also Poti vor den + (Plus) Eingang.

super! das funktioniert 1A...und tatsächlich: der LM386 hats 
lauststärkemäßig echt in sich...

jetzt nur noch eine kleinigkeit, die mich stört...vor und nach jeder 
wiedergabe einzelner samples kommt es zu einem lästigen knacken im 
lautsprecher....zwar nicht sehr laut aber doch etwas störend...wie 
bekomme ich das am besten weg?

Autor: Max M. (xxl)
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wo kommt denn das Knacken her?, bzw. wie wird es verursacht.
Wenn man die Ursache kennt kann man vielleicht die Störung
schon an der Quelle unterdrücken.

Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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das ist eine gute frage, die ich leider nicht beantworten kann....wie 
bereits oben erwähnt gibt der soundchip ISD2560 einzelne samples aus, 
die vom LM386 verstärkt werden und auf den lautsprechern ausgegeben 
werden...das knacken kommt jeweils einmal vor und nach den samples und 
ist ziemlich kurz...schätze viertel bis halbe sekunde...

Autor: Jens G. (jensig)
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Tja, dann ist das wohl ein Problem des ISD2560. Scheinbar schaltet der 
intern irgendwas ab bzw. zu, wen das Sample anfängt bzw. am Ende ist.

Autor: Max M. (xxl)
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Reine Vermutung: Könnte an der AGC liegen weil die auch mit
den Eingängen vom Chip verknüpft ist. Die unbeschalteten Eingänge
(AUXin,ANAin)würde ich mal alle auf Masse legen und dann sehen ob es was
gebracht hat. Ansonsten würde ich mal auf den Steuerleitungen
(Device Control) mal ein wenig messen ob Zeitgleich ein Signal
ist was für das Knacken verantwortlich sein könnte.

Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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die einzelnen pins auf gnd setzen hat leider nichts gebracht...mit den 
steuerleitungen vom µc zum isd ist alles soweit in ordnung....es scheint 
wirklich ein problem des isd zu sein, dass zu beginn und zum ende jedes 
samples ein kurzer impuls ausgegeben wird...kann man sowas irgendwie 
unterdrücken? am lm386 vielleicht?

Autor: Max M. (xxl)
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>kann man sowas irgendwie unterdrücken?
Kann ich nicht verlässlich sagen.
Sollte doch irgendwie möglich sein.
Ich vermute das das Knacken mehr eine Gleichspannung
als ein Audiosignal ist. Gut möglich das eine
Veränderung der Koppelkondensatoren C10,11
hier etwas bringen könnte. Allerdings kann sich
unter Umständen das Signalverhalten (Bandbreite)ungünstig
verändern. Ist diese Schaltung eine eigene Idee
oder stammt die aus eine Application?
Ansonsten sehe ich noch die Möglichkeit über den
Prozessor die Signalleitung mit Transistoren
nach Masse oder zwischen den Signalleitungen
(wo ein Poti angeschlossen werden kann)
in den Pausen kurzzuschließen. Muss man eben
ausprobieren.

Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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da ich jetzt zu einer asymetrischen ansteuerung des lm386 übergegangen 
bin sieht der schaltplan nun etwas anders aus...habe einen 10 uF 
Koppelkondensator zwischen dem isd und dem lm386...dachte das wäre ein 
guter wert...
also ich hatte mir ja auch anfangs überlegt einfach die 
spannungsversorgung des lm386 mit dem µC zu steuern...quasi nach chip 
select des isd ca. 10 ms warten und dann den verstärker einschalten aber 
beim ausschalten wird es dann schwierig da ich nie sagen kann wann die 
aufnahme beendet ist...

Autor: Einer (Gast)
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Mach mal C11 mindestens 10 mal kleiner.

Autor: Kornelius Doe (kornelius)
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Einer schrieb:
> Mach mal C11 mindestens 10 mal kleiner.

Leider auch kein Erfolg....

Autor: Max M. (xxl)
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Dann noch mal kleiner um den Faktor 10.
Könnte allerdings die oberen Frequenzen abknapsen.
Ansonsten fällt mir nur noch ein Tiefpaßfilter mit
hoher Dynamik ein. Aber das ist nicht mein Gebiet.

Autor: axelr. (Gast)
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Miss mal die Gleichsspannung am SP+, während der Wiedergabe, vorher und 
nachher. Ich denke, du musst dem C von extern auf das gleich Potenzial 
ziehen, wie die Gleichsspannung am SP+. Die wird sicher gegen GND 
gezogen, wenn der jingle gespielt wurde.

Gruß
Axel

Autor: axelr. (Gast)
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C11 meine ich

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