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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Bipolar vs. CMOS OPAMPs


Autor: weißnichtweiter (Gast)
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Hallo.

Wo liegen in der Anwendung die Unterschiede zwischen bipolar und CMOS 
Operationsverstärkern?
Ein Vorteil wäre wohl bei CMOS OPAMPs, dass der Eingangswiderstand viel 
größer als bei bipolar OPAMPs ist.
Was gilt es bei der Schaltungsentwicklung sonst noch zu beachten? Wann 
benutze ich den einen, wann den anderen TYP ?

: Verschoben durch Admin
Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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- Den niedrigen Eingangsstrom von Mosfet-OpAmps hast du schon genannt.

- Oft brauchen Mosfet-OpAmps etwas weniger Strom.

- Oft liefern Mosfet-OpAmps einen etwas höheren Ausgangsstrom.

- Selten haben Mosfet-OpAmps Probleme mit der Phasenumkehr beim
  Verlassen des spezifizierten Eingangsspannungsbereichs.

- Oft haben bipolare OpAmps ein höheres Verstärkungs-Bandbreiten-Pro-
  dukt.

Man kann das aber überhaupt nicht verallgemeinern. Letztendlich sollte
die Entscheidung, welcher OpAmp genommen wird, nicht von den verwendeten
Transistortypen auf dem Chip, sondern von den Kenngrößen im Datenblatt
abhängig gemacht werden.

... und OpAmps mit JFET-Eingängen gibt es ja auch noch.

Autor: etstudent (Gast)
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Was bedeutet eigentlich das "Lin" bei LinCMOS OpAmps, z.B. beim TLC272?
Oder ist das nur ein Name?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  etstudent (Gast)

>Was bedeutet eigentlich das "Lin" bei LinCMOS OpAmps, z.B. beim TLC272?

Linear.

>Oder ist das nur ein Name?

LinCMOS heisst in etwa Linear CMOS. CMOS wurde ursprünglich für 
Digitaltechnik entwickelt, später aber für lineare ICs genutzt.

MFG
Falk

Autor: MaWin (Gast)
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> Wann benutze ich den einen, wann den anderen TYP ?

Abhängig von der Eingangsimpedanz, also dem (Innen-)widerstand deiner 
Quelle.

CMOS-OpAmps ergeben bei hochohmigen Quellen und hochohmigen 
Rückkpllungswiderständen das geringste Rauschen,

bipolare OpAmp bei niederohmigen Quellen und niederohmigen 
Rückkopplungswiderständen.

Denn an den Widerständen (Quellwiderstand und Rückkopplung) entsteht 
Spannungsrauschen, welches sich mit dem Stromrauschen überlagert und an 
einer Stelle bidet die Summe ein Minimum.

Die üblichen Audioquellen (Mikrophon und Schallplatte und Magnettonkopf) 
sind niederohmig. ph-Wert-Messung ist hochohmig.

Ansonsten gibt es natürlich einen Trend von alten bipolaren zu neuen 
CMOS-OpAmps, was aber nicht heisst dass die modernen besser sind, 
sondern nur, dass sie weniger Spannung abkönnen.

Bei hohen Temperaturen werden JFET besser als CMOS-OpAmps.

Autor: Daniel -------- (root)
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