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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Serienschwingkreis abstimmen


Autor: Hans (Gast)
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Hey ihr,

ich bin gerade daran einen Serienschwingkreis bestehend aus L C und R 
auszulegen. Dabei bin ich auf ein Problem gestoßen.
Ich möchte den Schwingkreis möglichst genau abgleichen. Jedoch ist das 
sehr schwierig, weil die Spule und die Kapazität sehr große Toleranzen 
haben.
Ich hab mir das ganze so überlegt, dass ich durch zusätzliche C's die 
Toleranzen ausgleiche. Aber wie?
An eine Kapazitätsdiode hab ich bereits gedacht. Das lässt sich aber 
hier nicht realisieren.
Kennt ihr eine Möglichkeit, den Abgleich vorzunehmen? Ist sowas durch 
Software realisierbar? Also durch zuschalten verschiedener C's? Ich hät 
nämlich n Controller auf meiner Platine...

Vielen Dank für eure Hilfe
Hans

Autor: Sascha W. (arno_nyhm)
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Wenn eine rein statische Abstimmung auf eine einzige Frequenz ausreicht, 
ist es empfehlenswert einfach mit justierbaren Induktivitäten und 
Kondensatoren zu arbeiten - das sind (in einem großen Rahmen) 
Standardbauteile mit sehr guter Verfügbarkeit. Über welchen 
Frequenzbereich reden bei Deinem Oszillator?
Kapazitätsdioden wären übrigens ebenfalls Standardlösung - weshalb 
schließt Du diese aus?

Autor: Hans (Gast)
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Ne Kapazitätsdiode schließe ich deshalb aus, weil ich ein 
differentielles Signal habe und somit immer die Kapazitätsdiode in eine 
Richtung wirkungslos ist.
Bei dem Schwingkreis habe ich eine Bandbreite von 6kHz. Arbeiten tut 
dieser im LF Bereich.
Hast du sonst noch ne Idee?

Autor: Sven Dibbert (Gast)
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Wofür willst Du den Schwingkreis verwenden? Wenn er für 1 Frequenz 
ausgelegt sein soll dann nimm einen festen C und eine veränderliche 
Spule. Ansonsten gibt es Drehkondensatoren. Du kannst auch Kondensatoren 
schalten, per Relais. Würde ich persönlich nicht machen wenns auf hohe 
Güte ankommt. Dann fester C und veränderliche Spule.

Hans schrieb:
> Ne Kapazitätsdiode schließe ich deshalb aus, weil ich ein
> differentielles Signal habe und somit immer die Kapazitätsdiode in eine
> Richtung wirkungslos ist.

Sorry, das kapier ich nicht. Hast Du Dich mit der Funktionsweise einer 
Kapazitätsdiode vertraut gemacht?

73 Sven

Autor: Hans (Gast)
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Anbei ein Schaltplan
Die Bauteile L2 C4 und R7 bilden meinen Serienschwingkreis.
Den Wert des Kondensators C4 möchte ich nun über die Kapazitätsdiode 
verändern. Die Kondensatoren C5 und C6 bilden den DC Block von V4 in den 
Schwingkreis. L3 und L4 sind HF-Blocks vom Schwingkreis in die angelegte 
Spannung.
Über V4 kann ich nun die Spannung an der Kapazitätsdiode ändern und habe 
damit Einfluss auf die Kapazität an C4.

Wenn ich die Kapazitätsdiode richtig verstanden habe, dann ist sie vom 
Prinzip her wie eine Diode, jedoch besitzt sie eine viel höhere 
Kapazität, die ich über eine externe Spannung ändern kann.
Ich bin der Meinung dass dieser Schaltplan so nicht funktioniert weil 
ich ein differentielle Signal habe und somit die Diode nur in einer 
Richtung wirksam wird.
Würde TX2 auf GND liegen würde dieser Schaltplan meiner Ansicht nach 
funktionieren.

Ist die Vermutung richtig?

Autor: Ralph Berres (rberres)
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So lange die Abstimmgleichspannung viel größer ist als die 
Wechselspitzenspannung die an der Diode liegt, verhält sie sich auch wie 
eine Kapazitätsdiode. Das heisst sie wird immer in Sperrrichtung 
betrieben.
Allerdings wird durch eine große Wechselspannungen an der Diode die 
Kapazität der Diode durch die eigene Wechselspannung verstimmt. Das kann 
in der Tat ein Problem darstellen. Auserdem verringert sich die Güte der 
Diode bei niedrigen Abstimmspannungen. Diesen Effekt kann man verringern 
in dem man 2 Kapazitätsdioden so in Reihe schaltet, das sie antiseriell
also Kathode mit Kathode verbunden am Schwingkreis liegt. Dann heben 
sich die Verstimmungseffekte durch die eigene Wechselspannung weitgehend 
auf.
So macht man es in hochwertige UKW Tuner zum Beispiel.

Ralph Berres

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