BUZman schrieb:
> Hallo,
> ich habe in der AN44 von LT eine Variante zur Strommessung in
> Schaltnetzteilen gefunden. Ist diese galvanisch getrennte Messung
> wirklich zuverlässig, so dass man das (Strom)signal auswerten und z. B.
> zur Strombegrenzung oder zum Abschalten des Ausgangs verwenden kann?
Ja, das ist zuverlässig!
> Das wäre ja ein geniales Verfahren, zumindest im Selbstbaubereich.
Naja - genial würde ich es nicht gerade nennen, sondern eher üblich
(auch oder gerade) im 'professionellen' Bereich, um Ströme z.B.
galvanisch getrennt zu messen, denn man muß die Primär- und
Sekundärwicklung nicht zwingend miteinander verbinden.
> Bei einem ersten Test mit einem kleinen Ringkern konnte ich einen Strom
> feststellen, der jedoch in etwa logarithmisch von Ausgangsstrom abhängt.
Da liegt das Problem möglicherweise im verwendeten Kernmaterial.
Evtl. geht der Kern schon bei nur einer Windung und den entsprechenden
Amperes durch die Primärwicklung in die Sättigung. Das kann bei sehr
kleinen Ringkernen jedenfalls durchaus passieren.
> Daher habe ich noch Zweifel, ob das wirklich zuverlässig und
> reproduzierbar geht.
Bei richtiger Auslegung und Bauteil-/Materialwahl funzt diese Art der
Strommessung bei Schaltnetzteilen eigentlich sehr zuverlässig.