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Forum: Platinen Proma Ätzgerät 2


Autor: Virus 744 (virus744)
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Hallo Forum,

ich bin schon längerer Zeit auf der Suche nach einem neuen und besseren 
Ätzgerät.

Nun wurde mit ein Proma - Ätzgerät 2 angeboten:

http://www.gie-tec.de/downloads/db_140070.pdf

Kann mir jemand sagen, ob dieses Gerät etwas taugt?
Kennt jemand ähnliche Gerät in dieser Preisklasse?
Ist dieses Gerät nur für NaPs freigegeben?
Muss ich de Entwickler und das NaPs nach jedem Ätzvorgang wieder 
ablassen, oder kann ich es auch mal 2-4 Wochen drinnen lassen?

Wäre toll wenn mir bei meinen Fragen jemand weiterhelfen könnte!!!


Gruß

Autor: Habnix (Gast)
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Hallo,
die Sprühätzanlage 2 ist noch nicht so lange auf dem Markt und mir im 
Detail nicht bekannt. Ich kann mich also nur auf die Ätzanlage 1 
beziehen und dort auch nur auf die mir bekannte Anlage. Die 
Unterschieden sind aber nicht so groß und man kann die Anlage 1 in die 
Ausführung 2 umbauen. Das selbe System ist nur noch ein 2. Mal aufgebaut 
worden, so dass auch die zweite Seite der Platine in einem Durchlauf 
mitgeätzt wird.
Angaben zum Ätzmittel kann man der Dokumentation entnehmen:
http://www.gie-tec.de/downloads/m_140070.pdf

Man bekommt eine ordentlich verarbeitete Anlage, der man anmerkt, dass 
sie in Handarbeit hergestellt wurde. Auch die Ätzergebnisse sind i.O. 
Die Ersatzteilversorgung dürfte auch gewährleistet sein.
Diese Anlagen wurden meiner Meinung nach für die Kleinserienfertigung 
hergestellt und ist für die Hobbyanwendung nicht optimal. Welcher 
Hobbyätzer setzt 5 Liter Entwicklerlösung an. Meistens kommt man doch 
mit 250ml in der Kunststoffschale aus. Füllt man das dann auch noch in 
eine zu der Menge passende Flasche um, kann man den Ansatz auch mehrmals 
verwenden. Bei 5 Litern braucht man schon einen Kanister. Und in der 
Anlage stehen lassen, führt zu Zerfall der Lösung durch Reaktion mit dem 
Kohlenstoffdioxid in der Luft. Ich fürchte von den 5 Litern wird man den 
größten Teil unverbraucht wegschütten. Eine Flüssigkeitsumwälzung im 
Entwicklungsbehälter findet nicht statt. Man muss die Platine also 
selber mit dem Platinenhalter bewegen. Für mich ist das keine wirklich 
gute Lösung. Ich muss allerdings zugestehen, dass durch die drei Becken 
ein professionelles Aussehen entsteht.
Die Heizung ist liegend in die Anlage eingebaut, lässt sich vermutlich 
konstruktiv nicht anders lösen, und ist damit auch an der kritischen 
Stelle der 230V- Kabeleinführung der warmen Ätzlösung ausgesetzt. Wenn 
man die Lösung wochenlang in der Anlage stehen lässt, hätte ich da schon 
meine Bedenken. Zumal der Heizstab bestimmt nicht für einen solchen 
Einsatz konzipiert wurde.
Ein weiterer Punkt, den man beachten muss ist, dass sich die Anlage auch 
ohne eingesetzten Platinenhalter einschalten lässt und damit Ätzmittel 
aus dem Platinenschacht spritzen kann.

Ich möchte diese Anlage nicht abwerten und bin der Meinung, dass es sich 
um eine durchaus recht brauchbare Anlage handelt.

Bei einigen Ätzanlagen Typ 1 traten allerdings Probleme mit der 
Deckelverklebung auf, die sich vermutlich durch die Motorvibrationen und 
nicht optimalem Klebstoff, löste. Die Erneuerung der Verklebung ist 
nicht unproblematisch und muss millimetergenau erfolgen, ansonsten lässt 
sich der Deckel anschließend nicht mehr verschrauben. Ich hoffe sehr, 
dass das Problem bei den neueren Anlagen inzwischen beseitigt wurde.

Eine ähnliche Anlage ohne zusätzliche Becken wird von MDA in den 
Niederlanden hergestellt und von BUNGARD vertrieben. Vorteil ist meiner 
Meinung nach, dass das Ätzbecken nicht verklebt, sondern aus einem Stück 
gefertigt ist. Dadurch konnte man auf die Auffangwanne verzichten. Die 
Anlage ist für Eisen-III-Chlorid konzipiert. Eine Heizung ist aber 
nachrüstbar. Gut gelöst ist, dass sich die geöffnete Anlage nicht in 
Betrieb nehmen lässt. Ob man mit dem Platinenhalter zufrieden ist, muss 
jeder selber entscheiden. Auf einen Ablasshahn wurde verzichte, da man 
dafür wieder eine Auffangwanne vorsehen müsste.

Es gibt noch eine weitere Anlage (HWE), aber die kann ich nicht weiter 
empfehlen. Das Becken besteht aus mit Silikon verklebten Glasplatten und 
besitzt keine Auffangwanne, was natürlich bei Undichtigkeit zu 
Folgeschäden führen kann. Auch die Verarbeitung war bei der mir 
bekannten Anlage nicht wirklich überzeugend. Man müsste auf jeden Fall 
bei Benutzung dieses Fabrikats eine Auffangwanne nachrüsten. 
Ausgelaufene Ätzflüssigkeit auf dem Tisch, die dann vielleicht auch noch 
auf den Fußboden tropft und dort breitgetreten wird, ist nicht 
jedermanns Sache. Das Ätzergebnis ist ok.

Eine weitere Sprühätzanlage wurde von der Fa. RADIX gefertigt. Aber auch 
die war im Originalzustand nicht wirklich gut. Es kam beim Ätzen z.B. zu 
ungleichmäßigem Kupferabtrag und damit Streifenbildung. Da diese Anlage 
nicht mehr produziert wird, will ich hier nicht auf ihre weiteren 
Defizite eingehen.

Schönen Sonntag

Autor: virus744 (Gast)
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Hallo Habnix,
vielen, vielen Dank für deine mehr als ausführliche Antwort!

Leider glaube ich, dass es dir geht wir mir am Anfang......
...... Es git eine Atzgerät2 und eine Ätzstation2.
Die eine mit 3 Becken zum Entwickeln, Spülen, Ätzen und ein Ätzgerät2 
das nur ein Ätzbecken hat.

LEIDER muss ich mich entschuldigen, dass ich den FALSCHEN Link eingefügt 
habe.....
Hier der richtige:

http://www.gie-tec.de/downloads/db_141030.pdf

Vielen Dank für weiter Antworten im Voraus!!!!

Gruß

Autor: Malte (Gast)
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Die Frage ist ja was hast du bis jetzt für ein Ätzgerät?! Ich bin noch 
recht neu auf dem Gebiet aber die Anlage sieht aus wie die einfachen 
Küvetten Selbstbauten im Internet.

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