Hi
Zum Einsteigen in die µC-Praxis sollte man sich folgende Fragen
beantworten:
Habe ich Kenntnisse in Grundlagen der Elektrik (Stromkreis etc)?
Habe ichKenntnisse über Elektronik (Bauteile und Funktion) ?
Habe ich "Begabung" in der Praxis (löten, beschalten, zeichnen)?
Habe ich bereits Meßgeräte und Werkzeug ?
erst jetzt die Fragen zur Programmierung:
Kann ich logisch denken und analysieren?
Habe ich Programmiersprachen bereits "ausprobiert" ?
Habe ich verstanden, warum eine Struktur wichtig ist?
letztlich:
Bin ich gewillt, Freizeit zu opfern, zu lesen, zu lernen ?
Habe ich Ideen zu Anwendungen ?
Bin ich bereit, entstehende Kosten zu tragen und ein Budget einzurichten
?
Füll dir mal diese Fragen mit Antworten. Dann erkennst du z.B. wo du
stehst. Jedes nein bringt dich weiter weg von deinem Vorhaben und am
Ende kann die Entscheidung fallen, einfach ins Kino zu gehen und die
µC's zu vergessen.
Wenn das so nicht ist, dann weißt du aber, worauf du dich einläßt. Jede
Frage wird irgendwann einmal Bedeutung haben und dich zwingen, diese mit
"ja" abzuhaken.
Dann denke ich, kommt die Frage zu den Bauteilen:
Netzteil
PC (Schnittstelle ?)
Ob Stk500 oder Pollin kann ich nicht sagen, ich benutze Pollin, weil es
einfach billiger war und die Platine hinterher gleich Applikation
bleiben kann. Für rd. 15 € lohnt es sich nicht, noch eine eigene
Schaltung hinterherzubasteln. Die notwendigen E/A's kann man auch
leicht auf ein Lochraster bringen und wenn's was ganz aufwändiges ist,
na ja, dann baut man eben eine eigene Platine. Aber soweit ist's ja noch
nicht. Für den Einsatz dieser Platine genügt ein serieller Port am PC
und ein einfaches 9-12V Steckernetzteil. Egal, ob Gleich- oder
Wechselspannung, eine Gleichrichtung (kann man auch als Verpolschutz
betrachten) ist auf der Platine sowie ein einfacher Festspannungsregler.
Wenn man den Bausatz sich nicht zutraut, kann man auch für ein paar
Euros mehr eine Fertigplatine bekommen.
Ein Meßgerät, Vielfach, sollte auch im Budget berücksichtigt werden,
davon mindestens ein gutes. Vielleicht zusätzlich so ein paar 5€-Teile.
Die gehen ganz gut, wenn man nur Spannungen betrachten möchte...
evtl. ein Lötkolben... - station
Ein Steckbrett für zusätzliche schnelle Schaltungsaufbauten und ein paar
"gängige" Bauteile... (Widerstände, Kondensatoren, Dioden, Transistoren,
Relais, LED's usw.)
Wenn dein Arbeitsraum begrenzt ist, kauf dir für ein paar Euro einen
Alukoffer und Sperrholzplatten. Die Sperrholzplatten sägst du passend in
den Koffer und beklebst sie mit Filz (der Optik wegen). Dann klebst du
Klettbandsteifen drauf und dahinter. Einmal halten die Klettbandsteifen
die Platte im Koffer und auf der anderen Seite deine Experimentierteile
und Zubehör (Platinen, Sortierkästen, Meßgeräte und was auch immer du
für deine Experimente benötigst). Dann meckert auch niemand über die
Unordnung.....
Ich habe ein festes Netzteil, ebenfalls vom Billigversand, ein
Steckbrett, meine Meßgeräte sowie 2 Sortierkästen und meine µC-Platine
über Klettband im Koffer befestigt. Dadurch bleiben sie herausnehmbar
und trotzdem ordentlich im Koffer fixiert. Platz für notwendige Kabel
und Werkzeug ist auch noch.
Nun brauchst du noch Software. Da arbeite ich mit AVR Studio (Assembler)
und mit PonyProg*. (*ist der Nachteil bei Pollin-Board, aber auch kein
so großes Problem).
Wenn du einen Controller mit einem PC reden lassen willst, dann ist es
gut, wenn du auch auf PC-Seite Applikationen erstellen kannst. Also, es
ist viel zu tun und Langeweile ist ab Entscheidung zum µC
Verhgangenheit.....
Gruß oldmax