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Forum: PC Hard- und Software PC Überlebenschance bei Blitzschlag


Autor: Werner (Gast)
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Moin,

nehmen wir mal an, der PC (Tower-Gehäuse aus Blech) ist ausgesteckt.
Der Blitz schlägt direkt ins Hausdach (Blitzableiter) ein. Überlebt
das der PC? Überleben das irgendwelche anderen Geräte wie Router?
Was sind eure Erfahrungen?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wenn der Blitzableiter richtig aufgebaut ist, ja. Wenn der Blitz ne 
Möglichkeit hat irgendwie an Kabel zu kommen die an deine Geräte gehen, 
sind sie futsch!
Geräte gegen direkten Blitzschlag zu sichern, macht nur das Militär. Dre 
Aufwand lohnt einfach sonst nicht.
Alle anderen ersetzen die Geräte bzw. bemühen ihre Versicherung.

Daher ist der Oma-Spruch vom Steckerziehen grundsätzlich gut und 
effektiv.

Einen Zwischenweg begehen die Telekom-Unternehmen mit einem mehrstufigen 
Sicherheitskonzept.

Autor: Matthias (Gast)
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> Geräte gegen direkten Blitzschlag zu sichern, macht nur das Militär.

Nein, auch die Mobilfunkbetreiber. Mit den seit ein paar Jahren geltenen 
Blitzschutzkonzepten wird der Blitz von der Anlage soweit möglich fern 
gehlaten. Lange Blitzfangstangen und der Einsatz von GFK Stangen mit 
isolierter Ableitung oberhalb der Antennenanlage maches sowas möglich.

Autor: Potz Blitz (Gast)
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Es kann schon reichen, wenn der Blitz im Nachbarhaus einschlägt,
ohne auf die Leitung zu kommen. Eine gute gut Versichrung mindert
zumindest den finanziellen Schaden.

Bei mir hatte vor mehreren Jahren eine Spundwand, die eine
Baufirma in eine 20kV Erdleitung rammte, das Ende vom Fax
bedeutet. Der PC überlebte glücklicherweise.

Sooooo schlecht ist der Tip mit dem Stecker ziehen gar nicht,
aber auch den Router abstecken.......

Autor: oszi40 (Gast)
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Bei Bekannten hat der Blitz in den Schornstein eingeschlagen.
Anschließend sammelte der Fernsehmann in der ganzen Straße TV-Geräte zur 
Reparatur ein.

Seitdem habe ich einige Überspannungsschutzstecker mehr in Betrieb. Die 
sind schneller ausgetauscht als ein Schaltnetzteil repariert ist.

Die meisten Überspannungen werden wohl durch durch das Netz, Antenne und 
Telefon eingeschleppt wenn nicht ein direkter Einschlag erfolgt.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Matthias schrieb:
>> Geräte gegen direkten Blitzschlag zu sichern, macht nur das Militär.
>
> Nein, auch die Mobilfunkbetreiber. Mit den seit ein paar Jahren geltenen
> Blitzschutzkonzepten wird der Blitz von der Anlage soweit möglich fern
> gehlaten. Lange Blitzfangstangen und der Einsatz von GFK Stangen mit
> isolierter Ableitung oberhalb der Antennenanlage maches sowas möglich.

Wenn du zitierst, dann nicht außerhalb des ursprünglichen Sinnes! Denn 
ich schrieb was von Telekoms und darunter verstehe ich auch 
Mobilfunkbetreiber. Achso stimmt, die wollen den klassischen Telekoms ja 
das Wasser abgraben.
Darf ich folgern, du arbeitest für einen der Mobilfunkbetreiber?

Autor: blitzi (Gast)
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>nehmen wir mal an, der PC (Tower-Gehäuse aus Blech) ist ausgesteckt....
Dann kann der PC höchstens durch ein vom Blitz ausgelöstes Feuer 
Sterben. Vielen dank an alle, die nicht lesen können.

Autor: oszi40 (Gast)
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Lesen kann ich noch,
Nur Strom raus heißt noch lange nicht, daß eine kleine Überraschung über 
das Netzwerk oder andere Kabel kommt.

Es gab schon Bilder, wo man den Weg des Blitzes genau am fehlenden Putz 
und herausgeflogenen Steckdosen verfolgen konnte. Eine angesteckte Maus 
wäre in diesem Fall schon "interessant".

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich könnte mir vorstellen, daß ein in nächster Nähe vorbeilaufender 
Blitz sogar Teile der Festplatte killen könnte. Immerhin sind die 
Feldstärken durchaus beträchtlich - da fließen ja gerne mal 30KA. 
Fernseher können z.B. noch in zig Meter Entfernung dauerhaft 
magnetisiert werden, so daß das Bild schön bunt wird.

Autor: Daniel R. (h3po)
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Abdul K. schrieb:
> Ich könnte mir vorstellen, daß ein in nächster Nähe vorbeilaufender
> Blitz sogar Teile der Festplatte killen könnte. Immerhin sind die
> Feldstärken durchaus beträchtlich - da fließen ja gerne mal 30KA.
> Fernseher können z.B. noch in zig Meter Entfernung dauerhaft
> magnetisiert werden, so daß das Bild schön bunt wird.

Da musste ich auch grade dran denken, das Magnetfeld das durch den Blitz 
erzeugt wird. Könnte mir vorstellen, dass die Induktion doch nicht zu 
vernachlässigen ist wenn zB an der Hauswand der Blitzableiter langläuft 
und in 1m Abstand auf der anderen Seite der Wand steht ein Rechner.
Gibts Physikfreaks die das ausrechnen möchten oder Erfahrungsberichte?

Autor: Michael M. (technikus)
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oszi40 schrieb:
> Lesen kann ich noch,
> Nur Strom raus heißt noch lange nicht, daß eine kleine Überraschung über
> das Netzwerk oder andere Kabel kommt.

Ganz genau! Ich hatte mal den Fall, daß der Blitz ca. 1 km entfernt in 
eine Telefonleitung eingeschlagen hat. Der PC war mit einer schaltbaren 
Steckdosenleiste vom Netz getrennt, jedoch war ein serielles Analogmodem 
eingesteckt und ans Telefonnetz angesteckt.
Ergebnis: TAE-Dose defekt (die sind solchen Strömen wohl nicht 
gewachsen) Modem defekt (Amtsrelais in alle Einzelteile zerlegt, 
Schutzdioden,...), Mainboard defekt (bei ICs der Southbridge mit der 
seriellen Schnittstelle drauf war das Plastik weggesprengt!). 
SCSI-Kontroller incl. Platte und PC-Netzteil haben hingegen überlebt. 
Bei der Ölheizung war das Netzteil defekt, obwohl die meilenweit vom 
Telefon weg war. Die Überspannung ist also vom Telefonnetz auf das 
Stromnetz übergesprungen.
Fazit: Alle Verbindungen zum Telefon-, Strom- oder TV-Kabelnetz müssen 
getrennt werden, denn die mannigfaltigen Querverbindungen auch bei den 
Nachbarn verteilen die Überspannung.
Ob das allerdings bei einem Blitzeinschlag ins eigene Haus reicht? Wie 
Abdul K. schreibt, treten ja kräftige Magnetfelder durch den Blitzstrom 
auf. Die induzieren natürlich in allen Leiterschleifen Spannungen, die 
ebenfalls Schäden anrichten können.

@oszi40
Zugegeben, der Überspannungsschutz in der Steckdosenleiste bringt schon 
einiges. Allerdings ist der als Feinschutz konzipiert, bräuchte also 
eigentlich noch einen Grobschutz im Sicherungskasten.

Servus
Michael

Autor: Peter (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Seitdem habe ich einige Überspannungsschutzstecker mehr in Betrieb. Die
> sind schneller ausgetauscht als ein Schaltnetzteil repariert ist.

aber die sind zu 99% Wirkungslos weil sie überhaupt nicht für die 
energie auslegt sind. Dazu gehört auch noch ein Grob und Mittelschutz in 
der Verteilung bzw. am Hausanschluss, sonst macht so ein Feinschutz 
keinen sinn. (ausser umsatz beim Hersteller)

Autor: Helmut -dc3yc (dc3yc)
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Hatte vorletzes Jahr einen Direkteinschlag in meine Funkantenne. Alle 
Geräte hinüber, bis auf Waschmaschine, Kühlschrank, Spülmaschine, Herd. 
Aber da war die (Synchronmotor-)Uhr kaputt. Habe von der Telekom eine 
neue Leitung vom Unterverteiler bekommen. Weiterhin waren alle 
DSL-Anschlüsse im Umkreis von 100m defekt. Ausserdem 4 Heizungen. Meine 
PCs haben es nicht überlebt. Nur ein Plattenspieler der Jubelelektronik 
ging noch. Der Heimtrainer im Keller, der nicht eingesteckt war, war 
auch defekt: wahrscheinlich hat der Ringerder ein stärkeres Magnetfeld 
erzeugt und der Trafo hat es eingefangen. Alle Gleichrichterdioden waren 
durchlegiert. Schaden war im fünfstelligen Bereich, den die Hausrat- und 
Gebäudeversicherung übernommen hat.

Autor: Udo R. S. (Gast)
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Bei uns ist der Blitz vor einem halben Jahr in direkter Nähe 
eingeschlagen, ich kann nicht exakt sagen wo, aber wahrscheinlich in den 
Edelstahlkamin in unserem Haus.
Danach war ein eingeschalteter PC hin (Netzteil, Graka (eine der beiden 
Monitorausgänge) und Monitor) ein alter Videorekorder auf Standby und 
ein Siemens Telefon. In der Nachbarschaft einige Fernseher. Das WLAN 
Modem und ein 7.1 Receiver waren zunächst tot, nach einem Master Reset 
(Stecker 2 Minuten gezogen) gingen sie wieder.
Der ausgeschaltete Rechner an einer Blitzschutz Master/Slave 
Steckdosenleiste sowie der Rest waren ok.
Kein Blitzschutz, Altbau.
Ich denke jetzt über einen Blitzschutz nach :-)

Autor: Udo R. S. (Gast)
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PS. Nach dem Einschlg hatte ich mich etwas über Blitzschutz informiert. 
Wenn Der Blitz in den Blitzableiter voll eingschlägt hast du alleine 
durch die Induktivität der Blitzableiter noch mehrere 1000V Transienten.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Helmut -dc3yc schrieb:
> Hatte vorletzes Jahr einen Direkteinschlag in meine Funkantenne. Alle
> Geräte hinüber, bis auf Waschmaschine, Kühlschrank, Spülmaschine, Herd.
> Aber da war die (Synchronmotor-)Uhr kaputt. Habe von der Telekom eine
> neue Leitung vom Unterverteiler bekommen. Weiterhin waren alle
> DSL-Anschlüsse im Umkreis von 100m defekt. Ausserdem 4 Heizungen. Meine
> PCs haben es nicht überlebt. Nur ein Plattenspieler der Jubelelektronik
> ging noch. Der Heimtrainer im Keller, der nicht eingesteckt war, war
> auch defekt: wahrscheinlich hat der Ringerder ein stärkeres Magnetfeld
> erzeugt und der Trafo hat es eingefangen. Alle Gleichrichterdioden waren
> durchlegiert. Schaden war im fünfstelligen Bereich, den die Hausrat- und
> Gebäudeversicherung übernommen hat.

Alles für eine Antenne? Teures Hobby.

Autor: oszi40 (Gast)
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Nicht jeder Blitz tut das was Ihr nach DIN erwartet.

Es gab schon schlimme Bilder mit herausgerissenen Leitungen, gespaltenen 
Bäumen und vielen Einschlägen auf hohen Gebäuden. Bei Bekannten hat er 
den Schornstein getroffen obwohl HÖHERE Gebäude daneben waren!

Michael M. schrieb:
> @oszi40
> Zugegeben, der Überspannungsschutz in der Steckdosenleiste bringt schon
> einiges. Allerdings ist der als Feinschutz konzipiert, bräuchte also
> eigentlich noch einen Grobschutz im Sicherungskasten.

Stimmt, kann man verbessern.
Fakt war aber daß trotz Einschlag im Haus hauptsächlich Geräte mit 
Schaltnetzteil in der ganzen Straße betroffen waren. Geräte mit 
herkömmlichen Trafos hatten die Spannungsspitze besser überstanden.

Bei direktem Einschlag in Deine Elektroleitung im Boden wird auch der 
Grobschutz im Keller wenig Wirkung zeigen.

Wenn selbst dicke Blitzableiter beim Einschlag kurz glühen könnte der 
solide Grobschutz auch ein Häufchen Asche sein ?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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oszi40 schrieb:
> Nicht jeder Blitz tut das was Ihr nach DIN erwartet.
>
> Es gab schon schlimme Bilder mit herausgerissenen Leitungen, gespaltenen
> Bäumen und vielen Einschlägen auf hohen Gebäuden. Bei Bekannten hat er
> den Schornstein getroffen obwohl HÖHERE Gebäude daneben waren!

Dazu müßte der Abstand schmaler als ca. 5m sein. Unwahrscheinlich. Also 
kein Abschirmeffekt!


> Stimmt, kann man verbessern.
> Fakt war aber daß trotz Einschlag im Haus hauptsächlich Geräte mit
> Schaltnetzteil in der ganzen Straße betroffen waren. Geräte mit
> herkömmlichen Trafos hatten die Spannungsspitze besser überstanden.

Ist auch ein alter Hut.


>
> Bei direktem Einschlag in Deine Elektroleitung im Boden wird auch der
> Grobschutz im Keller wenig Wirkung zeigen.
>
> Wenn selbst dicke Blitzableiter beim Einschlag kurz glühen könnte der
> solide Grobschutz auch ein Häufchen Asche sein ?

Zündkerze hat sich bewährt.

Autor: Martin Freund (martinf)
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Hab schon mehrere Blitzeinschläge in unser Haus bzw. unsere Schreinerei 
erlebt. (Hab damals noch auf dem höchsten 'Berg' im Umkreis von ca. 5km 
gewohnt.) U.a. hat sich der Blitz mal seinen Weg durch das ISDN-Kabel 
gebahnt und ist dann über die ISDN-Karte aufs Motherboard 
übergeschlagen. PC war kaputt obwohl er vom Stromnetz getrennt war, die 
Telefonanlage funktionierte noch einwandfrei. Aber so standhaft war sie 
nur einmal.
Es gingen aber immer nur Geräte in dem Zimmer kaputt, an dessen 
Außenwand der Blitzableiter verlief.

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