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Forum: Offtopic Kann GPS durch das Erdmagnetfeld gestört werden?


Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Im Text unter dem Bild heißt es: "Das Boden-Magnetfeld ist jedoch stark 
genug, um GPS-Sender zu stören oder..."

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-52846.html

Sieht man mal von der leicht unpräzisen Formulierung ab - gemeint sind 
wohl eher GPS-Empfänger -, stellt sich die Frage: Wie das?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Sieht man mal von der leicht unpräzisen Formulierung ab - gemeint sind
> wohl eher GPS-Empfänger -, stellt sich die Frage: Wie das?

Kann ich mir eigentlich nur so vorstellen, dass das Megnetfeld das 
elektromagnetische Feld des Signals ablenkt. Längere Laufzeit -> falsche 
Position.

Aber wenn diese Anomalien 100-mal schwächer als das Erdmagnetfeld sind, 
kann ich mir nicht wirklich vorstellen, was das dann in Summe ausmacht.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Es scheint sich wohl doch mal wieder um geballten Blödsinn zu handeln.

Zitat aus dem Artikel:
Auch die magnetischen Gesteine des Bodens können das Magnetfeld stören, 
zwar nur geringfügig - doch stark genug, um GPS-Geräte in die Irre zu 
führen. Die Navigationsgeräte verfügen oft über Magnetfeld-Sensoren, um 
die Richtung anzuzeigen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Ich sach mal so:
Wenn dieses schwache Feld schon ausreicht, wage ich mir gar nicht 
auszumalen, was die ganzen Motoren und Elektroniken in einem Auto dem 
GPS Signal antun.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Nah, wer weiß, womöglich sind das ja die berühmten Erdstrahlen...

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Und wie sich dann wohl erst Wasseradern auf die Präzision der GPS-Geräte 
auswirken...

Autor: V. Baumann (dr-robotnik)
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Ich glaube da geht es um den magnetischen Kompass in einigen tragbaren 
GPS-Geräten. Die meißten Navigationsgeräte in Autos haben sowas meines 
wissens nicht.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ja, das stellt sich am Schluß des Artikels dann raus...

Früher nannte man das Kompaßmißweisung, aber heute sind wir ja über 
den Kompaß längst rausgewachsen, deswegen muß es GPS sein...

Autor: Unbekannt Unbekannt (unbekannter)
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Für diese Missweisung gibt es Karten. Dort sind sogenannten Isogone 
eingezeichnet.

Übrigens ist diese magnetische Missweisung alles, nur nicht konstant. 
Sie verändert sich mitunter recht kräftig.

Zur Zeit wandern die Isogonen in Deutschland (wenn ich mich recht 
erinnere, hab keine Lust nachzuschauen) in westliche Richtungen, und 
zwar im einstelligen Kilometerbereich pro Jahr.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Unbekannt Unbekannt schrieb:
> Übrigens ist diese magnetische Missweisung alles, nur nicht konstant.
> Sie verändert sich mitunter recht kräftig.

Das sind mehrere überlagerte Effekte:
- Sonnenwind
- Wanderung des Magnetpols
- lokale Störungen

Wobei die lokalen Störungen natürlich konstant sind.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Mein subjektiver und deswegen nur eingeschränkt ernst zu nehmender
Kommentar dazu:

So etwas entsteht, wenn Dummen (den Spiegel-Lesern) von noch Dümmeren
(den Spiegel-Redakteuren) etwas vermittelt werdem soll, was auch nur
minimal über die üblichen Stammtischgesprächsthemen hinausragt.

Man beachte nur die Legende der Karte im Orignal¹ (linker Anhang) und in
der vom Spiegel lesergerecht aufbereiteten Version² (rechter Anhang).

Das erinnert mich irgendwie an die Fa. Microsoft, die in ihrem Betriebs-
system keine Möglichkeit vorsieht, Wechselmedien (wozu seltsamerweise
auch USB-Sticks zählen) zu partitionieren, weil dies den Anwender
möglicherweise überfordern könnte.

¹) Quelle: http://www.liag-hannover.de/uploads/media/Magnetikkarte.pdf
²) Quelle: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-52846.html

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
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V. Baumann schrieb:
> Ich glaube da geht es um den magnetischen Kompass in einigen tragbaren
> GPS-Geräten. Die meißten Navigationsgeräte in Autos haben sowas meines
> wissens nicht.

So was braucht man im Auto auch nicht.

Bei fest eingebauten Geräten gibt es die Radsensoren, es ist in der 
Regel ein Gyro eingebaut und durch diese zwei Infos weis man wie rum das 
Fahrzeug steht.
Dann noch die Karte an die Position anpassen und fertig.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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> So was braucht man im Auto auch nicht.

Braucht man sehr wohl. Bei nur GPS muss man nach einer Fahrpause erst 
ein Stück fahren, damit das Navi die Richtung bestimmen kann. Mit einem 
digitalen Kompass weiss das Navi sofort, in welche Richtung die Nase des 
Autos steht und gibt passende Kommandos. Jedenfalls ist das in meinem 
Hyundai Tucson mit Becker Navi-Radio "Highspeed" so.

Frank

Autor: Bernhard Sch. (wurzel)
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Zu Yalu X' dummen Redakteuren

diese Leute haben nun mal schreiben und nicht technik studiert.
Aber sie sind mir immer wieder eine quelle der erheiterung.
Denn in knapp 80% der artikel in denen einheiten auftauchen sind diese 
irgendwie falsch.
Das beginnt mit so unwichtigen sachen wie kmh,
wächst sich aber auch gern mal zu nation bedrohenden murks aus wie:
Kraftwerk xy hat eine "leistung von 100MWh".
Ja stimmt und danach ist es kaput.

Sehr schön fand ich in einen artikel über die verfügbarkeit von Indium 
und Galium. Dort schrieben sie, dass in den untersuchten Proben eine 
Konzentration von "100ppm pro Tonne" gemessen wurde.

wurzel

Autor: Gerry E. (micky01)
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Bernhard Sch. schrieb:
> "100ppm pro Tonne"

Tonne meint hier bestimmt Fass :-)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bernhard Sch. schrieb:
> diese Leute haben nun mal schreiben und nicht technik studiert.

Das mag ja sein. Was mich allerdings schon wundert, ist das 
Selbstbewußtsein, mit dem sie ihren Müll zusammenkritzeln und 
veröffentlichen. Fehlerkorrekturen kommen nicht in Frage und wo kämen 
wir denn hin, wenn sie Fachleute fragen und sich dann auf das 
beschränken, was sie können: Das fachgerechte Redigieren der Texte.

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