Überfüllsicherung für Salzwasseraquarium

OP #1640545
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Hallo zusammen,

ich würde gerne eine Überfüllsicherung für mein Aquarium bauen. Da habe 
ich mir gedacht, dass ich einfach die Phase meines 11,3 VDC ins Wasser 
hänge, und das andere Ende, dass an ein Relais geht, auch. Wenn jetzt 
das Wasser sinkt, und die Sonde im Trockenen liegt, kann ja kein Strom 
mehr fließen. Da ich das ganze mit ner S7 steuer, kann ich ja einen neg. 
Ausgang auf ne Pumpe schalten, die mir dann das Wasser wieder auffüllt.
Jetzt hab ich aber das Problem der Elektrolyse. Vielleicht kann jemand 
von euch helfen, ich weiß nicht mehr weiter.
#1640558
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Da bietet es sich an, die Spannung immer nur sehr kurzzeitig für die 
Messung anzulegen und dann wieder abzuschalten.
Ob das Wasser gesunken ist, muss du ja wahrscheinlich nur alle paar 
Minuten bis Stunden prüfen, um die Verluste durch Verdunstung etc. zu 
erkennen. Und beim Füllen vorübergehend öfter prüfen.
OP #1640583
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Das mit dem hoch und runterfahren wäre keine Idee, aber da kann ich mir 
auch gleich ein fertiges Modul bei Conrad bestellen, das macht aber nur 
halb so viel Spaß. Des weiteren wenn die Kontakte in der Luft hängen, 
will ja die SPS wieder weiter füllen.
Schwimmschalter kommt nicht in Frage, da der mechanisch funktioniert. 
Der kann durch Algen verkleben oder ein Krebs könnte ihn blockieren.
Gast #1640613
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Dennis Brenzel schrieb:
> Jetzt hab ich aber das Problem der Elektrolyse. Vielleicht kann jemand
> von euch helfen, ich weiß nicht mehr weiter.

tja das problem gibts immer.  ;-)
und das gröste, das sich die elektrode langsamm auflöst.

ev. hilft elektrode aus graphit.
und nur so viel stom wie unbedingt nötig.
OP #1640626
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Ich brauch 8VAC Spannung für das AC Relais und das schaltet bei 300 mA. 
Das scheint schon zuviel zu sein. Das mit den Elektroden hab ich schon 
gemerkt;-) Kupfer is nix, Edelstahl auch nicht, und bei den 
Graphitelektroden hab ich auch ne Reaktion, nur da hab ich noch nicht 
beobachtet, ob da auch etwas ausfällt.
Gibt es keine andere Möglichkeit, die möglichst einfach und günstig zu 
realisieren ist? Am besten ohne µC, da bin ich schon zu lange raus;-)
Gast #1640671
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      QQ

so vlt, ein Schwimmer, der in einem Rohr geführt wird und immer über dem 
Wasserspiegel ist.
Am Rohr sind dann seitlich Kontakte angebracht, die ab einer bestimmten 
Wasserhöhe schalten.
Gast #1640703
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Bring doch ein kleines Plexiglasröhrchen in einer Ecke und darin einen 
Schwimmer (Styropor, o.ä.) mit aufgeklebtem Magneten. Von aussen bringst 
du dann einen oder mehrere Reedkontakte an und somit hast du Wasser und 
Strom sehr schön getrennt und mit 2 Kontakten kannst sogar eine 
Hysterese einstellen, die sich übrigens bei 2-Punkt-Regelungen immer 
empfiehl.

Vielleicht den Schwimmer am oberen Punkt am Weiter Aufschwimmen hindern, 
dass er nicht beim Befüllen am Reedkontakt vorbeirauscht...
#1640880
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Dennis Brenzel schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> ich würde gerne eine Überfüllsicherung für mein Aquarium bauen. Da habe
> ich mir gedacht, dass ich einfach die Phase meines 11,3 VDC ins Wasser
> hänge, und das andere Ende, dass an ein Relais geht, auch. Wenn jetzt
> das Wasser sinkt, und die Sonde im Trockenen liegt, kann ja kein Strom
> mehr fließen. Da ich das ganze mit ner S7 steuer, kann ich ja einen neg.
> Ausgang auf ne Pumpe schalten, die mir dann das Wasser wieder auffüllt.
> Jetzt hab ich aber das Problem der Elektrolyse.

Lösen wir seit mehr als 15 Jahrne erfolgreich mit AC an den 
Sondenkontakten. DC ist dort absolut nicht empfehlenswert.

Und alternativ kannst Du gekapselte Schwimmerschalter nehmen, da gibt es 
auch keine Probleme. Findest Du z.B. in ebay für kleines Geld, da lohnt 
der Selbstbau nicht.
Gast #1640970
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Schon mal was vom "elektrischen Abfischen" gehört?
OK, hierbei sind andere Spannungen und Ströme im Einsatz.

Außer Schwimmerschalter funktioniert auch noch eine
optische Lösung: Plexiglasstab mit "spitzem Ende".
Von oben mit LED reinleuchten, solange das Teil "trocken" ist
wird (wegen Totalreflexion am spitzen Ende) das LED-Licht
fast komplett "zurückkommen" Taucht das Teil ins Wasser kommt
deutlich weniger Licht zurück. (Wird ins Wasser abgelenkt).

Sowas gibt es auch fertig zu kaufen.

Vorteil: Strom und Wasser beleiben schön getrennt.
#1641048
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Dennis Brenzel schrieb:
> Sorry, ich meinte natürlich 11,3 VAC. Gekapselte sind ja
> Schwimmerschalter, die in einem geschlossenen Rohr sitzen,

Es gibt auch Schwimmerschalter die AUSSEN an einem Rohr langgleiten, und 
der elektrische Teil sitzt drinnen.
Was machst Du da, weil sich nichts zusetzen kann?

>  in das ein
> paar Löcher gebohrt sind, damit das Wasser eindringen kann. Was mach ich
> jetzt, wenn sich diese Löcher zusetzen?

Da nimmst Du einfach eine andere Problemlösung, da diese Anordnung für 
Deinen Zweck offensichtlich ungeeignet ist.
OP #1641320
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Andrew Taylor schrieb:
> Es gibt auch Schwimmerschalter die AUSSEN an einem Rohr langgleiten, und
> der elektrische Teil sitzt drinnen.
> Was machst Du da, weil sich nichts zusetzen kann?

Da können sich Algen am Rohr bilden und wiederrum den Schwimmer 
blockieren.


> Da nimmst Du einfach eine andere Problemlösung, da diese Anordnung für
> Deinen Zweck offensichtlich ungeeignet ist.

Und welche? Deswegen frag ich ja.
OP #1641327
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Gast 10 schrieb:
> Schon mal was vom "elektrischen Abfischen" gehört?
> OK, hierbei sind andere Spannungen und Ströme im Einsatz.
>
> Außer Schwimmerschalter funktioniert auch noch eine
> optische Lösung: Plexiglasstab mit "spitzem Ende".
> Von oben mit LED reinleuchten, solange das Teil "trocken" ist
> wird (wegen Totalreflexion am spitzen Ende) das LED-Licht
> fast komplett "zurückkommen" Taucht das Teil ins Wasser kommt
> deutlich weniger Licht zurück. (Wird ins Wasser abgelenkt).
>
> Sowas gibt es auch fertig zu kaufen.
>
> Vorteil: Strom und Wasser beleiben schön getrennt.

Hab ich mir auch schon überlegt, nur da gibt es wieder das Problem, wenn 
sich an der Messpitze Algen bilden, und dass Wasser steigt dann an, so 
dass das Licht eigentlich nicht mehr im Inneren reflektiert wird, durch 
den Algenbewuchs wird das Licht aber ständig reflektiert, weil es ja 
nicht mehr nach außen kann.
#1641331
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Dennis Brenzel schrieb:
> Andrew Taylor schrieb:
>> Es gibt auch Schwimmerschalter die AUSSEN an einem Rohr langgleiten, und
>> der elektrische Teil sitzt drinnen.
>> Was machst Du da, weil sich nichts zusetzen kann?
>
> Da können sich Algen am Rohr bilden und wiederrum den Schwimmer
> blockieren.

Können oder tun sie es wirklich?


Ich habe hier keinen Fall in dem das zu Problemen führte.
Aber mag sein das Du andere Erfahrungen hast.


>
>
>> Da nimmst Du einfach eine andere Problemlösung, da diese Anordnung für
>> Deinen Zweck offensichtlich ungeeignet ist.
>
> Und welche? Deswegen frag ich ja.

Schrieb ich bereits oben:

Lösen wir seit mehr als 15 Jahren erfolgreich mit AC an den
Sondenkontakten.

Erfolgreich == keine Probleme treten/traten auf.
OP #1641378
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> Können oder tun sie es wirklich?
>
>
> Ich habe hier keinen Fall in dem das zu Problemen führte.
> Aber mag sein das Du andere Erfahrungen hast.

Tun es auch wirklich.

> Schrieb ich bereits oben:
>
> Lösen wir seit mehr als 15 Jahren erfolgreich mit AC an den
> Sondenkontakten.
>
> Erfolgreich == keine Probleme treten/traten auf.

Wie genau ist das bei dir aufgebaut? Bei mit sieht es so aus:

ML--------------------------Relais
Ph---------'   '------------Relais
           '   '
           '   '
           '   '
~~~~~~~~~~~'~~~'~~~~~~~~~~~~
           '   '
#1641431
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Dennis Brenzel schrieb:
> Wie genau ist das bei dir aufgebaut? Bei mit sieht es so aus:
>
>
>
> ML--------------------------Relais
>
> Ph---------'   '------------Relais
>
>            '   '
>
>            '   '
>
>            '   '
>
> ~~~~~~~~~~~'~~~'~~~~~~~~~~~~
>
>            '   '

So mache ich dasauch.
An der Stelle bei der Du "Relais" schreibst" ist der Eingang eines 
AC-Schaltverstärkers.
Er arbeitet mit ca. 15V AC, und benötigt max. 0.3 mA an den Elektroden.
Der Baustein kostet 65 Euro.

Als Elektroden: V4A  -  Reststücke genügen
OP #1643615
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> An der Stelle bei der Du "Relais" schreibst" ist der Eingang eines
> AC-Schaltverstärkers.
> Er arbeitet mit ca. 15V AC, und benötigt max. 0.3 mA an den Elektroden.
> Der Baustein kostet 65 Euro.
>
> Als Elektroden: V4A  -  Reststücke genügen

Wo hast du diesen Baustein denn her? Ich hab bis jetzt nichts 
brauchbares gefunden. Vielleicht such ich falsch?
#1643663
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Musst du das Relais unbedingt mit AC schalten?
Nimm doch einfach DC, dann 2 GRAPHITElektroden mit welchen du einen 
Transistor schaltest, falls sich die Elektroden im Wasser befinden.
Die Leitfähigkeit von Salzwasser ist sehr hoch, somit kannst du mit sehr 
geringen Spannungen arbeiten. Wenn du mit dieser Spannung unter 2,10V 
bleibst, umgehst du die Elektrolyse komplett!!

Gruß
Gast #1644434
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Dennis Brenzel schrieb:
> Da habe
> ich mir gedacht, dass ich einfach die Phase meines 11,3 VDC ins Wasser
> hänge,

Hi, Dennis,

willst Du Elektrofischerei betreiben?

Elektrosensibilität von Fischen ist die Grundlage der Elektrofischerei. 
Manche, wenn nicht alle, fühlen sich von einem Pol magisch angezogen.

Vermute, mit Wechselspannung genügend hoher Frequenz läßt sich das 
umgehen.

Ciao
Wolfgang H.
#1645699
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Hallo,
elektrochemische Spannungsreihe und noch ein paar Effekte die noch 
zuzätzlich wirklen dazugerechnet:
Potential von H2 an Graphitelektroden:
-0,62V
Potential von Cl2 (Chlor) an Graphitelektroden:
+1,48V = (+1,36V + 0,12V)

In Addition: 2,10V

Bei der Elektrolyse von Wasser in welchem Chloridionen gelöst sind 
(falls diese stattfindet aufgrund genügend hoher Spannung), entshet 
Wasserstoff und CHLOR!! kein Sauerstoff, da hier der Stauerstoff edler 
ist. In diesem Fall (mit Graphitelektroden) hätte Sauerstoff (+1,23V + 
0,95V) = +2,18V Potential und wäre deutlich edler als der Chlor.

Gruß
OP #1647235
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Sascha S. schrieb:
> Potential von H2 an Graphitelektroden:
> -0,62V
> Potential von Cl2 (Chlor) an Graphitelektroden:
> +1,48V = (+1,36V + 0,12V)
> Bei der Elektrolyse von Wasser in welchem Chloridionen gelöst sind
> (falls diese stattfindet aufgrund genügend hoher Spannung), entshet
> Wasserstoff und CHLOR!! kein Sauerstoff, da hier der Stauerstoff edler
> ist. In diesem Fall (mit Graphitelektroden) hätte Sauerstoff (+1,23V +
> 0,95V) = +2,18V Potential und wäre deutlich edler als der Chlor.

Wo hast du denn die Werte alle her? Kann ich die irgendwo nachschlagen?
#1647647
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Dennis Brenzel schrieb:
> Ich hab auch die einzelnen Potentiale gefunden, jedoch nicht die für
> Graphitelektroden.

Graphit ist dicht bei Kohlenstoff .-)). Dazu findet man bzw. google 
schon im 4 .Treffer:

Kohlenstoff (C) + 0,75 V.   Paßt also recht gut zu den obenstehende 
0.62V.



Der Rest ist a bisserl Addition und Subtraktion.

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