Funkenlöschkondensator für Relaiskontakt 230V

Gast #1640968
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Ich wollte mit einem Kleinrelais, das für 250V 5A Schaltleistung 
ausgelegt ist (Spule ebenfalls 230V), eine Last (Spaltpolmotoren, 
Röhrenverstärker), ein-/ausschalten und dachte mir, daß es vielleicht 
angebracht wäre, die Kontakte gegen Verbrennen und Lichtbogen zu 
schützen.

In meiner Kramskiste finde ich von Siemens so kleine vergossene 
Klötzchen, beschriftet 0,22 µF/220 Ω. Steht allerdings 250- drauf. 
Könnte ich die nehmen für den o.g. Zweck?

--
Christoph
Gast #1641088
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Danke, Andrew. Ja, ich hätt's sicher selbst beantworten können. 
Anforderung an die Wechselspannungsfestigkeit ist ja ungefähr doppelt so 
hoch, wie die an Gleichspannungsfestigkeit.

Mal abgesehen davon, wäre die Wertepaarung (0,22 µF/220 Ω) eine 
geeignete, wenn ich mir jetzt entsprechende diskrete Bauelemente 
besorge? 0,22µF /250V~
wäre ja schon ein ganz schön großer Klotz.

--
Christoph
Gast #1641204
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Wäre denn da RC-Glied von der Dimensionierung als Funkenlöscher 
geeignet? Ich habe auch Anwendungen gesehen mit 0,1 µF (ohne R) über dem 
Kontakt.
Muß man wahrscheinlich ausprobieren.

--
Christoph
#1641209
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ChristophK schrieb:
> Wäre denn da RC-Glied von der Dimensionierung als Funkenlöscher
> geeignet?

Yo.

> Ich habe auch Anwendungen gesehen mit 0,1 µF (ohne R) über dem
> Kontakt.

Überleg mal: Was passiert mit dem Kontakt wenn diesen den geladenen 
Kondensator überbrückt? Und was mit R, und was ohne R?

> Muß man wahrscheinlich ausprobieren.

Britzel .-)
Gast #1641220
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Im Mittel britzelt es etwas. Aber es britzelt mehr, wenn der Kontakt die 
Last einschaltet. Das bißchen Britzel eines .22 oder .1er Kondensator 
muß der Kontakt verkraften können. Wie gesagt, es wird ja der Laststrom 
geschaltet, der um ein Vielfaches höher ist, als der Entladestrom des 
Kondensators.

--
Christoph
#1641515
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Hallo,

ChristophK schrieb:
> Im Mittel britzelt es etwas. Aber es britzelt mehr, wenn der Kontakt die
> Last einschaltet. Das bißchen Britzel eines .22 oder .1er Kondensator
> muß der Kontakt verkraften können. Wie gesagt, es wird ja der Laststrom
> geschaltet, der um ein Vielfaches höher ist, als der Entladestrom des
> Kondensators.

es britzelt beim Ausschaltem, speziell bei induktiver Last.
Der Abreißfunke stört da, der Kondensator läßt den Laststrom abklinged 
weiterfließen, inzwischen ist der Kontakt dann weit genug offen.
Beim Einschalten gibt es eher Probleme, wenn das Relais zu schwach 
dimensioniert ist, falsche Kontakte/Kontaktmaterial für die Anwendung 
hat oder zu langsam (schleichend) anzieht.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #1641649
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> es britzelt beim Ausschaltem, speziell bei induktiver Last.
> Der Abreißfunke stört da, der Kondensator läßt den Laststrom abklinged
> weiterfließen, inzwischen ist der Kontakt dann weit genug offen.
> Beim Einschalten gibt es eher Probleme, wenn das Relais zu schwach
> dimensioniert ist, falsche Kontakte/Kontaktmaterial für die Anwendung
> hat oder zu langsam (schleichend) anzieht.

> Gruß aus Berlin
> Michael

Es ist zwar Freitag nachmittag und ich bin auf'm Sprung zum Löscheinsatz 
in Sachen Funken. Habe mir eben noch zwei X2 .22er Wima MP3 im 
Elektronikladen geholt.

Aber Deine Theorie hinsichtlich Brizzeln beim Ausschalten, also ich weiß 
nicht. Im Moment des Öffnens baut sich die induzierte Gegenspannung auf 
zwischen den offenen Kontakten. Wer aber liegt da an? Der Kondensator. 
Und am Kondensator kann die Spannung bekanntlich nicht springen. Also 
löscht der Kondensator unmittelbar. Aufgrund der geringen Dämpfung 
(Eigenwiderstand) kommt es zu einer Ozillation.

Grüße
Christoph

wie gesagt, weg zum Einbau des Relais.

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