3 phasen Notstrom Generator

Gast #1644479
Lesenswert?

Hallo zusammen,

hab jetzt schon einige Zeit versucht über Google etwas heraus zu finden, 
jedoch ohne Erfolg.

Kann mir jemand erklären wie ein 3 Phasen Notstrom Generator (380V) 
arbeitet?
Vielleicht ein Prinzipschaltbild oder Blockschaltbild, Stromlaufplan.

Der Generator hat vermutlich drei Wicklungen. Incl. Sternpunkt sind das 
dann vier Leitungen.
An meinem Generator ist aber noch ein Gleichrichter und Regler dran. Wie 
ist dierser Regler verschaltet? Wie regelt er?

Kann mir das jemand prinzipiell erklären?

Danke im vorraus.

Gruß
Michael
Gast #1644487
Lesenswert?

Vll etwas mehr informationen zu deinem Generator? Hersteller, Typ, 
Baujahr, Leistungsdaten??


Wird sich wohl um ne DASM handeln. Je nachdem, was dein Generator fuer 
ne Leistung bringt.
Normalerweise steht die Bauart aber auf dem Generatortypenschild
Gast #1644504
Lesenswert?

Hallo Michael,
DASM ist eine Drehstromasyncronmaschine.

Aber der Gleichrichter und Regler spricht eher für einen 
Syncrongenerator. Per Gleichrichter wird der Strom für das Erregerfeld 
gemacht.

Das Erregerfeld ist im Läufer, der dreht sich und induziert Spannung im 
außenliegenden Ständer.



Axel
Gast #1644512
Lesenswert?

Wennes ne DASM is, dann hat die keinen Erregerstrom. Was vll grundlage 
der Regelung sein koennte waere die Drehzahl. Wenn die unter Last 
einbricht, gibt der motor mehr Power. Je nachdem wieviele Polpaare der 
Generator hat, wird die Solldrehzahl so bei 1,5 oder 3 k rpm liegen.
Sicher bin ich mir da aber nicht.
#1650379
Lesenswert?

Ja, er hat zwei Schleifringe wo die Kohlen drauf sitzen. Ist vermutlich 
für die Erregerspannung.

Aus dem Generator kommen vier Kabel. Ich denke das der Sternpunkt intern 
schon verklemmt ist.

Hab die Kabel mal benannt und Ohmisch gegeneinander gemessen.

Also es gibt die Kabel rot1, rot2, rot3 und blau.

rot1 zu rot2 = 2,6 Ohm
rot1 zu blau = 2,4 Ohm
rot1 zu rot3 = 7,3 Ohm
rot3 zu blau = 5,6 Ohm
rot2 zu blau = 1,8 Ohm
rot2 zu rot3 = 6,8 Ohm

Sieht doch aus, als wäre dort ein Windungsschluß, oder?

Gruß
Michael
Gast #1650485
Lesenswert?

Hallo Michael,
in den Messbereichen hat Dein kleines Multimeter nicht Gnaues gemessen.


Wieso meinst Du, dass ein Windungsschluss vorliegt?
Was funktioniert an Deinem Generator nicht?
Wie groß sind die Spannungen am Ausgang?


Axel
#1650605
Lesenswert?

Die Spannungen liegen alle um 1,5V AC rum.

Auf einen Schluß komme ich, weil ich aus den Daten der Widerstände 
keinen zusammenhang erkennen kann.

Normalerweise sollte vom Sternpunkt aus zu jeder Wicklung der einfache 
Widerstand und von Wicklung zu Wicklung der doppelte bzw. dreifache 
Widerstand messbar sein.
#1650944
Lesenswert?

So, hab alles noch mal mit dem Labornetzteil und 1A Strom durchgemessen.

rot1 zu rot2 = 6,4V (1,8V)
rot1 zu blau = 2V
rot1 zu rot3 = 7,8V
rot3 zu blau = 6V
rot2 zu blau = 4,8V
rot2 zu rot3 = 6,4V

Den Wert in Klammern messe ich, wenn ich dan dem Kabel rot2 leicht 
ziehe. Da scheint also etwas defekt zu sein.
Gast #1650968
Lesenswert?

Wenn das Ding ein Windungsschluss hätte, würde die Antriebsmaschine auch 
auf Leistung gehen sprich. der Motor gibt Gas und die Wicklung wird 
Warm.

Für Leute mit Erfahrung:
Funktion kann einfach getestet werden in dem man auf die Erregung 
Spannung z.b. von einer Autobatterie gibt. Dabei die Ausgangsspannung 
des Generators messen. Vorher den Spannungsregler abklemmen!
Persönliche Seite #1651863
Lesenswert?

Also erstmnal zur Funktion von so einem Generator:
Schau dir mal diese Grafik an:
http://www.mathehotline.de/physik4u/hausaufgaben/messages/25/drehstrom-synchrongenerator.jpg
Da sind 3 Spulen im Winkel von 120° zueinander.
Der Magnet im Inneren rotiert, dadurch entstehen in den Spulen 3 
Sinus-Spannungen, die um 120° zueinander versetzt sind. Also 3-phasiger 
Drehstrom.

Allerdings sind starke Permanent-Magneten zu teuer, um in einen 7,5kW 
Generator (oder gar einen 500MW Kraftwerks-Generator...) einen 
entsprechend riesigen Magneten einzubauen.
Daher verwendet man einen Elektromagneten. Dieser muss mit Gleichstrom 
versorgt werden, um sein Magnetfeld zu entwickeln (daher der 
Gleichrichter).

Der Regler steuert die Stärke des Gleichstroms:
Je mehr Strom durch den E-Magneten fließt, desto stärker ist sein 
Magnetfeld und desto mehr Spannung erzeugt der Generator.
Der Regler steuert nun den Strom so, dass der Generator bei jeder 
Belastung 230/400V (230V von einer Phase nach Masse, 400V zwischen 2 
Phasen) erzeugt.

Der E-Magnet heißt übrigens Rotor oder Läufer, der stehende Teil mit den 
3 Spulen Ständer oder Stator (in sehr seltenen Fällen ist es auch 
andersherum und der E-Magnet ist außen und die 3 Wicklungen, die den 
Strom erzeugen sind innen).
Der E-Magnet wird über Kohle-Schleifer mit Strom versorgt. Diese 
solltest du mal prüfen, vielleicht sind die defekt oder abgenutzt.
Ansosten ist es gut möglich, dass der Regler defekt ist.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren