Gipshohlkörper gießen

OP #1646815
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Ich möchte eine Art Flasche aus Gips gießen. Die Negativform habe ich 
durch Abgießen einer Plastikflasche bereits hergestellt.

Zum Guß des Hohlkörpers muß man relativ dünnflüssigen Gips in die Form 
einfüllen. Ein Teil des überschüssigen Wassers wird von der Form 
aufgesogen und man muß die Form nach dem Befüllen so bewegen, daß sich 
der flüssige Gips möglichst gleichmäßig auf der Innenwand der Form 
verteilt.

Nun das Problem:
Wie stelle ich sicher, daß ich das Positiv ohne Bruch aus der Form 
bekomme, ohne ein fettiges Trennmittel auf die Form aufzutragen? (Die 
Flasche darf nicht wasserabweisend werden.)
#1647039
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Im Baumarkt gibts flüssiges Silikon für den Fassadenschutz.
Damit die Negativform ausspülen und trocknen lassen. Habs
aber selbst noch nicht ausprobiert. Ohne Trennmittel wirds
nicht gehen weil durch den Feuchtigkeitstransfer zwischen
Form und Gussteil es zur Haftung kommt. Frischer Gips haftet
auf altem Gips in der Regel recht gut, das weiß jeder Elektriker
der UP-Dosen eingipst.
#1650439
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>warum soll hier kein trennmittel genommen werden?

>Es geht nur darum, daß der Gipskörper hydrophil bleiben muß.

Uhu, das ist keine Beantwortung von Marios Frage.
Wenn du allerdings dich über dein Vorhaben ausschweigen willst,
ist das dann deine Sache aber clever ist das nicht.
Dann kann man nämlich nur im Trüben fischen und blind versuchen
dir sinnvolle Ratschläge zu geben.
OP #1652840
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Ja, das mit dem Hohlguß war nix. Die Wandstärke war zu gering und ließ 
sich nicht von der Form trennen, sondern zerbrach...

Mittlerweile habe ich eine andere Methode entwickelt:

Als Träger habe ich aus Glasfasergewirk ("Riß&Fugenband") über ein mit 
Alufolie umwickeltes Stück Rundholz eine Rolle geformt und mit 3 
Leimtropfen provisorisch fixiert. Anschließend habe ich die Rolle an 
einem Ende mit gewöhnlichem Zwirn zugenäht und einen längeren Faden 
stehen gelassen. Zum guten Schluß habe ich die axiale (geklebte) 
Verbindungsstelle auch noch vernäht.

Das so entstandene Sackrohr aus Glasfasergewebe habe ich dann wieder 
auch das Rundholz gesteckt und von außen mit Gips überzogen und eine 
gute Stunde zum Härten auf dem Holz gelassen.

Es folgten dann mit entsprechenden Aushärtephasen zwei weitere 
Gipsüberzüge, diesmal von außen und von innen. Am Faden wude das Teil 
dann mit der Öffnung nach unten zum Härten aufgehängt. (Gips reingießen 
und durch drehen an der Wand verteilen, Überschuß ausschütten. Dann den 
Rest des Gipses mit einem Teelöffel so über das aufgehängte Teil 
gegossen, daß sich außen eine geschlossenen Schicht bildet.)

Nun hatte ich ein "Reagenzglas" aus Gips - es ist zwar etwas 
naturwüchsig geformt, aber das macht nichts.

Als nächstes wird in die Öffnung ein Gebilde aus zwei 
aneinandergelöteten 4 mm starken Messingröhrchen eingegipst - eines zum 
Wasser einfüllen und eins zum Anschluß eines Drucksensors.

Das Gebilde soll eine Tensiometersonde werden. Ich hoffe, daß Gips ein 
geeigneter Werkstoff dafür ist.

Wenn nicht, werde ich dieselbe Technik - ich nenne sie Baumkuchentechnik 
- nochmal mit Zement probieren.
#1652958
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Tensiometer?

Zur Bodenfeuchtemessung?
Da wirste mit Gips keine poröse Keramikkerze mit 1µm
Porendurchmesser mit hinbekommen. Da musste, glaub
ich, einen Sinterbaustoffe benutzen und brennen.
Geht da nicht dieser Blasenstein aus dem Zoohandel?

Zement wird noch weniger gehen weil das Zeug Kristalle
bildet die das Gefüge verdichten. Daher ist Beton gewöhnlich
auch Wasserdicht.

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