Was gibts da zu diskutieren? Geiselnahme ist und bleib in diesem Land
verboten. Punkt. Und das ist auch gut so.
So sehr ich die Verärgerung der Renter auch nachvollziehen kann, aber
Selbstjustiz ist ebenfalls aus gutem Grund verboten. Wo das hinführt,
wenn das nicht so wäre, kann sich wohl jeder vorstellen.
\Manierlich
Wer mit dem Teufel speisen will, braucht einen langen Löffel!
/Manierlich
Unmanierlich: Wer den Hals nicht vollkriegt und dabei Haus und
Hof verzockt, hat es nicht besser verdient, als daß ein Anderer
seine Scheine und Münzen einsackt. Wenn die Gierhälse dann noch
die Rächer der Witwen und Waisen spielen wollen, habe ich kein
Verständnis.
MfG Paul
Vor dem Gesetz sollten alle gleich behandelt werden, von da her hat es
hier scheinbar richtig funktioniert.
Wenn man in diesem Alter noch zum Verbrecher wird, muss man halt damit
rechnen, den ganzen Lebensabend im Gefängnis verbringen zu müssen.
Mir persönlich erscheinen sechs und vier Jahre unbedingt jedenfalls als
ausgesprochen hartes Urteil. Als Richter hätte ich ein knappes jahr
unbedingt ausgegeben.
Das ganze ist Geiselname und Selbstjustiz und damit ist die vielleicht
etwas hart aber angebracht. Trotzdem habe ich kein Mitleid mit dem
Banker. Mal ein Banker der für seine Fehler richtig büßen musste,
hoffentlich nehmen sich andere vom gleichen Schlag ein Beispiel daran.
Ich würde fast sagen, dass beide Seiten "quitt" sind.
Selbstjustiz geht nicht.
So wie ich das lese waren die Rentner einfach zu gierig und sind auf
einen Scharlatan reingefallen.
Alle Beteiligten gehören in den Knast.
Alter spielt für mich dabei keine Rolle.
Gier sollte bestraft werden.
Betrügerische Absichten (sofern vorhanden) auch.
Ich weis das sich meine Meinung nicht mit der Rechtsprechung und den
Gestzen deckt. :-)
Die Verurteilung an sich geht für mich in Ordnung. Über die Höhe des
Strafmasses kann man diskutieren.
Und so die armen Hascherl, die sich im Winter Rinde auskochen, weil sie
kein Geld für Kaffee haben, waren diese Renter dann auch wieder nicht.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69174709.html
[quote]
Das pensionierte Ehepaar stammt aus einem bayerischen Dorf am Chiemsee,
ließ sich Mitte der Neunziger für rund 130 000 Dollar ein Florida-Haus
für den Winter aufstellen und lernte Amburn auf einer seiner
Weihnachtsfeiern kennen.
[/quote]
[quote]
Im Dezember 1999 legte Roland K. 680 000 Dollar für drei Jahre an.
[/quote]
Der Banker war ein linker Hund, anderer Leute Geld abzocken,
sehr bedenklich. Andererseits haben die "Anleger" aber auch reichlich
blauäugig gehandelt und schlicht zu hoch gezockt und sich halt
verzockt.
Räuberische Erpressung, Entführung, geht aber definitiv nicht,
auch wenn ich deren beweggründe durchaus verstehe.
Die Rentner waren leider nur Hobby Entfuehrer und haben sich etwas
daemlich angestellt. Die haetten da schon noch was machen koennen,
haetten aber zupacken muessen.
Also ich muss ehrlich sagen ich find das unter aller Sau ! Für sowas
gibts keine Entschuldigung ^^ Wenn jemand gegen die Gesetzte verstößt
dann bekommt er dafür - soweit es gegen ein Gesetz war was er getan hat
- seine gerechte Strafe. Aber Selbstjustiz ist und war noch nie der
richtige Weg. Wir sind hier in einem Rechtsstaat und nicht im Urwald wo
man seine eigenen Gesetze macht!
Langer Tag schrieb:
> Die Rentner waren leider nur Hobby Entfuehrer und haben sich etwas> daemlich angestellt. Die haetten da schon noch was machen koennen,> haetten aber zupacken muessen.
Und sowas ist eine absolute Frechheit! Ich find das nicht in Ordnung ^^
echt nicht.
Gesetze sind da um die Menschen zu schützen und es gibt garantiert
andere wege als jemanden zu entführen. Sicherlich kann man so manches
Gesetz hinterfragen aber es gibt wirklich - wenn man rational denkt -
keine Grund sowas zu machen.
Und ich wünsche dieser - sorry für den salopen Ausdruck - assozialen
Rentnergang so viel Freiheitsenzug wie möglich.
Lehrmann Michael schrieb:
> Also ich muss ehrlich sagen ich find das unter aller Sau !
Du plenkst.
> Wenn jemand gegen die Gesetzte verstößt dann bekommt er dafür - soweit> es gegen ein Gesetz war was er getan hat - seine gerechte Strafe.
Die Mär von einer überwiegenden Gerechtigkeit, was Gerichtsurteile
betrifft, kann ich so langsam nicht mehr hören.
Deutschland: Der Sierra Leoner Oury Jalloh wird in Gewahrsam genommen.
Da er gegen die Festnahme habe er Widerstand geleistet ahtte wird er
fixiert. Unter mysteriösen Umständen beginnt die feuerfeste Matratze zu
brennen. Über eine Sprechanlage konnte der Dienstgruppenleiter im ersten
Stock die Zelle im Kellergeschoss abhören. Wegen eines Telefonats
stellte der Beamte die Anlage zwischenzeitlich leise. Später hörten er
und eine Kollegin „plätschernde Geräusche“, während gleichzeitig der
Rauchmelder Alarm auslöste. Der Dienstgruppenleiter schaltete den
Feueralarm vollständig ab, weil die Rauchmelder schon mehrfach falsch
angeschlagen hätten. . Der zuständige Dienstgruppenleiter musste sich
wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten, der mitangeklagte
Kollege wegen fahrlässiger Tötung. Am 8. Dezember 2008 wurden die
Angeklagten freigesprochen.
Österreich: Am 5. August 2009 wird in einem Supermarkt in Krems der
14-jährige Florian P., angeblich mit einer Unkrautharke bewaffnet, bei
einem Einbruch von einem Polizisten durch einen Schuß in den Rücken
erschossen. Die Kollegin des Beamten feuert auf dessen Komplizen, der
16-Jährige wird verletzt. Während die beiden Beamten tagelang nicht zur
Tat befragt werden, wird über den 16-Jährigen im Spital die U-Haft
verhängt. Im November wird der Komplize von P. am Landesgericht Krems
wegen Einbruchsdiebstahls zu 18 Monaten Haft verurteilt. Nachdem
Gutachten den Polizisten schwer belasten, wird im Jänner 2010
entschieden, dass er wegen fahrlässiger Tötung unter besonders
gefährlichen Verhältnissen angeklagt wird. Urteil: 8 Monate Bedingt und
Empfehlung des Richters, künftig "Dienst ohne Waffe" zu tun. Das
Verfahren gegen die Polizistin wird eingestellt.
Frankreich: Nach langem hin und her entschied ein Gericht nun, dass die
Schneiderin Milka Budimir ihre Domäne milka.fr nicht mehr für Werbung
ihres Ladens nutzen darf.
Die Liste ließe sich von mir bis zu meinem Lebensende fortführen.
> Aber Selbstjustiz ist und war noch nie der richtige Weg.
Das Gegenteil hat in diesem FRED, so weit ich sehen kann, keine(r)
behauptet.
Iwan
Wenn der Staat es, durchaus vorsätzlich, nicht schafft Krumme Hunde
aller Art - von Kaffeefahrten-Abzockern über Schrottimmobilien-Banken
und eBay-Betrügern bis zu Internet- und Telefon-Spammern - zu verfolgen,
dann sieht das für manche wie ein Rechtsvakuum aus, dass sie glauben
selber füllen zu können.
Eine Mitschuld liegt hier eindeutig auch beim Staat, der seinen Bürgern
schon lange keine Rechtssicherheit im Alltag garantieren möchte. Der
stattdessen lieber Nebenkriegsschauplätze wie "Killerspiele" aufmacht,
um vom eigenen großflächigen Versagen abzulenken.
Nun ist es so, dass deutsche Gerichte bei Jugendlichen gerne die
Geschichte von der "Schweren Kindheit" als strafmildernd gelten lassen.
Allerdings sind die Täter im aktuellen Fall dafür etwas zu alt und die
Geschichte "der Staat tut ja nichts" kauft kein Gericht, denn es würde
sich damit die eigene Existenzberechtigung absprechen.
Ich hätte den Herrschaften wegen des vom Staat verursachten
Rechtsvakuums einen Strafnachlass von einem Jahr oder so gegeben.
Gutes Urteil, den Banker direkt hinterher. Kann aber sein, dass er wegen
der entführung eine kleinere Strafe bekommt! Aber wer auf ein derartiges
Pyramidensystem reinfällt, der kann wirklich nicht mehr den Rächer der
Witwen und Waisen spielen.
Es ist natürlich schon ein Problem, dass man solchen Betrügern nicht das
Handwerk legt und die faktisch Möglichkeiten haben, sich vor der
Rückzahlung der Summen zu drücken. Das gilt ja nicht nur in diesem Fall,
sondern für jeden, der irgendwo Geld zu bekommen hat.
Und spontan hatte ich das Gefühl, dass die Strafen nur deswegen so hart
ausgefallen sind, weil der Richter "seine" Arbeit nicht vernünftig
gemacht hatte und jetzt die bestrafen wollte, die ihm das vor Augen
geführt haben.
Er hat ja wohl auch ausgeführt, dass Selbstjustiz nicht erlaubt wäre.
Nur wäre es wohl besser gewesen, wenn die Justiz nicht gepennt hätte und
die Rentner nicht das Gefühl gehabt hätten, dass sie sonst nicht zu
ihrem Recht kommen.
Gruss
Axel
Axel Laufenberg schrieb:
> Nur wäre es wohl besser gewesen, wenn die Justiz nicht gepennt hätte und> die Rentner nicht das Gefühl gehabt hätten, dass sie sonst nicht zu> ihrem Recht kommen.
Ich fürchte, unter der Todesstrafe für alles über Ladendiebstahl wären
die nicht zu befriedigen.
Den Betrügerischen, in diesen Falle der Anlageberater ,muß einhalt
geboten werden.
Selbstjustiz ist zwar nicht Rechtens,aber es hilft.
Wenn jeder bei einen Betrugsversuch vom Opfer erwarten kann,
das harte Gegenmaßnahmen gemacht werden,minimiert sich DIES.
>Wenn jeder bei einen Betrugsversuch vom Opfer erwarten kann,>das harte Gegenmaßnahmen gemacht werden,minimiert sich DIES.
Ja nee, super Idee. Schwarzfahren? Harte Gegenmaßnahmen! Statt den Namen
aufzuschreiben haut Dir die Security gleich eins auf die Fresse und
bricht Dir den Arm.
Produkt mit überzogenen Werbaussagen verkauft? Sofort den CEO von dem
Laden entführen und erpressen!
Auf der Straße die Vorfahrt genommen und eine Gefährdung verursacht?
Hinterherfahren, aus dem Wagen ziehen und verprügeln. Hernach den Wagen
anzünden. Tatwerkzeug muss vernichtet werden.
Kinder spielen auf der Wiese? Sofort mit Luftgewehr unter Beschuss
nehmen!
Was sind das denn für gehirnamputierte Argumente? Selbstjustiz ist
vollkommen willkürlich. Jeder Idiot kann euch dann nach Gutdünken
bestrafen! Denn es zählt nicht mehr die Tat und ein Gesetz, sondern nur
noch der subjektive Eindruck! Und bei manchen (Rentnern) sitzt die
Kanone recht locker im Holster. Resultat wäre eine irre Gesellschaft in
der jeder jeden für jeden Scheiss entführt und verprügelt. Und genau
deswegen ist Selbstjustiz verboten und sollte entsprechend hart geahndet
werden!
@Tine Schwerzel (tine)
Du scheinst nichts verstanden zu haben.
Wenn ich in betrügerischer Absicht von einem Anlageberater
betrogen werde,würde ich auch Gegen Maßnahmen vornehmen.
Es gibt viele Möglichkeiten einen Menschen über Jahre das Leben schwer
zu machen.
..Leider brauche ich keinen Anlageberater!
Juppi J. schrieb:
> @Tine Schwerzel (tine)>> Du scheinst nichts verstanden zu haben.>> Wenn ich in betrügerischer Absicht von einem Anlageberater> betrogen werde,würde ich auch Gegen Maßnahmen vornehmen.
Sicher, aber im Falle der Illegalität würde sich das auf einen
Anzeige/Anklage beschränken.
> Es gibt viele Möglichkeiten einen Menschen über Jahre das Leben schwer> zu machen.
Stimmt, frag nur die Stalker-Opfer.
Juppi J. schrieb:
> Es gibt viele Möglichkeiten einen Menschen über Jahre das Leben schwer> zu machen.> ..Leider brauche ich keinen Anlageberater!
Ja, Juppi, dass du ein besonders streitlustiger Mitbürger bist, wissen
wir ja alle. Das beweist du hier ja des öfteren, mit deinen Beiträgen.
Da Dieter (dieter)
Schrieb:
>Ja, Juppi, dass du ein besonders streitlustiger Mitbürger bist, wissen>wir ja alle. Das beweist du hier ja des öfteren, mit deinen Beiträgen.
Würde eher sagen Streitfähig.
Bei Streitsucht ist der Streit das Ziel,
Ich will aber "Etwas" finden oder gar zurechtrücken.
Ein richtiger Streit mit entsprechenden Gegnern ist z.B.
Straßenausbaugebühren in mit 80-90% geförderten Sanierunggebieten.
Trotzdem überhöhte Forderungen,da hier die besten Materialien eingesetzt
wurden.(Luxussanierung)
Wird 2 Jahre dauern.
Das aber nur nebenbei
.
Reinhard S. schrieb:
>Sicher, aber im Falle der Illegalität würde sich das auf einen>Anzeige/Anklage beschränken.
Hier rechne ich mir zu wenig Chancen aus,zu viel Vorfinanzierun und
Langfristigkeit.
Juppi J. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:>>Sicher, aber im Falle der Illegalität würde sich das auf einen>>Anzeige/Anklage beschränken.>> Hier rechne ich mir zu wenig Chancen aus,zu viel Vorfinanzierun und> Langfristigkeit.
Sicher wird es nicht von heute auf morgen gehen, aber was ist die
Alternative?
Vorbeischauen (falls auffindbar) und mit dem Meinungsverstärker drohen?
Da wird der die Polizei holen.
>aber was ist die Alternative?
Ich sage es mal in wohlgesetzten Worten:
-Verstand einschalten
-Nicht von VWL/BWL-Gesülz verführen lassen
-Die Pfoten von diesen Anlageberatern lassen!
Die Gierhälse kotzen mich an: Haben, raffen, ergaunern.....
Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Entschuldigt den Tonfall, aber hierbei kann ich nicht anders, als
aus der Haut zu fahren.
:-(((
Paul
Paul Baumann schrieb:
> Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Das wär doch ein neues Geschäftsmodell: Totenhemden mit Taschen. Ist
wenigstens was reelles...
Paul Baumann schrieb:
>>aber was ist die Alternative?>> Ich sage es mal in wohlgesetzten Worten:> -Verstand einschalten> -Nicht von VWL/BWL-Gesülz verführen lassen> -Die Pfoten von diesen Anlageberatern lassen!
Das ist Vorbeugung und natürlich um Klassen besser,
als das Kind erst in den Brunnen fallen zu lassen :)