> Wie funktioniert den Deine Strommessung?
Ist ein LEM HASS 50-S, den ich direkt an das Kabel anschließen wollte
(der hat nen Hall-Sensor integriert und ich glaube auch nen OpAmp).
> Wenn Du draußen irgendwo einen Messwiderstand misst, dann hast Du ja
> auch eine Schaltung, die ihn mit geregelter Energie versorgt - die wäre
> ja dann erstmal der Störung ausgesetzt.
Hm stimmt, wobei es mir mehr darauf ankommt, dass der Mikrocontroller
unbeirrt weiterläuft. Wenn ich für einen kurzen Moment falsche Messwerte
erhalte, ist das nicht so schlimm, da ich eh den Mittelwert vieler
Messwerte bilde.
> Weiterhin musst überlegen, welche Störungen Du erwartest.
Wenn ich das wüsste... :-) ESD-Schutz (ich denke dabei jetzt an das
Drangreifen an den Anschluss mit dem Finger) wäre nicht so wichtig (im
ausgeschalteten Zustand überleben sollte es die Schaltung aber dennoch).
Dafür hatte ich eigentlich auch die TVS-Diode vorgesehen. Mir geht es
hauptsächlich um Störungen, die z.B. durch das Schalten von
Induktivitäten in der Umgebung auftreten (Motoren).
Ich hatte vor längerer Zeit schonmal schlechte Erfahrungen gemacht, als
ich versucht hatte, einen µC über eine 1m lange Leitung mit 5V zu
versorgen und dann mit dem µC ein Relais zu schalten, an dem wiederum
ein Motor (Rollladen) hing. Insbesondere dann, wenn der Endschalter des
Rollladens abgeschaltet hatte, resettete der µC. Abhilfe schaffte dann
eine 24V-Versorgung mit Schaltregler und Diode vor dem Schaltregler
sowie ein paar größere Kondensatoren "vor Ort".
Wenn ich jetzt die 5V wieder nach außen zu dem Stromwandler lege,
befürchte ich die gleichen Probleme wie damals bei meiner 5V-Versorgung.
> Wenn Du energiereiche Störimpulse erwartest (Einkopplung durch
> Blitzeinschlag und ähnliches) helfen nur entsprechend belastbare
> Schutzbauteile (z.B. Dioden), um so etwas abzuleiten.
>
> Dann gibt es noch unterschiedliche Einkopplungsvarianten: Gleich- und
> Gegentakteinkopplung. Hier können wieder andere Bauteile weiterhelfen
> z.B. Stromkompensierte Drosseln; X- Y-Kondensatoren ...
Hm, sehr energiereich wird das wohl alles nicht sein. Ich will nur
nicht, dass eine negative Spannung von z.B. -4V in die 5V-Leitung
induziert wird, dadurch die Spannung am µC auf 1V absinkt und dieser
resettet. :-) Da die 4 Adern zum Stromsensor dicht beieinander liegen
sind das wohl alles Gleichtaktstörungen (?).
> Grundsätzlich kannst aber so rangehen: wo der Störstrom nicht lang
> fließen soll, da muss er im relevanten Frequenzbereich einen großen
> Widerstand "sehen".
Die Frage ist, welche Frequenzen ich wohl zu erwarten habe. Meine
15µH-Spule müsste ja dann genau dafür dieser "große Widerstand" sein.
Theoretisch alle Frequenzen > 0 Hz...bis auf den Einschaltmoment
natürlich... :-)
Ich glaube fast es ist das Beste, wenn ich einen zusätzlichen linearen
Spannungsregler für den Stromsensor verbaue. Der müsste dann etwa 0,38W
verbraten. Ist denke ich akzeptabel. Etwa so:
24V ---o--- Regler für µC ---> zum µC
|
o--- Regler für LEM --> nach "draußen"
Bringt das überhaupt was oder fange ich mir jetzt die Störungen über die
gemeinsame Masse ein?
Vielen Dank!