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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ringkerntrafo Befestigung - Dreiphasig


Autor: Alexander Helfrich (emcoalex)
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Hallo!

Ich bin grade am Überlegen, wie ein dreiphasiger Ringkerntrafo 
zusammengebaut werden sollte.

So wie bei Tauscher Transformatoren hier:

http://www.tauscher-transformatoren.de/html/sp_26.html

würden ja die Platten mit der Gewindestange durch die Trafomitte
und den 4 äußeren Schrauben Leiterschleifen bilden, die auch noch
kurzgeschlossen wären.

Was wäre also hier zu machen?

1) Die mittlere Schraube isolieren?

2) Was bringt eine nichtmagnetische (Messing, VA, ?) Schraube in
der Mitte - es wird ja auch in nichtmagentischen Schrauben
ein Strom induziert?

Danke,

Alexander

Autor: GGaasstt (Gast)
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Ich würde sagen, irgendwo muss da eine Isolation rein. Die mittlere 
Schraube zu isolieren wäre wohl mit dem geringsten Aufwand verbunden.

Du hast es ja selber schon erkannt: Das ganze wirkt wie eine 
Kurzschlusswicklung.

2) Bringt vermutlich gar nix.

Autor: ... (Gast)
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Alexander Helfrich schrieb:
> würden ja die Platten mit der Gewindestange durch die Trafomitte
>
> und den 4 äußeren Schrauben Leiterschleifen bilden

Sicher nicht. Jeder Trafo ist mit einer Schraube durch die Mitte 
isoliert an je einem Blech befestigt. Die 3 Bleche sind dann mit 
Schrauben außerhalb des Trafos miteinander verbunden. So sieht es 
jedenfallst auf dem Bild in deinem Link aus.

Autor: Volker Zabe (vza)
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Ringkerntrafos gelten als sehr Streuarm.
Das heist das das nur um den Kern ein Strom induziert wird, nicht in der 
Mitte.
Des weiteren heben sich die drei Phasen auf.

Es sollte kein nenenswerter Strom induziert werden.

Autor: Frank Xy (flt)
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Volker Zabe schrieb:
> Ringkerntrafos gelten als sehr Streuarm.
> Das heist das das nur um den Kern ein Strom induziert wird, nicht in der
> Mitte.

Nein. Siehe hierzu Wikipedia: Stromwandler/Durchsteckwandler

> Des weiteren heben sich die drei Phasen auf.

Nur bei vollständiger Symmetrie. In der Praxis sehr selten.

>
> Es sollte kein nenenswerter Strom induziert werden.

Einfach mal ausprobieren.

Autor: Volker Zabe (vza)
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Frank Xy schrieb:
> Nein. Siehe hierzu Wikipedia: Stromwandler/Durchsteckwandler

Richtige Seite, aber föllig falsch interpretiert.

Beim Durchsteckwandler konzentriert der Eisenkern den Mag.Fluss im 
Eisen.
Ein zweiter Draht bekommt nicht mehr fiel ab.
Ausserdem haben wir hier den Fall des gewickelten Wandlers => Trafo.

> Nur bei vollständiger Symmetrie. In der Praxis sehr selten.

Kommt auf die Last draufan, die wir nicht kennen. Aber anscheinend 
Frank.

Ausprobieren und Messen! z.b. Strommesszange.

Autor: Frank Xy (flt)
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Volker Zabe schrieb:
> Frank Xy schrieb:
>> Nein. Siehe hierzu Wikipedia: Stromwandler/Durchsteckwandler
>
> Richtige Seite, aber föllig falsch interpretiert.

Das glaube ich kaum.

>
> Beim Durchsteckwandler konzentriert der Eisenkern den Mag.Fluss im
> Eisen.
> Ein zweiter Draht bekommt nicht mehr fiel ab.
> Ausserdem haben wir hier den Fall des gewickelten Wandlers => Trafo.

Auch der durchgesteckte Leiter ist eine Windung. Jeder 
stromdurchflossene Leiter ist von einem Magnetfeld umgeben.

>
>> Nur bei vollständiger Symmetrie. In der Praxis sehr selten.
>
> Kommt auf die Last draufan, die wir nicht kennen. Aber anscheinend
> Frank.

Ich kenne die Last auch nicht. Jedoch ist in der Praxis eine wirklich 
absolut symmetrische Belastung des Netzes nicht gegeben.
>
> Ausprobieren und Messen! z.b. Strommesszange.

Die Stromzange ist nichts anderes als ein Durchsteckwandler dessen Kern 
man aufklappen kann.
Man kann sogar mehrere Windungen durch die Zange legen wenn der Strom zu 
niedrig für die Zange ist.
Teilen der Anzeige durch die Windungszahl nicht vergessen!

mfg

Autor: Robin Tönniges (rotoe) Benutzerseite
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Frank Xy schrieb:
> Volker Zabe schrieb:
> Auch der durchgesteckte Leiter ist eine Windung. Jeder
> stromdurchflossene Leiter ist von einem Magnetfeld umgeben.

Da hast du recht und wenn du jetzt bedenkst das die Leiter die sich im 
Kern gegebüberstehen ein gleichstarkes Magnetfeld haben hebt sich das ja 
auf. Also würde ich sagen in der Mitte einers Ringkerntrafos ist kein 
Magnetfeld welches irgendeine Spannung oder einen Strom induzieren 
könnte.

Autor: Frank Xy (flt)
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Robin Tönniges schrieb:
> Frank Xy schrieb:
>> Volker Zabe schrieb:
>> Auch der durchgesteckte Leiter ist eine Windung. Jeder
>> stromdurchflossene Leiter ist von einem Magnetfeld umgeben.
>
> Da hast du recht und wenn du jetzt bedenkst das die Leiter die sich im
> Kern gegebüberstehen ein gleichstarkes Magnetfeld haben hebt sich das ja
> auf. Also würde ich sagen in der Mitte einers Ringkerntrafos ist kein
> Magnetfeld welches irgendeine Spannung oder einen Strom induzieren
> könnte.

Ein Denkfehler: In welche Richtung fliesst der Strom in den Leitern im 
"Innenraum"?
Einfach mal einen Draht durch einen Ringkern stecken und dann die Enden 
zusammenbiegen bis sie sich berühren. Amperemeter dazwischen ist 
hilfreich.

mfg

Autor: Mandrake (Gast)
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Muss Frank Xy beipflichten!
Wer meint, dass es davon abhängt, ob ein Leiter direkt ein Magnetfeld 
"sieht" damit eine Spannung induziert wird, liegt vollkommen falsch.
Auch wenn der Kern des Trafo superpermeable ist und die Schraube quasi 
im Feldfreien steht, kommt es nur darauf an ob eine geschlossene 
Leiterschleife gebildet wird, die (und jetzt kommt das entscheidende) 
von einem zeitlich alternierenden magnetischen Fluss durchstoßen wird.
Entscheidend ist also die Fläche, die man mit einem Leiter aufspannt und 
ob da ein wechselnder magnetischer Fluss durch geht..


Gruß Mandrake

Autor: eProfi (Gast)
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Ein durch einen Ringkern gestecker Leiter induziert eine Spannung, 
nämlich die Spannung pro 1 Windung.

Das mache ich mir bei meinem 8V 8kA Phasenzahl-Wechsel-Trafo zu nutze:

Es sind 9 Stück 4kW-Ringkerne, jeweils 3 an jeder Phase, auf 
24mm*50mm=1200mm² Kupferschiene aufgefädelt.
Muss das Teil mal wiegen, schätze so 150-200 kg.

Es kommt darauf an, wie herum die Ringkerne montiert / angeschlossen 
sind.
Wenn alle den selben Wicklungssinn haben, ist die resultierende Spannung 
tatsächlich (zumindest nahezu) Null.
Sobald man einen umpolt, liegt eine Spannung (hier ca. 8V) an den Enden 
der Schiene an.

Autor: Mario K. (Gast)
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Was soll den das für ein Projekt werden???

Autor: Alexander Helfrich (emcoalex)
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Mario K. schrieb:
> Was soll den das für ein Projekt werden???

Hallo Mario K!

Geht die Frage an mich?

Grüße,

Alexander

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