Hallo,
wir arbeiten mit SRF08 US-Sensoren in geschlossenen Räumen und haben
Probleme beim Ändern der Reichweite bzw. des Verstärkungsfaktors unserer
Sensoren.
Diese Änderungen bleiben ohne Wirkung.
Wir gehen vor wir im Datenblatt beschrieben.
Also z.B. zur Änderung des Verstärkungsfaktors auf '777' würden wir
'0x24' ins Register 1 schreiben.
Aber selbst bei geringster Verstärkung werden min. 10 vagabundierende
Echos erfasst.
Wie schon erwähnt hat auch die Änderung des Reichweite keinerlei
Auswirkungen. (Den Registerwert hierfür berechnen wir mithilfe der
Formel, die im Datenblatt angegeben ist...)
Das schreiben ins Register sollte eigentlich nicht das Problem sein, da
das Auslösen der Messungen tadellos funktioniert (-> schreiben von
81/0x51 in Register 0).
Ein Hardwaredefekt ist eigentlich auch ausgeschlossen, weil das Problem
bei all unseren sechs SRFs auftritt.
Gibt es dabei irgend etwas, dass man übersehen/vergessen könnte?
Hatte vllt. irgendjemand schon einmal ein ähnliches Problem?
Oder hat jemand schon einmal erfolgreich diese Parameter geändert?
Vielen Dank,
Andreas
Korrektur:
Verstärkung hat doch einen Effekt. Allerdings sehr viel geringer als
erwartet. Mit minimalen Verstärkungsfaktor sind noch 3 Echos da, die
keinem Objekt zugeordnet werden können.
Das Problem bei der Reichweite besteht aber immer noch.
Selbst wenn wir 0 ins Register schreiben (minimal Wert -> kürzeste
Wartezeit auch Echos; entspricht 43mm Reichweite), werden Entfernungen
bis zu 8m gemessen...
Ist das normal?
Eigentlich ist es nicht normal.... ich habe gerade ein SRF08 hier liegen
und es auch ausprobiert, ich bekomme keinen Wert, der höher als der
eingestellte ist.
Vielleicht schreibt ihr in das falsche Register...
Ihr müsst in das Register Nr. 2 den Reichweitenwert schreiben...
Verwendet ihr einen ATmega zum beschreiben des SRF08?
Dann könnt ich euch meinen Code Posten, der funktioniert.
Gruß, Yaro
Hallo Yaro,
danke fürs Ausprobieren und die schnelle Antwort!
Wir verwenden eine x86 basierte Architektur (ein RoBoard RB-100;
Vortex86DX). Darauf läuft ein Linux.
Für den I2C Zugriff liefert der Hersteller eine Bibliothek mit, die wir
auch verwenden.
Wir schreiben auch in Register 2.
Ich fände es trotzdem interessant einmal den Code zu sehen, mit dem es
bei deinem ATmega klappt.
Hast du vllt. irgendwann schon einmal mit dem Verstärkungsfaktor
experimentiert? Weißt du, wie unempfindlich man die Sensoren
konfigurieren kann?
Mich wundert, dass die Messergebnisse bei uns, trotz reduzierter
Verstärkung, immer noch so schlecht sind. (Wie gesagt: 3 bis 10
"Geister-Distanzen")
Früher hatten wir solche Probleme (mit vagabundierenden Echos) überhaupt
nicht. Selbst ohne Änderung der Verstärkung. Und nun bei allen Sechs...
Viele Grüße!
Mit dem Verstärkungsfaktor habe ich noch nicht wirklich
rumexperimentiert, werde es aber spätestens nächstes Wochenende nochmal
machen.
Um vagabundierenden Echos zu vermeiden, könnt ihr versuchen, das Modul
von den Seiten und von hinten her zu dämmen (Watte funktioniert ganz
gut). Auch könntet ihr versuchen, sowas wie kleine Röhrchen (z.B. aus
Pappmaschee) auf die Lautsprecher setzten, damit nur Signale aus einer
bestimmten Richtung empfangen werden.
Wenn nötig, könnt ihr die Verstärkung eben auch Hardware-seitig kleiner
machen, indem ihr ein bisschen (wirklich wenig) Watte vor die
Lautsprecher packt.
Hier noch mein Code:
Ich lese aber nur das erste Echo aus, für meine Anwendung brauche ich
die Mehrfachechos nicht.
Habe jetzt noch den Verstärkungsfaktor getestet.
Ich sehe sehr deutliche Unterschiede, wenn ich den Verstärkungsfaktor
ändere!
Ändert ihr ihn immer nur bei der Initialisierung, oder könnt ihr ihn
dauernd ändern?
Wenn man ständig Messungen macht und zwischendurch (z.B. mit einem Poti)
den Verstärkungsfaktor ändert, dann sollte man die Unterschiede deutlich
erkennen.
Gruß, Yaro
Erstmal danke fürs Ausprobieren!
Wir hatten schon Joghurtbecher (mit Schaumstoff ausgekleidet) zur
Abschirmung gegen störende Echos von der Seite montiert. An Störungen
von der ungeschützten Rückseite habe ich noch nicht gedacht. Auch die
Idee mit der dünnen Lage Watte über dem Lautsprecher finde ich gut -
hört sich vielversprechend an!
Also bei der Verstärkung haben wir inzwischen auch Auswirkungen
beobachtet.
Allerdings sind die kleiner als ich erwartet hatte. Im Moment messen wir
einfach von der Tischkante in Richtung Teppichboden.
Ich glaube um da noch "unsensibler" zu werden, müssen wir in die
Watte-Kiste greifen.
Wie viel misst er denn bei dir noch, wenn du die Verstärkung ganz auf
den minimal Wert setzt?
Misst er dann überhaupt noch etwas?