Kondensator an Motorklemmen ?

Gast #1651957
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Servus !

Empfiehlt es sich an die Klemmen eines kleinen Gleichstrommotors, der 
hauptsächlich mit 15V betrieben wird, einen Kondensator anzuschließen ?

Ich habe gelesen, dass dieser zur Entstörung des Motors dient. Hat das 
was mit den Bürsten bzw. Bürstenfeuer zu tun, dass dadurch 
Höherfrequente Spannungen/Signale entstehen ?

Welchen Wert sollte dieser Kondensator haben ? Gibt es eine 
Berechnungsgleichung die z.B. eine Berechnung der Kondenstorkapazität in 
Abhängigkeit des Ankerstromes, Klemmenspannung, Anker/Bürsten-Widerstand 
etc. ermöglicht ?

Danke !
#1652009
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1. Der Kondensator bedämpft hochfrequente Störungen, die andernfalls vom 
Motor aus durch das betreffende Gerät und seine Umgebung vagabundieren.

2. Die Frage zur Berechnung kannst Du Dir selber beantworten. Welche von 
den möglichen Einflußgrößen, die Du da so schön aufgezählt hast (die 
Liste ist bei weitem unvollständig), kennst Du denn?

Hier sind die wichtigsten Werkzeuge des Ingenieurs gefragt:
- der dicke Daumen
- die Fähigkeit, von anderen "abzukupfern"!

Mein dicker Daumen sagt:
- "x"-Kondensator von Anschluß zu Anschluß: ca. 100 nF
- "y"-Kondensatoren von den Stromanschlüssen zum Motorgehäuse: 2 * ca. 
4,7 nF.

Diese Größenordnung ist im RC-Modellbau recht üblich und von dort 
abgekupfert.

Bernhard
Gast #1652063
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Was für ein Motor? Wie angesteuert?

Bei eisenlosen Motoren (Faulhaber) kannst Du Dir den Kondensator sparen.

Bei PWM-Ansteuerung stört der Kondensator bei höheren PWM-Frequenzen.

Die Kondensatoren zum Gehäuse sind sinnvoll, wenn das Gehäuse geerdet 
ist.

Recht hilfreich sind auch Entstördrosseln in den Zuleitungen, dicht am 
Motor, etwa 10µH. Müssen natürlich den auftretenden Motorstrom abkönnen. 
Aber auch nur, wenn keine PWM-Ansteuerung erfolgt.

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