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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Funkenlöschung mit Varistor


Autor: Switcher (Gast)
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Hallo zusammen!

Ich hätte mal ne Frage an alle erfahrenen Entwickler in diesem Forom.
Ich habe noch nicht genug Erfahrung um mein Problem gut beurteilen zu 
können.

Ich schalte mit einem Relais eine große induktive Last, die an 230Vac 
Netzspannung hängt. Leider geht mir immer das Relais nach wenigen 
Schaltzyklen kaputt. Die Last zieht ca. 2A und das Relais ist mit 6A 
spezifiziert. Leider sind keine Lastgrenzkurven für induktive Lasten im 
Datenblatt vorhanden!
Meine Theorie ist, dass das Relais den Ausschaltfunken nicht verkraftet. 
Kann das sein? Ich müsste also ne Funkenlöschung machen, sehe ich das 
richtig?
Nun habe ich mir überlegt, einen Varistor parallel zur Last zu schalten, 
dass die Spannungsspitzen abgesägt werden. Ist das möglich? Und welchen 
Wert wähle ich da? Etwa 400V?
Ich hab schon gelesen, dass Funkenlöschung mit RC-Gliedern gemacht wird, 
jedoch habe ich das Problem, dass ich es nachträglich mit in die 
Anschlussklemme der Last einklemmen muss und da wäre ein Varistor 
perfekt!

Wie seht ihr das?

Vielen Dank schon mal!

Autor: Reutron (Gast)
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Für solche Fälle gibt es RC-Glieder die in einen kleinen Gehäuse 
eingegossen sind. Google mal noch RC-Glied.

Autor: lichterloh (Gast)
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Zum Funkenlöschen nimmt man einen Kondensator oder gleich einen 
Thyristor anstatt eines Relais nehmen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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lichterloh schrieb:
> ... oder gleich einen
> Thyristor anstatt eines Relais nehmen.

Genau, der funkt dann nur einmal. :-)

Im Prinzip müsste das mit dem Varistor klappen.  Man kann damit
natürlich keine Lichtbögen löschen (die Brennspannung ist so
hoch nicht), aber man sollte verhindern können, dass sie sich
bilden.  Versuch macht klug, würde ich sagen, du musst ja nicht
am realen Objekt messen.  Irgendeine induktive Last wird sich ja
finden lassen, bei der man die Wirkung testen kann.

400 V müsste passen, kritischer könnte die zulässige Verlustleistung
des Widerstands werdne, je nachdem, wie häufig du abschaltest (und
ob er sich zwischenzeitlich abkühlen kann).  Der Varistor muss ja
die gespeicherte magnetische Energie aufnehmen und in Wärme umwandeln.

Autor: Switcher (Gast)
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Danke für alle Antworten.

@ Reutron: Werd ich mal suchen, vielleicht kann ich die auch mit 
einklemmen.

@ Jörg Wunsch: Ich nehm einen ordentlich großen VDR um da kein Risiko 
ein zu gehen.

Ich probier es mal, vieleicht wirds ja besser.

Gruß

Autor: Wilhelm (Gast)
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Im Relaiszeitalter aufgewachsen und ausgebildet, waren RC-Glieder zur 
Funkenlöschung in allen Telefonanlagen.

Es gibt da Tabellen und Berechnungsgrundlagen für die Dimensionen von R 
und C, in Abhängigkeit der Last. Aber frag mich im Moment nicht, wo. Da 
muß ich selbst mal suchen...

Autor: Ganymed (Gast)
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Im Steuerungsbau sind Varistoren bei
Wechselstromsteuerungen üblich.
Da die Spannungsangabe bei Varistoren
sich auf den Effektivwert bezieht,
halte ich 400V für zu viel.
Bei einer 230V Lastspannung kann
man ruhig 250V oder 275V  Typen nehmen.
Beispiele siehe Anhang.

Der Hinweis von Jörg Wunsch
>...kritischer könnte die zulässige Verlustleistung...
              (Wenigsten ein gescheiter Beitrag)

halte ich auch für sehr wichtig.
Im Zweifel lieber überdimensionieren.

Autor: Ganymed (Gast)
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Sch...Anhang vergessen

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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...soll der Varistor wirklich parallel zur Last, wie oben steht? Dann 
wird der bei eingeschatetem Relais immer voll an der Betriebsspannung 
hängen (X-Schaltung) ==> auf keinen Fall eine Absicherung vergessen, 
denn Varistoren altern mit jedem nennenswerten Energiepuls und werden 
dadurch stetig niederohmiger. Irgendwann führt das zum thermischen 
Durchgehen!

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