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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltzeit vom Transistor - PWM


Autor: Gasst (Gast)
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Hallo,

ich möchte einen Motor, der etwa 700mA Strom zieht, mittels PWM in der 
Geschwindigkeit steuern. Wenn ich nun bei VCC = 5V allerdings die Ein- 
und Aus-Pulse der PWM gleich lang mache, habe ich, wegen der Schaltzeit 
des Transistors, deutlich mehr als 2,5V mittlere Spannung.
Gibt es Informationen, wielange ein Transistor (in diesem Fall BC337) 
braucht, um von aus nach ein zu wechseln? Im Datenblatt habe ich darüber 
nichts gefunden, benötige das aber, um auszurechnen, wie die richtigen 
Zeiten sind.

Mfg,
ein Gast

: Verschoben durch Admin
Autor: Schrotty (Gast)
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Die Schaltzeiten hängen auch maßgeblich von deiner Schaltung ab. Daher 
wäre ein Schaltplan hilfreich

Autor: Gasst (Gast)
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Weil der Scanner grade defekt und keine Erfahrungen mit Layoutprogrammen 
vorhanden sind, kann ich mit einem Schaltplan leider nicht dienen.


Die Basis des Transistors hängt über einen 2,2k-Widerstand am 
Atmega48-Ausgang. Emitter ist an GND angeschlosen, Kollektor über den 
Motor an VCC.
Der Atmega48 invertiert den Ausgang mit einer Wartezeit von je 100µs.

Autor: Schrotty (Gast)
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mach mal noch einen Widersttand zwischen Basis und GND.

PS. Auch wenn der Scanner kaputt ist, kann man in einem einfachen 
zeichenprogramm kurz ein paar Linien Skizzieren und als PNG hochladen

Autor: Peziman (Gast)
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Eventuell liegt dein Problem gar nicht am Transistor selbst, sondern an 
der Induktivität deiner Spule im Motor. 700mA Spulenstrom ist nicht so 
ohne. Evtl. bringt eine Freilaufdiode am Transistor schon das gewünschte 
Ergebniss.
Hoffe das ich jetzt in meiner Überlegung nicht einen Denkfehler hab. ;)

Autor: Schrotty (Gast)
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@Pezimann:
Korrekt!

Autor: Sebastian (Gast)
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Der BC337 ist bei 700mA schon ganz schön an der Kotzgrenze. Da benötigt 
er schon ganz schön viel Basisstrom zum durchsteuern!
Ich denke eine Darlingtonanordnung wäre nicht schlecht. Dabei den BC337 
nur als Treiber benutzen und einen BD135 hinterher.
besser gleich einen FET für diese Anwendung.

Autor: Besserwisser (Gast)
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Ja,
Freilaufdiode nicht vergessen und mit einem RMS Spannungsmessgerät 
messen. Ein anderes Messgerät zeigt Dir Schrott an.
Normalerweise spielen die Ein- und Ausschaltzeiten unter 1 MHz 
PWM-Frequenz nicht die Rolle.
Wie hoch ist denn Deine PWM-Frequenz ?

Autor: Besserwisser (Gast)
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Sorry, True-RMS-Spannungsmessgerät heißt das Teil zum Messen der 
richtigen Spannung.

Autor: Gasst (Gast)
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Am Motor scheint es nicht zu liegen. Selbst wenn ich den probehalber 
weglasse und nur das Multimeter zwischenhänge, bleibt es beim gleichen 
Ergebnis.


> besser gleich einen FET für diese Anwendung.
Kannst du mir da einen empfehlen? Bisher habe ich ausschließlich
Bipolartransistoren benutzt, und auch da eigentlich nur BC337 und
BC327er.

> Normalerweise spielen die Ein- und Ausschaltzeiten unter 1 MHz
> PWM-Frequenz nicht die Rolle.
Wie meinst du das? Wird deren Einfluss nicht größer, je größer
auch die Frequenz ist?

MfG

Autor: Marcus Müller (marcus67)
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Das liegt daran, daß Du den Transistor in die Sättigung treibst.
Wenn der Transistor in der Sättigung ist, dauert es eine Weile bis er 
wieder sperrt (übrigens noch länger ohne Last oder mit kleiner Last).
Wenn der Transistor nicht in der Sättigung ist, ist der Spannungsabfall 
allerdings etwas größer.

Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4ttigung_(Elektronik)

Ein Basiswiderstand nach GND bringt da auch nichts - schließlich treibt 
der Atmel die Basis aktiv auf GND.

Ich hatte ein ähnliches Problem. Gelöst habe ich es mit dem Umstieg auf 
Mosfets. Wenn man den Mosfet direkt an den Atmel hängen will braucht man 
einen Logik Level Mosfet. Hier ist dann die Gate Kapazität entscheidend 
für die Schaltgeschwindigkeit. Um das richtig abzustimmen ist ein Oszi 
zu empfehlen - der Gate Widerstand kann ja am Atmel auch nicht beliebig 
klein werden. Wenn der Mosfet zu langsam schaltet hast Du recht hohe 
Verlustleistungen.

Gruß, Marcus

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