ferdinand schrieb:
> Die Induktivität ist ein Ferrit mit 60Ohm@1MHz
Vielleicht wäre eine 'echte' Spule mit 50µH oder mehr hier geeigneter.
Der Ferrit hat ja bei 500kHz noch weniger Dämpfung.
Übrigens, nicht die 500kHz sind das Maß der Dinge, den es treten auch
Subharmonische auf: ein Datensignal, das mit 500kHz getaktet ist und aus
der schnellstmöglichen Folge, also '0-1-0-1 ...' besteht, hat schon eine
Grundfrequenz von nur noch 250 kHz. Und es gibt üblicherweise langsamere
Folgen ...
Dein Digitalteil produziert HF-Störungen auf der Versorgungsspannung.
Natürlich ist eine gute Entkopplung an den entsprechenden ICs wichtig,
u.U. neben den typischen 100n auch noch einen kleine mit 1n-10n parallel
dazu. Die Reste, die dann noch als HF zurückwirken, sollen durch die
LC-Filter weiter reduziert werden. An dem Punkt sind es noch
HF-Störungen (aus Audio-Sicht) und deshalb sollte deine Schaltung gut
wirken.
Wenn das HF-seitig nicht gelingt, so können die BE-Strecken in den
anderen Schaltungsteilen durch Gleichrichteffekte
(Hüllkurvendemodulation) Frequenzen im hörbaren Bereich produzieren, so
die Aussage von Anja (auch von oszi40).
D.h., die hochfrequenten Störungen sind zu dämpfen.
Andererseits können HF-Anteile ev. die Spannungsregler in ihrem
Regelverhalten beeinflussen, so dass auch dort Frequenzen im NF-Bereich
entstehen könnnen, so die Aussage von Gebhard Raich.
Auch hier sind die hochfrequenten Störungen das Problem, mit den
niederfrequenten kommen die Regler (einschließlich Beschaltung) besser
zurecht. Das müssen sie auch, denn eine Belastung mit einer 'Audio-Last'
tritt ja normalerweise auch auf.
Beides Ursachen sind denkbar, deine Filterschaltung wird aber schon
wesentlich zur Verringerung des Problems beitragen.
Außerdem sind z.B. Operationsverstärker durchaus in der Lage, Störungen
auf der Versorgung relativ gut zu unterdrücken. Das gelingt sehr gut bei
tiefen Frequenzen (Netzbrumm), lässt aber noch oben hin nach. Auch im
analogen Teil der Schaltung sind deshalb weitere Siebmaßnahmen
angebracht, zumindest wenn Transistoren zum Einsatz kommen oder z.B.
über Spannungsteiler Referenzspannungen erzeugt werden. Es ist aber in
reinen Audioschaltungen sowieso üblich, Vorstufen bzw. empfindliche
Teile nochmals zu sieben - schon deshalb, um Schwingneigung durch
Mitkopplung über die Versorgung zu verhindern.
Sonst musst du den Weg gehen, wie es manche High-End-Verstärker zur
Erhöhung der Kanaltrennung machen: getrennte Netzteile einschließlich
Trafo! :-)