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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensatorbank


Autor: hans (Gast)
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Hallo Leute.
Ich habe mir schon vor einiger zeit eine kleine Elko kondensatorbank 
zusammengelötet. Ich habe sie ab und zu mal mit einer LED und deren 
Konstantstromquelle bestehend aus ein 2 transitoren udn 2 widerständen 
betrieben. der "Verbraucher" läuft gemessen bei 21 ma. Nun aber zu 
meiner eigentlichen Frage^^:
Ich habe gestern mal noch ein bisschen alte Platinen auseinander 
genommen und 2x 1000 mikroF elkos gefunden und diese mit an die bank 
gehauen. Was bloß komisch ist: als diese beiden noch nicht angelötet 
waren, leuchtete die Led über 7 Stunden (natürlich musste mann da schon 
genau in die Led schauen, um zu sehen, dass der chip überhaupt noch 
"glimmt"). Bloß jetzt tritt dieses Phänomen nicht mehr auf, sondern sie 
ist schon nach 2 oder 3 Minuten kommplett aus. Wie kann das sein? Sind 
die beiden Elkos im A...? Wichtig wär vlt noch:
Die Gesamtkapazität beträgt 41450 mikroF
es sind 24 Elkos verbaut
gladen werden sie mit 9V(da einige nur 10V vertragen)
und die LED benötigt 3,6V

sry für die vielen detailierten Angaben und den langen Text, aber ich 
hoffe ihr könnt mir helfen^^

: Verschoben durch Admin
Autor: Christian K. (Gast)
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das Bauwerk würd ich ja gerne mal sehen. Mach mal ein Bild und stelle es 
hier rein.

Autor: Hans Mayer (hansilein)
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Wahrscheinlich haben die "neuen" kondensatoren einen hohen leckstrom,
den solltest Du messen können, einfach beim entladen in reihe zu den 
verdächtigen Kondensatoren.
Der Leckstrom würde dann auch die anderen leersaugen.

Autor: Volker K. (powerfreak)
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Hallo Hans,
das kann durchaus sein.
Hier die Erklärung.

Ein Aluminium-Elko hat eine durch "formieren" entstandene Eloxydschicht, 
die den Isolator zwischen den zwei Anschlüssen darstellt. (siehe 
Wikepedia für Details)
Durch stromlose Lagerung wird diese Oxydschicht durch das Elektrolyt 
wieder abgebaut, die Folge ist: der Leckstrom steigt.

Für einen Rettungsversuch nimm die zwei Elkos wieder heraus, und lege 
über einen 100k Widerstand z.B. 5V an. Und jede Stunde steigerst Du die 
Spannung bis auf den Wert, der auf dem Kondensator aufgedruckt ist, und 
halte den Elko dann einige Stunden auf der Spannung.
Übrigens wird bei der Fertigung der Alu-Elko mit dem ca. 1,5-fachen der 
aufgedruckten Nennspannung formiert, damit er die Nennspannung auch 
sicher und bei kleinem Leckstrom verträgt. Ob Du so weit gehen willst, 
muß Du selbst entscheiden, denn Dein Bauteil ist alt, und keiner kann 
Dir garantieren, daß das noch funktioniert.
Dadurch wird sich die Entladezeit sicher wieder vergrößern, wie weit 
mußt Du selbst versuchen.

Leider trocknen Elkos mit flüssigem Elektrolyt über die Zeit aus. Sollte 
das der Fall sein... ab in dier Mülltonne.

Viel Erfolg
Gruß
Volker

Autor: hans (Gast)
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hallo und danke für die schnelle antworten.
ich habe die "neuen" wieder abgelötet und siehe da: es geht wieder^^
ich kann grad leider keine Bilder machen, da meine kamera kaputt ist. 
ich werde mir aber bald eine neue holen. sollte ich dann noch daran 
denken, werde ich das Bild hochladen.^^
@Volker
ich habe keinen rettungsversuch mehr gestartet, jedoch ist trotzdem 
interessant, dass man bis zu dem 1,5 fachen an spannung draufhauen kann.

danke nochmal an alle und schöne ostern

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Es ist mittlerweile so, daß Elkos "aus Fernost" schon nach weniger als 
12 Monaten komplett defekt sein können, man sehe in Satelitenreceiver 
oder PCs. Wenn man nun solche Elkos wiederverwendet, sollte man die 
Ursachae für die Entsorgung kennen.....
Da ist derzeit viel Müll unterwegs, ich mache mir einen Spaß daraus, 
defekte Sat-Receiver von Bekannten zu öffnen und nach den Elkos zu 
schauen - da haben so einige wieder ihren Receiver zurückbekommen! 
Lauffähig, versteht sich.....

Autor: faustian (Gast)
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Ausser man geht eine Kiste ausgeschlachteter Elkos mit ESR und C-Messer 
durch in der Hoffnung die Haelfte oder mehr endlich mal wegwerfen zu 
koennen... dann tuns fast alle :)

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