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Forum: PC Hard- und Software USB Client Port am Embedded Mainboard


Autor: ... (Gast)
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Hallo zusammen,

habe ein Digital-Logic MSM800SEL PC104 Board mit AMD Geode LX800 CPU.
An dem Board kann man einen der USB Ports von Host Modus auf den Client 
Modus umstellen.
Das Board will ich für Steuerungsaufgaben verwenden, ohne Display.
Nun hab ich mir gedacht ich kann den USB client Port nutzen um mit einem 
Laptop an das System zu kommen um es verwalten zu können.
Wie muss man Debian Linux konfigurieren das die Console auf dem USB 
Client Port ausgegeben wird?
Und wie oder was für Treiber brauchts auf dem Laptop?

Gruss Toni

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Vermute ich recht, daß Du das Debian auf dem MSM800 laufen lassen 
willst? Dann brauchst Du einen OTG-Treiber für das Board.
Hast Du schon bei Digital-Logic/Kontron angefragt? Bzw. hast Du geklärt, 
obd das eine Funktionaliät ist, die der LX800 standardmäßig zur 
Verfügung stellt? Dann müsste AMD eine Anlaufstelle sein.

Erheblich einfacher dürfte es jedoch sein, stattdessen das vorhandene 
Netzwerkinterface zu nutzen. Die Unterstützung dafür ist in praktisch 
jedem Linux von Haus aus vorhanden ...

Was genau hast Du vor, was dagegen spricht, das zu tun?

Autor: ... (Gast)
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Wollte die Netzwerkschnittstelle eigentlich deaktivieren um Strom zu 
sparen.
Ja, die Debian Installation läuft auf dem MSM800. Den Treiber gibts so 
nicht bei Digital-Logic zum download :-(
Also werd es in diesem Fall doch über die Netzwerkschnittstelle machen.

Danke für die Info.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Naja, wenn es nur um die Konsole geht, könntest Du, sofern noch frei, 
natürlich auch den Klassiker unter den Konsolenschnittstellen nehmen: 
Die serielle Schnittstelle. Davon hat das MSM800 immerhin zwei.

Welche Stromersparnis vermutest Du durch das Deaktivieren des 
Ethernet-Interfaces erzielen zu können?

Autor: Nils S. (kruemeltee) Benutzerseite
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Es gibt im Kernel "Gadgets", unter anderem auch CDC. Das könnte doch das 
sein, was du willst, oder?

Autor: ... (Gast)
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CDC?? Ok, was ist das, was kann das???

was ich wollt ist die Linux Console auf einem Port ausgeben, wie das 
z.B. beim Atmel NGW100 passiert. Da das System kein Display erhält muss 
ich via Laptop das System verwalten, Netzwerk wollte ich eigentlich 
abschalten. Desshalb die Idee mit USB Client Port, wenn ich dafür einen 
Treiber benötige den ich nicht bekomme, hat sich die Sache erledigt. 
Oder gibts da einen universellen Treiber für?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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CDC ist eine Standard-USB-Geräteklasse für serielle Schnittstellen.

(die aber von den üblichen USB-Seriell-Bridges à la FT232 nicht 
implementiert wird).

Hostseitig unterstützen die meisten Betriebssysteme CDC, für Windows ist 
noch eine *.inf-Datei zur Installation nötig.

Autor: ... (Gast)
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Und wie muss ich das bei Debian einrichten?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nun, wenn Du für Dein Debian nicht über den Spezialtreiber verfügst, der 
ein USB-Device implementiert, dann geht das gar nicht. Wo Du den 
herbekommen könntest, s.o.

Zwischenzeitlich könntest Du aber meine Fragen beantworten:
- Welche Reduktion in der Stromaufnahme erhoffst Du Dir durch das 
Deaktivieren des Ethernet-Interfaces?
- Sind beide seriellen Schnittstellen des MSM800 belegt?

Autor: ... (Gast)
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Die beiden RS232 Schnittstellen sind belegt.

Wenn die LAN Schnittstelle deaktiviert ist reduziert sich die 
Leistungsaufnahme um rund 500mW. Das System läuft 24h 365d im 
Inselbetrieb (Solar + Akku) deshalb ist die Leistungsaufnahme für mich 
schon entscheidend.

Da der Aufwand nun wohl doch etwas grösser ist den USB Client Port zum 
laufen zu bekommen wie ich mir das vorstelle, werde ich nun die Netzwerk 
Schnittstelle nutzen. Die Spannungsversorgung auf den Mehrverbrauch 
anzupassen ist der kleinere Aufwand.

Danke an alle.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ein halbes Watt, das hätte ich der Netzwerkschnittstelle nicht 
zugetraut.

Sofern es nicht allzusehr auf Geschwindigkeit ankommt, ließe sich 
natürlich trotzdem eine serielle Schnittstelle nutzen - mit einer 
USB-RS232-Bridge. So etwas sollte von den üblichen Linux-Distributionen 
direkt unterstützt werden, und so etwas verbraucht definitiv weniger als 
ein halbes Watt. Ein FT232 benötigt etwa 15 mA, dazu kommt noch die von 
Pegelwandlern o.ä. benötigte Leistung.

Angenommen, das diese Konsolschnittstelle nicht dauerhaft benötigt wird, 
ließe sich die aber auch fremdversorgen, so daß nur bei genutzter 
Konsolschnittstelle die USB-RS232-Bridge effektiv mit dem System 
verbunden ist.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Reicht es nicht aus den Link zu deaktivieren? So im Idle sind 
Netzwerkcontroller nicht besonders stromdurstig.

Autor: ... (Gast)
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Wenn die Netzwerkschnittstelle im Bios deaktiviert ist sind es die rund 
500mW. Wenn ich im Linux den Treiber deaktiviere und das Lan Kabel 
entferne, sind es nur ewta 100mW weniger. Über das Bios wird wohl mehr 
deaktiviert.
Das mit der USB to RS232 Brigde ist ne super Idee. Werde das so 
umsetzten. danke für den Tipp.

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