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Forum: Offtopic Kühlaggregat in Getränkeautomat


Autor: Blabert (Gast)
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Hallo!
In meinem Getränkeautomaten ist die Kühlung ausgefallen. Und zwar ist 
eine Schmelzsicherung durchgebrannt, nach einem (vorsichtigen) Ersetzen 
ebenjener durch eine mittelträge (statt flink), brennt diese wenigsten 
nicht mehr durch. Dafür schaltet eine Bimetallsicherung direkt vor dem 
Kompressor nach 1 Sekunde ab. Der Kompressor selbst wackelt wie 
gewöhnlich, zieht aber anscheinend zu viel Strom. Woran kann das liegen? 
Eine Motorwicklung scheint nicht durchgebrannt zu sein, die Elektronik 
und die Relais sind noch in Ordnung. Könnte die Drossel (nicht das 
elektronische Bauelement, sondern die Drossel im Kühlkreislauf...) 
vielleicht verstopft sein? Wird so eine Drossel normalerweise 
elektronisch geregelt? Der Getränkeautomat ist von der Firma Diam, 
Baujahr 1990. Das Kühlaggregat lief ohne Probleme, bis es ganz ausfiel.

Noch eine Frage: Sind die Einbaumaße für solche Aggregate irgendwie 
normiert? Sollte also ein Komplettaustausch möglich sein? Das Kühlsystem 
ist ja nicht reparierbar, sollte man ins Innenleben eingreifen müssen. 
Alles verschweißt und mit Kühlflüssigkeit gefüllt.
Vielleicht hat ja irgendjemand schon Erfahrungen damit. Vielen Dank!

: Verschoben durch Admin
Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Die Ursachen können vielfältig sein, sowohl beim Kühlkreislauf als auch 
in der Elektrik. Ich würde nen Klimatechniker beauftragen oder gleich 
den Hersteller kontaktieren.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Wenn das Kuehlmitte weg ist, zieht er mehr Strom wuerd ich annehmen.

Autor: Andreas H. (kupferblau)
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>Dafür schaltet eine Bimetallsicherung direkt vor dem
>Kompressor nach 1 Sekunde ab.

Bist du sicher, dass das eine Sicherung ist? Diese Bimetallschalter 
werden bei manchen Kühlkompressortypen auch als Starter verwendet. Beim 
Anlaufen ist eine Hilfswicklung dazugeschaltet, die dann bei warmem 
Bimetallstreifen nach ein-zwei Sekunden wieder abgetrennt wird.

Das Herumraten bringt jedenfalls gar nichts. Stelle fest, welcher 
Kompressor eingebaut ist, besorge dir eine Datenblatt und messe den 
Motor und alle anderen elektrischen Teile durch.

Meine Glaskugel sagt: Motorwicklung durchgebrannt, Kompressor tauschen 
und Anlage neu befüllen. Das kanst du aber sowieso nicht selber machen, 
da muss schon ein Kältetechniker ran.

Autor: Dieter Werner (dds5)
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> Bist du sicher, dass das eine Sicherung ist? Diese Bimetallschalter
> werden bei manchen Kühlkompressortypen auch als Starter verwendet.
> Beim Anlaufen ist eine Hilfswicklung dazugeschaltet, die dann bei
> warmem Bimetallstreifen nach ein-zwei Sekunden wieder abgetrennt wird.

Ich glaube da hast du was falsch verstanden.
Das Anlaufrelais hat nichts mit Bimetall zu tun, das ist ein ganz 
gewöhnliches AC-Relais dessen Spule in Reihe mit dem Motor geschaltet 
ist.

Die Spule hat relativ wenige Windungen dicken Draht und der bei 
Motorstillstand ziemlich hohe Strom bringt das Relais zum Ansprechen. 
Dadurch wird die Hilfswicklung zusätzlich eingeschaltet und der Motor 
läuft an.
Bei laufendem Motor geht die Stromaufnahme zurück und das Anlaufrelais 
fällt ab.

Der davon völlig unabhängige Bimetall-Überstromschutz spricht an, wenn 
der Motor nicht anläuft sondern weiterhin einen hohen Strom zieht.

Autor: Max M. (xxl)
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Das kenn ich bisher nur vom Kondensatormotoranlauf.
Ist ein dicker Kondensator im µF-Bereich(300-500V)
vorhanden? Dann würde ich den als Übertäter verdächtigen.
Die verlieren durch Alterung manchmal ihre Kapazität.
Der Verdichter läuft doch in einem Ölbad, oder?
Was soll denn da dran passieren?
Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte.

Autor: Stefan E. (na_fets)
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Vielen Dank für die bisherigen Antworten! Ich habe mich jetzt endlich 
auch mal hier registriert, nachdem ich lange Zeit nur unangemeldet und 
unregelmäßig Beiträge geschrieben habe. Zurück zum Problem:

Einen defekten bzw. gealterten Kondensator konnte ich leider noch nicht 
ausmachen. Die Sache mit dem Relais scheint mir so, wie Dieter es 
beschrieben hat: Ein Relais mit relativ wenigen, dicken Wicklungen, die 
eine Hilfswicklung zuschaltet. Ebenfalls dass die Motorwicklungen 
durchgebrannt sind, meine ich ausschließen zu können. Der Motor scheint 
anlaufen zu können, er beginnt wie gewöhnlich zu vibrieren. Nach etwa 
einer Sekunde jedoch schaltet das Bimetall ab.

Ich werde auf jeden Fall demnächst ein paar Bilder machen und hier 
hochladen. Ich würde mich über einen Defekt in der Elektronik beinahe 
freuen, sollte die Mechanik noch intakt sein... ;-)

Autor: Alex M. (alex_m35)
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Hi,
das Thema ist ja jetzt schon etwas alt. Aber ich wollte mal fragen, ob 
sich bei der Geschichte noch etwas ergeben hat? Wir haben hier im 
Wohnheim einen ähnlichen Automaten (vielleicht gehts sogar um den selben 
;D) mit genau diesem Problem.
Will eigentlich nur wissen, ob sich bei den im Beitrag genannten 
Symptomen noch irgendwas machen lässt.
Grüße an die Bastler

Autor: Guido C. (guidoanalog)
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Hallo,

ein ähnliches Problem hatte bzw. habe ich mit meinem 
(Druckluft-)Kompressor. Bei diesem Kompressor ist ein Aggregat aus einem 
Kühl-/Gefriergerät verbaut. Eine Übersicht über die verschiedenen 
Motortypen findest Du hier:
http://hvaceducation.wikispaces.com/file/view/Moto...

Mein Aggregat ist vom Typ "Resistance Start Induction Run (RSIR)". 
Fließt beim Starten des Aggregats ein großer Strom durch die 
Hauptwicklung zieht das Relais an und die Hilfswicklung wird ebenfalls 
"bestromt". Auf Grund des Stroms durch beiden Wicklungen wird ein 
größeres Drehmoment erzeugt. Dies ist zum Starten des Aggregats 
notwendig. Im normalen Betrieb fällt das Relais wieder ab.

Wenn nur das Relais defekt ist hast Du Glück gehabt, wenn die Haupt- 
bzw. Hilfswicklung durchgebrannt ist sieht es schlecht aus.
Beitrag "Anlaufrelais oder Hilfswicklung des Kompressors defekt?"

Mit freundlichen Grüßen
Guido

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