Wie Yalu schon sagte, sind die beiden OPamps über die
Versorgungsspannung miteinander gekoppelt. Wahrscheinlich hat einer von
beiden (oder auch beide) geschwungen und den anderen über die gemeinsame
Versorgungsspannung dann "mitgerissen".
Du mußt dir das so vorstellen, daß solche Verstärker immer verhinderte
Oszillatoren sind. Wenn du jetzt über hochohmige Eingänge und nicht
entkoppelte Versorgungsspannungen eine ungeschickte
Rückkopplungsmöglichkeit erzeugst, mit der Unterstüzung einer
Schwingneigung, dann kann sich aus dem Nichts heraus plötzlich eine
Schwingung entwickeln. Dazu reicht beispielsweise geringstes Rauschen,
Brumm oder andere Störungen, die der Eingang aufschnappt, verstärkt und
wieder so auf den Eingang kapazitiv rückkoppelt, daß die Ursache der
Schwingung immer weiter verstärkt wird.
Durch Tiefpaßfilter an den Eingängen, im einfachsten Fall 1nF
Kondensatoren von jedem Eingang nach Masse, kannst du die Entstehung
einer Sschwingung erheblich erschweren, in dem das, was zurückkopppelt
wird, so klein gemacht wird, daß es sich nicht mehr zu einer Schwingung
aufschaukeln kann.
Auch Kondensatoren an den Versorgungsspannungsanschlüssen sind da
besonders hilfreich, da OPamps Störungen, die sie auf den
Versorgungsspannungen vorfinden nur unzureichend unterdrücken können und
einen Teil davon mitverstärken, als ob sie als Signal auf den Eingang
gegeben worden wären.
Kai Klaas